
Fliesen:
Als Ausgangsmaterial werden natürliche Rohstoffe wie Ton, Kaolin, Quarz und Felsspat verwendet. Die Gemische werden gemahlen, gereinigt, mittels Press- und Formtechnik in die entsprechenden Formate gebracht und anschließend bei Temperaturen bis zu 1.250 Grad Celsius gebrannt. Fliesen gibt es in allen Farben und vielen Formaten. Schon seit 1985 gilt hier die Europanorm (EN). Für den Einsatz im Wohnbereich ist dabei der Oberflächenverschleiß (Abrieb) besonders wichtig. Fliesen mit weißen oder roten, porösen Scherben heißen Steingutfliesen. Sie sind immer glasiert. Wegen ihrer hohen Wasseraufnahmefähigkeit werden sie nur als Wandfliesen für den Innenbereich hergestellt und dürfen deshalb auch nur dort eingesetzt werden. Für alle anderen Bereiche gibt es die Steinzeugfliesen. Es gibt zwei Verlegearten für Fliesen: das Dünnbettverfahren mit Kleber, auch für Fliese-auf-Fliese bei der Renovierung geeignet und das Dickbettverfahren mit Mörtel. Für die Fugen wird in der Regel Zement- oder auch Kunstharzfugenmörtel verwendet. Eine Besonderheit sind die mitunter in Stilküchen eingeplanten Fliesen-Arbeitsplatten. Auf eine Trägerplatte aus wasserfester Spanplatte werden Dekorfliesen aufgebracht und mit einer Massivholzleiste eingefasst.
Quelle: KÜCHENLEXIKON von Hans-Werner Mayer
Bestellung: Verlag Die Planung GmbH, Holzhofallee 25-31, 64295 Darmstadt. Preis: 15,50 €
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