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28.10.2011
Stromeffizienz im Haushalt kein Mysterium

In Deutschland gibt es Millionen Haushalte in denen es ein enormes Stromspar-Potenzial gibt. Die Mieter und Liegenschaftsverwaltungen könnten die Stromkosten nachhaltig gesenkt werden, wenn auf stromsparende Geräte und Produkte gesetzt wird ohne einen Komfortverlust fürchten zu müssen.

Ein Rundgang durch ein fiktives Mehrfamilienhaus im Kanton Zürich des Nachbarlandes Schweit zeigt, wie es funktionieren kann. Der Keller des Hauses verfügt über eine Umwälzpumpe, die für eine Zirkulierung warmen Wassers im Heizsystem sorgt.

Die Umwälzpumpe ist allerdings alt und hat einen hohen Stromverbrauch, wie ein Heizungscheck des Elektrizitätswerks des Kantons Zürich (EKZ) durch einen Energieberater ermitteln konnte. Die Pumpe wird ersetzt und ist mit einem hocheffizienten Motor inklusive intelligenter Motorsteuerung ausgestattet. Das warme Wasser zirkuliert nur noch im Heizsystem, wenn es tatsächlich in den Heizkörpern benötigt wird. Der Stromverbrauch fällt mit dem Wechsel zu einer modernen Umwälzpumpe um 80 Prozent niedriger aus. Die Ersparnis beläuft sich auf 15 Jahre hochgerechnet auf 2000 Schweizer Franken, welche die Mieter nicht mehr zu zahlen haben. Jährlich spart jede Familie rund 22 Schweizer Franken. Der Pumpenersatz erfolgte durch einen Brief eines Mieter-Ehepaares an die Liegenschaftsverwaltung. Im Brief stand was sie bereits in ihrer 4,5 Zimmer Wohnung umgesetzt haben um Strom zu sparen.

Der Einsatz stromeffizienter Geräte begann im Keller mit einem kaputten Gefrierschrank. Das Gerät war zehn Jahre alt und durch ein Gefrierschrank der höchsten Energieeffizienzklasse A++ ersetzt. Das Fassungsvermögen ist 60 Liter höher als beim alten Modell und es wird 50 Prozent weniger Strom verbraucht. Die fünfzehn Jahre alte Waschmaschine und der Ablufttumbler wurden gegen ein Modell der Energieeffizienzklasse A+ ersetzt. Die neue Waschmaschine spart über 15 Jahre Betriebsdauer rund 2000 Schweizer Franken bei den Strom- und Wasserkosten ein. Zudem kann mit ihr bei 20 Grad Celsius Niedrigtemperatur gewaschen werden. Der moderne Tumbler sorgt für eine Ersparnis von 6000 Schweizer Franken Stromkosten im genannten Zeitraum.

Die Liegenschaftsverwaltung wurde durch den Brief hellhörig, ersetzte im Kellergeschoss, Treppenhaus und der Garage die alten Glühbirnen durch energiesparende Leuchtmittel. Es wurden Bewegungsmelder installiert. Der Energieverbrauch für die Beleuchtung konnte auf diese Weise um 50 Prozent reduziert werden. In der Küche kam ein neuer Kaffeevollautomat, der sich automatisch nach einer Stunde abschaltet und 70 Prozent weniger Strom benötig. Das Kochen erfolgt auf einen Glaskeramikherd mit Isolierpfannen und spart 30 Prozent Strom. Der neue Dampfkochtopf spart Energie und die Gerichte sind 70 Prozent schneller gekocht. Ein LCD-Flachbildfernseher ersetzte im Wohnzimmer den Röhrenfernseher und reduzierte den Stromverbrauch um 50 Prozent. Die Standby-Modi der Unterhaltungsgeräte werden nun mit einer ferngesteuerten Abschalthilfe abgeschaltet und sorgt für eine zusätzliche Stromersparnis.


Weitere Informationen finden Sie unter www.stromrechner.org.

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