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Beizen, Patinieren, Furnieren - Holz spielt in der Küche eine wichtige Rolle

Das Naturprodukt Holz spielt bei zeitgemäßer Küchenplanung nach wie vor eine wichtige Rolle. Nachfolgend deshalb eine Übersicht, die wesentliche Begriffe rund um den Werkstoff Holz erklärt:


Das Naturmaterial Holz spielt in der Küche nach wie vor eine große Rolle und kommt in unterschiedlichen Varianten zum Einsatz. (Foto: Zeyko)
Das Naturmaterial Holz spielt in der Küche nach wie vor eine große Rolle und kommt in unterschiedlichen Varianten zum Einsatz. (Foto: Zeyko)
Massiv: „Massiv“, „Massivholz“ oder „Vollholz“ bedeutet, dass die Küchenfront durchgehend aus einer bestimmten Holzart, zum Beispiel „massiv Eiche“ besteht und nicht furniert ist. Allerdings bezieht sich dies nicht auf den Korpus, die Rückwand und die Schubladenböden. Sie können auch aus anderen Materialien gefertigt sein. Der Begriff „echt“ darf auch bei Furnieren und Massivholzteilen auf einem billigeren Trägermaterial – zum Beispiel einer Spanplatte – verwendet werden. Demnach darf eine Front mit Massivholzrahmen und furnierter Füllung als „echt Eiche“ bezeichnet werden. Massivholzküchen haben eine charakteristische Formgebung. Holz ist ein lebendiges Material, das auch nach Jahren noch „arbeitet“. Damit es keine Risse oder Schäden bekommt, konstruiert man Massivholzfronten mit Rahmen und Füllung.

Furnier: Der Begriff „furniert“ wird verwendet, um ein Möbelstück nach dem Material seiner sichtbaren Flächen zu bezeichnen. Wird Holz zu extrem dünnen Brettern aufgearbeitet, entstehen Furniere. Ihre Dicke liegt zwischen 0,5 und acht Millimetern. Hergestellt werden sie durch Messern oder Schälen des Stammholzes. Die Furniere werden auf hochwertige Spanplatten oder MDF-Platten geleimt und dann weiterbehandelt, geschliffen und lackiert. Die Furniertechnik ist seit der Renaissance bekannt und hat für die Gestaltung von Holzfronten große Bedeutung. Furnierte Holzoberflächen sind dem Massivholz nicht unterlegen. Viele Hölzer lassen sich schon aus Kostengründen oder aufgrund der materialtechnischen Eigenschaften nur eingeschränkt oder überhaupt nicht massiv verarbeiten. Mit furnierten Oberflächen lässt sich zum Beispiel ein gleichmäßig gemustertes Oberflächenbild auf allen Fronten erzielen, da die Holzmaserung durch die vielen dünnen Schnitte, in die das Massivholz zerlegt wird, „vervielfältigt“ wird.
 
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