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Das Rotweintal - Deutsche Anbaugebiete (1): Ahr

Das milde Klima der „Kölner Bucht“ hat bereits die alten Römer dazu verleitet, entlang der Ahr Wein anzubauen. Heute summieren sich die Rebflächen im Norden von Rheinland-Pfalz auf 520 Hektar und bilden so eines der kleineren Anbaugebiete in Deutschland. Das zusammenhängende und als ein Bereich zählende Gebiet ist in 43 Einzellagen untergliedert.


Auch im Ahrtal laden zahlreiche Gaststätten zum Verweilen ein. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Auch im Ahrtal laden zahlreiche Gaststätten zum Verweilen ein. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Das Ahrtal ist ein Rotweintal. Denn auf mehr als 85 Prozent der Fläche wachsen rote Sorten wie Blauer Spätburgunder, Blauer Portugieser, Blauer Frühburgunder oder Dornfelder heran. Bei den Weißweinen dominieren Riesling und Müller-Thurgau. Der Anteil weiterer weißer Sorten wie Kerner oder Ruländer beträgt weniger als ein Prozent der Anbaufläche.

Schweißtreibende Arbeit

Weinbau im Ahrtal ist nicht nur ergiebig, sondern auch schweißtreibend. Denn die zerklüftete, hügelige Landschaft ist mit Maschinen nicht immer zugänglich, so dass die Winzer oft nur manuell arbeiten können. Dennoch sind die Ahrweine für ihre Qualität weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Nicht nur das mediterrane Klima fördert den Wuchs der Trauben, auch die Beschaffenheit der Böden trägt ihren Teil bei. Während der Untergrund im unteren Ahrtal sehr lößhaltig ist, dominieren im mittleren Ahrtal Schieferböden und vulkanisches Gestein.

Wandern und Radfahren

Wer das Ahrtal besucht, bekommt dort vor allem eine reizvolle Landschaft geboten. Erkundet werden kann diese beispielsweise über den Ahr-Radwanderweg oder den Rotweinwanderweg, der von Altenahr nach Bad Bodendorf führt, und der alle Weinbauorte des Gebietes durchstreift. Ebenso lassen sich vom Ahrtal aus Ausflüge in Städte wie Köln, Bonn und Düsseldorf oder in die Eifel unternehmen.