Unsere Online-Magazine: bauen.com - fertighaus.com - gartennetz.de



Kaffee & Wein > Kaffee > Wissen
Die Veredelung der Kaffeebohne - Kaffeeröstereien haben eine lange Tradition

Überlieferungen zu Folge waren es arabische Kaffeeliebhaber aus der Stadt Mokka, die vor rund 300 Jahren das erste Röstverfahren für Kaffeebohnen entwickelten. Und noch heute ist der Name Mokka noch für viele Menschen ein Begriff in Verbindung mit dem Thema Kaffee. Im Laufe der Jahre wurden die Verfahren und die Gerätschaften zur Röstung von Kaffeebohnen immer weiter verfeinert.


Kaffee hat sich von einem Luxusgut zu einem Genussmittel für alle Bevölkerungsschichten entwickelt. (Foto: Kaffeeverband)
Kaffee hat sich von einem Luxusgut zu einem Genussmittel für alle Bevölkerungsschichten entwickelt. (Foto: Kaffeeverband)
Da Kaffee in Europa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Luxusgut war, erfolgte die Veredelung der Bohnen überwiegend in Privathaushalten, die sich dieses Vergnügen leisten konnten.

Neben Pfannen wurden zum Rösten auch trommel- oder kugelförmige Anlagen benutzt, die man heute sicher als Küchenmaschine oder –helfer bezeichnen würde. Von der Größe her glichen sie etwa einer Mikrowelle. Die nötige Wärme wurde mit Holz, Steinkohle oder Torf erzeugt.

Allerdings dauerte der Röstvorgang damals wesentlich länger als heute. Bis zu einer Stunde waren die Klein-Anlagen in Betrieb, ehe die Bohnen fertig waren für den Trinkgenuss.

Erste Großröstereien entstanden in Deutschland erst mit Beginn der Industriealisierung. Dank einer Beheizung mit Gas, dem Einsatz von Motoren und größeren Röstbehältern ging das Röstverfahren in diesen Großanlagen wesentlich effizienter und schneller von statten.

Parallel zu den verbesserten technischen Bedingungen und den größeren Röstmengen stieg im Laufe des 19. Jahrhunderts auch der Kaffeekonsum der Deutschen an. Das frühere Luxusgetränk war nun für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Heute kann die Röstung der Kaffeebohnen auf verschiedene Weise erfolgen. Die klassische Variante ist die Wärmeübertragung durch Kontakt. Hier werden die Bohnen in einem heißen Medium wie zum Beispiel einer Trommel oder der Röstpfanne erhitzt.

Bei der Konvektion wird der Röstprozess durch heiße Gase herbeigeführt. Erstmals angewandt wurde dieses Verfahren Mitte des 20. Jahrhunderts bei der Braunschweiger Firma Heimbs.

Auch das Rösten durch Bestrahlung ist inzwischen möglich. Genutzt werden dabei beispielsweise Mikrowellen oder Infrarot-Strahlen. Jedoch ist diese Methode noch nicht gänzlich ausgereift und findet entsprechend selten Anwendung.