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Küche, Keller und Kultur der WM-Nationen - Serie auf Kuechenwelt-Online.de, Teil 5: Gruppe E
Ghana
Geschichtlich galt Ghana immer als Musterland des schwarzen Kontinents, nachdem es als erstes schwarzafrikanisches Land 1957 die Unabhängigkeit erlangt hatte. Doch Korruption und die Dürrekatastrophe von 1983 drängten die Republik in Westafrika an den Rand des Ruins.
Mit Unterstützung des IWF und der Weltbank einer Strukturanpassung und der Freigabe von Handel und Währung geht es den fast 18 Millionen Ghanaer heute im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern recht gut. Angebaut werden hauptsächlich Hirse, Mais, Baumwolle, Erdnüsse, Sesam, Gemüse, Obst. Aus der Kolonialzeit existieren noch viele Monokulturen: Kakao, Zuckerrohr, Kaffee, Tee und Kautschuk. Noch heute ist Kakao Exportartikel Nummer eins. Die Ausfuhren konnte in den letzten Jahren ebenso gesteigert werden, wie die von Gold und Tropenhölzern.
Die offene Feuerstelle in der Küche
Eine typisch ghanaische Kücheneinrichtung besteht aus einer offenen Feuerstelle oder einem so genannten "Coalpot", einem Lehmofen und einem oder zwei großen Töpfen. Da es in Ghana kaum Fertiggerichte, Dosen oder Gefriergerichte gibt, geht man täglich auf den Markt zum Einkaufen oder auf das Feld zum Ernten. Es gibt keine geschriebenen Kochbücher und die Rezepte werden von Generation zu Generation von Mutter zu Tochter weiter gegeben. In Westafrika sind es nur die Frauen, die mit einem Stößel im Mörser die Hirse zu Mehl zermahlen. Von den Männern fehlt bei dieser Schwerarbeit jede Spur – die lassen sich erst beim Essen blicken.
Im Gegensatz zu europäischer Küche gibt es in der ghanaischen Küche nur einen Gang. Das nationale Leibgericht ist "Fufu" oder "Foufou". Es ist ein fester Brei aus Maniok, Kochbananen und/oder Yam-Wurzeln. Zur traditionellen Zubereitung werden Maniok und grüne Kochbananen im Verhältnis zwei zu eins in Stücke geschnitten, etwa eine viertel Stunde gekocht und in einem großen Mörser zerstampft oder mit dem Mixer püriert, bis eine zähe Masse entsteht. Anschließend wird der "Fufu" zu portionsgroßen Klößen geformt und mit einer würzigen Suppe oder Sauce serviert.
"Fufu" und heiße Rhythmen
Gegessen wird "Fufu", indem man mit den Fingern der rechten Hand mundgerechte Bällchen formt, in die Suppe tunkt und zum Mund führt. "Kenkey" ist auch sehr beliebt. Es wird aus gegorenem Mais hergestellt und in Bananenblättern eingewickelt gekocht. Kenkey wird mit frisch gemahlenem Pfeffer und gebratenem Fisch oder einer scharfen Soße gegessen.
Ohne Musik läuft in Ghana nichts. Traditionelle Trommel- und Tanzgruppen werden auch die Fans im Sommer nach Deutschland begleiten. Die charakteristische ghanaische Musikgattung ist der seit den vierziger Jahren populäre High Life. Eine Mischung von Pop und Funk mit überlieferten Rhythmen.
Wo treffen Sie die Fans:
Die ghanaische Nationalmannschaft wird im Maritim Hotel in Würzburg wohnen und im Stadion am Dallenberg trainieren.
Die Vorrundenspiele von Ghana:
Am Montag, 12.6. um 21 Uhr in Hannover gegen Italien
Am Samstag, 17.6. um 18 Uhr in Köln gegen Tschechien
Am Donnerstag, 22.6. um 16 Uhr in Nürnberg gegen die USA
Hier haben wir für Sie das Rezept von "Bohne mit Kochbanane" zusammengestellt. Klicken Sie hier, um zu dem Rezept zu gelangen.
Küche, Keller und Kultur der WM-Nationen - Serie auf Kuechenwelt-Online.de, Teil 5: Gruppe E
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Geschichtlich galt Ghana immer als Musterland des schwarzen Kontinents, nachdem es als erstes schwarzafrikanisches Land 1957 die Unabhängigkeit erlangt hatte. Doch Korruption und die Dürrekatastrophe von 1983 drängten die Republik in Westafrika an den Rand des Ruins.
Mit Unterstützung des IWF und der Weltbank einer Strukturanpassung und der Freigabe von Handel und Währung geht es den fast 18 Millionen Ghanaer heute im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern recht gut. Angebaut werden hauptsächlich Hirse, Mais, Baumwolle, Erdnüsse, Sesam, Gemüse, Obst. Aus der Kolonialzeit existieren noch viele Monokulturen: Kakao, Zuckerrohr, Kaffee, Tee und Kautschuk. Noch heute ist Kakao Exportartikel Nummer eins. Die Ausfuhren konnte in den letzten Jahren ebenso gesteigert werden, wie die von Gold und Tropenhölzern.
Die offene Feuerstelle in der Küche
Eine typisch ghanaische Kücheneinrichtung besteht aus einer offenen Feuerstelle oder einem so genannten "Coalpot", einem Lehmofen und einem oder zwei großen Töpfen. Da es in Ghana kaum Fertiggerichte, Dosen oder Gefriergerichte gibt, geht man täglich auf den Markt zum Einkaufen oder auf das Feld zum Ernten. Es gibt keine geschriebenen Kochbücher und die Rezepte werden von Generation zu Generation von Mutter zu Tochter weiter gegeben. In Westafrika sind es nur die Frauen, die mit einem Stößel im Mörser die Hirse zu Mehl zermahlen. Von den Männern fehlt bei dieser Schwerarbeit jede Spur – die lassen sich erst beim Essen blicken.
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"Fufu" und heiße Rhythmen
Gegessen wird "Fufu", indem man mit den Fingern der rechten Hand mundgerechte Bällchen formt, in die Suppe tunkt und zum Mund führt. "Kenkey" ist auch sehr beliebt. Es wird aus gegorenem Mais hergestellt und in Bananenblättern eingewickelt gekocht. Kenkey wird mit frisch gemahlenem Pfeffer und gebratenem Fisch oder einer scharfen Soße gegessen.
Ohne Musik läuft in Ghana nichts. Traditionelle Trommel- und Tanzgruppen werden auch die Fans im Sommer nach Deutschland begleiten. Die charakteristische ghanaische Musikgattung ist der seit den vierziger Jahren populäre High Life. Eine Mischung von Pop und Funk mit überlieferten Rhythmen.
Wo treffen Sie die Fans:
Die ghanaische Nationalmannschaft wird im Maritim Hotel in Würzburg wohnen und im Stadion am Dallenberg trainieren.
Die Vorrundenspiele von Ghana:
Am Montag, 12.6. um 21 Uhr in Hannover gegen Italien
Am Samstag, 17.6. um 18 Uhr in Köln gegen Tschechien
Am Donnerstag, 22.6. um 16 Uhr in Nürnberg gegen die USA
Hier haben wir für Sie das Rezept von "Bohne mit Kochbanane" zusammengestellt. Klicken Sie hier, um zu dem Rezept zu gelangen.
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