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Von der Blüte bis zur Ernte - Anbau und Verarbeitung der Kaffeebohnen

Auch wenn oft von der "Braunen Bohne" die Rede ist, die erntereifen Kaffeekirschen sind knallrot. (Foto: Kaffeeverband)Nach dem Ernten wird alles, was die Bohne umgibt, entfernt. Dafür praktiziert man das trockene (westindisches) oder das nasse (ostindische) Verfahren. Bei dem einfacheren und älteren Trockenverfahren breitet man die Kaffeekirschen unter freiem Himmel auf Be-tontennen aus und überlässt sie bei gelegentlichem Wenden zwei bis drei Wochen der Witterung. In speziellen Trocknungsräumen kann man diese Aufbereitung um drei bis vier Tage verkürzen. Dann ist das Fruchtfleisch völlig durchgetrocknet und kann in einer Schälmaschine zusammen mit den Silberhäutchen und den Hornschalen gelöst und entfernt werden.
Auf Trommelsieben werden die verunreinigten Bohnen separiert und nach Größen sortiert. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass mit der Ernte gewartet werden kann, bis alle Früchte am Strauch ausgereift sind. Sie können dann einfach - auf großen Plantagen auch maschinell - von den Zweigen abgestreift werden. In vielen Ländern ist diese Aufbereitung aber aus klimatischen Gründen nicht möglich. Dort dauert es zu lange, bis alle Kirschen reif sind. In diesen Gebieten findet die Ernte sukzessive statt. Die jeweils reifen Kirschen werden dann mit dem nassen Verfahren aufbereitet. Hierbei geht man den umgekehrten Weg - die unbrauchbaren Schichten um die Kaffeebohnen werden nicht geschrumpft, sondern durch Einweichen in Wasser über Nacht aufgequollen, damit sie dann in Walzenpulpern, den „Pulperos“, weggeraspelt werden können. Diese Methode geht schneller, aber die Bohnen sind danach noch nicht richtig sauber. Die klebrig anhaftenden Fruchtfleischreste müssen im Gärtank abfermentieren, danach werden die Bohnen gespült, getrocknet und manchmal noch poliert. Deshalb spricht man vom „gewaschenen Kaffee“
Quelle: Hans-Werner Mayer
Von der Blüte bis zur Ernte - Anbau und Verarbeitung der Kaffeebohnen
Auch wenn oft von der "Braunen Bohne" die Rede ist, die erntereifen Kaffeekirschen sind knallrot. (Foto: Kaffeeverband)
Auf Trommelsieben werden die verunreinigten Bohnen separiert und nach Größen sortiert. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass mit der Ernte gewartet werden kann, bis alle Früchte am Strauch ausgereift sind. Sie können dann einfach - auf großen Plantagen auch maschinell - von den Zweigen abgestreift werden. In vielen Ländern ist diese Aufbereitung aber aus klimatischen Gründen nicht möglich. Dort dauert es zu lange, bis alle Kirschen reif sind. In diesen Gebieten findet die Ernte sukzessive statt. Die jeweils reifen Kirschen werden dann mit dem nassen Verfahren aufbereitet. Hierbei geht man den umgekehrten Weg - die unbrauchbaren Schichten um die Kaffeebohnen werden nicht geschrumpft, sondern durch Einweichen in Wasser über Nacht aufgequollen, damit sie dann in Walzenpulpern, den „Pulperos“, weggeraspelt werden können. Diese Methode geht schneller, aber die Bohnen sind danach noch nicht richtig sauber. Die klebrig anhaftenden Fruchtfleischreste müssen im Gärtank abfermentieren, danach werden die Bohnen gespült, getrocknet und manchmal noch poliert. Deshalb spricht man vom „gewaschenen Kaffee“
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Quelle: Hans-Werner Mayer



