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Vom Volkskühlschrank zum coolen Helfer - Die Geschichte des Kühlschranks

Ein Blick in die Vergangenheit: So wurde in den 30er Jahren für Kühlschränke geworben. (Foto: Siemens)
Ein Blick in die Vergangenheit: So wurde in den 30er Jahren für Kühlschränke geworben. (Foto: Siemens)
Als wichtigster deutscher Kältetechniker gilt bis heute Carl Linde, der 1877 seine erste Maschine präsentierte. Er bediente sich damals bereits erprobter Bauteile anderer Kältegeräte wie Kondensator, Verdampfer, Pumpe oder Absorber und entwickelte diese so weiter, dass die Effizienz und Zuverlässigkeit bereits bestehender Geräte deutlich verbessert werden konnte.

Bis der Kühlschrank jedoch in die privaten Haushalte Deutschlands einzog, vergingen noch einige Jahre. Erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg kamen die ersten elektrischen Eiserzeuger auf den deutschen Markt.

Die Kältemaschinen, mit denen die neuen Frischhaltezentren ausgestattet waren, nahmen damals ein Viertel der Gesamtgröße des eigentlichen Kühlschranks ein. Noch in den zwanziger Jahren wurden Geräte mit Rauminhalten zwischen 100 und 280 Litern angeboten, die stolze 2,5 bis 3,5 Kilowattstunden und bis zu 900 Litern Kühlwasser täglich verbrauchten.

Erst in den dreißiger Jahren gelang es, Haushalts-Kühlschränke anzubieten, die moderate Betriebskosten hatten und deren Preis zumindest für wohl situierte Verbraucher erschwinglich war. Noch bis weit in die fünfziger Jahre rechnete man allerdings damit, dass sich der Betrieb von Kühlschränken hauptsächlich auf die wärmeren Jahreszeiten beschränken würde.

Der Volkskühlschrank

Die nationalsozialistische Regierung war der Ansicht, der Volkswirtschaft gingen vor allem durch den unachtsamen Umgang mit Nahrungsmitteln gewaltige Werte verloren. Deshalb sollte ein Volkskühlschrank entwickelt werden. Der Arbeitsausschuss zur Erstellung des Deutschen Volkskühlschranks, in dem zahlreiche Kühlgeräte-Hersteller mitwirkten, entwickelte mehrere Jahre lang Konstruktionsgrundlagen für langlebige, solide Kühlgeräte mit 90 und 75 Litern Nutzinhalt.

Noch 1941 plante man, rund 250.000 dieser Geräte auf den Markt zu bringen. Der angedachte Preis lag damals zwischen 50 und 60 Reichsmark. Der Krieg setzte dieser Zielsetzung jedoch ein jähes Ende. Bis dato entstanden nur einige Prüfmodelle.
 
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Quelle: AMK
Weblink: www.amk.de