A.(O.)C.
(Appellation (d’Origine) Contrôlée). Französische und Schweizer Ursprungsbezeichnung. Genau festgelegt sind u.a. Gebiet, rebsorte, Anbau- und Ertragsmenge.


Abbeeren
Die Trennung von Beeren und Stielen. Das Verfahren wird hauptsächlich bei Rotweinen angewandt, es hat aber den Nachteil dass sich die Beeren nicht mehr so gut keltern lassen, da die Stiele den Abfluss begünstigen. Unreife Beeren und unreifes Sielholz hinterlassen beim Wein einen harten Ton. Außerdem kann der Gerbstoffgehalt zu hoch sein.


abfallen
Der Wein ist kurz im Abgang.


Abgang
Nachgeschmack, den der Wein nach dem Schlucken hinterlässt. Ein schöner, nachhaltiger Abgang ist ein besonderes Gütemerkmal für den Wein.


abgebaut
Der Wein hat seinen Höhepunkt bereits überschritten, beginnt zu altern, oder er hat Säure abgebaut.


Abouriou Noir
Eine Rotweinrebe von der Côtes-du-Marmadais.


Abstich
Trennung des jungen Weines vom Bodensatz im Fass, dem Trüb (auch Ablassen oder Abziehen genannt). Durch Umpumpen in ein anderes Fass wird der Wein von den Hefen (beim Weißwein) bzw. von den Schalen (beim Rotwein auch „von der Maische abziehen genannt) getrennt. Aus dem verbleibenden Trüb wird Hefebrand hergestellt oder er wird als organischer Dünger wieder in den Weinberg zurückgebracht.


Abstoppen
Eine Gärunterbrechung mit Hilfe von Schwefel, wobei die Hefen abgetötet werden. Man kann auch mit Hilfe von Filtern und/oder Kurzzeiterhitzung die Gärung unterbrechen. Bei aufgespriteten Weinen passiert das durch die Zugabe von Alkohol, wobei der Alkohol die Bakterien tötet.


Adstringierend
Ein herber Geschmack der durch die Bitter- und Gerbstoffe beim Rotwein hervorgerufen wird. Sollte bei längerer Lagerung zurückgehen oder verschwinden.


Aglianico
Süditalienische Rebsorte für Weißweine. Die Rebe ist griechischen Ursprungs.


Ahr
Gilt als Deutsches Rotweinparadies. Hauptsächliche Rebsorten: Portugieser, Spätburgunder, Riesling und Müller-Thurgau. Rotweine von der Ahr sind im Geschmack fein, samtig, gehaltvoll und elegant


Airén
Spanische Weißweinrebe. Es ist die in Spanien am meisten verbreitete Weißweinsorte und liefert durchschnittliche Weine, früher meist schwer und alkoholreich. Heute frischer, fruchtiger und insgesamt ansprechender.


Aktivkohle
Mittel zur Beseitigung nicht erwünschter Stoffe im Most oder Wein. Muss nach spätestens einer Woche wieder entfernt werden, weil sich die gebundenen Stoffe sonst wieder lösen.


Albalonga
Deutsche Weißwein-Neuzüchtung aus Rieslaner und Sylvaner. Aromen von Quitte, Grapefruit und kandierten Früchten. In Amerika dank einer sehr guten Bewertung vom Weinkritiker Robert M. Parker für eine Trockenbeerenauslese ein Begriff. Die Rebe bringt nur geringe Erträge, neigt früh zur Edelfäule und ist säurereichreich.


Albana
Italienische Rebe aus der Romagna, liefert trockene und halbtrockene Weiße, sowie Perlweine.


Albanello
Süßer oder trockener Weißwein aus Sizilien aus der Provinz Syrakus.


Albillo
Eine relativ neutrale Weißweinrebe aus Avila, Galicien und Madrid mit hohem Glyceringehalt.


Aleatico
Zur Muskateller Familie gehörende rote Rebe mit alkoholreichen, meist süßen Weinen.


Aligoté
Die zweite, säurereiche Rebsorte für Weißweine im Burgund, muss jung getrunken werden. Auch in Osteuropa verbreitet.


Alkohol
entsteht während der Gärung durch Umwandlung des Zuckers im Most. Bei der Gärung spaltet die Hefe den im Most enthaltenen Zucker in Äthylalkohol und Kohlendioxid.


Alkoholgehalt
Der Alkoholgehalt wird entweder in Volumenprozent (Vol.-%), in Grad (°) oder in Gramm pro Liter (g/l) angegeben. Acht Gramm pro Liter entsprechen einem Volumenprozent oder einem Grad. Der natürliche Alkoholgehalt eines Weines ist zwar kein absolut gültiger Maßstab für die Qualität, aber doch ein sehr maßgeblicher Faktor, nämlich Ausdruck der Traubenreife. Zu niedriger Alkoholgehalt kann Weine flach und ausdruckslos erscheinen lassen. Zu hohen Alkoholgehalt empfindet man als aufdringlich. Den geringsten Alkoholgehalt haben Weine aus nördlichen Anbaugebieten. Deutscher Tafelwein muss dem Gesetz nach über 8,5 Volumenprozent, Qualitätswein über neun Volumenprozent Alkohol aufweisen. In engen Grenzen darf ein durch natürliche Umstände zu niedriger Alkoholgehalt erhöht werden. Dieser muss in Volumenprozent (% Vol.) auf dem Etikett der Weinflasche angegeben werden.


Alsace
Siehe unter Elsass


Altersbukett
Lange gelagerte und gereifte Weine entwickeln einen angenehmen Altersgeschmack. Bei hochwertigen Weinen gilt das Alterbukett (die Firne) als Qualitätssteigerung.


Altesse
Weißweinrebe aus Savoyen, die ursprünglich aus Zypern stammt und auch unter dem Namen »Rousette« bekannt ist. Als Weißwein eine Alternative zum Sancerre.


Ampelographie
Rebenkunde


Amtliche Prüfungsnummer
Jeder deutsche Qualitäts- und Prädikatswein muss als Beleg für die bestandene amtliche Prüfung eine Prüfungsnummer tragen. Die mehrstellige Zahl (z.B. 6 33 050 020 099) setzt sich aus folgenden Angaben zusammen: 6: Prüfstelle, 33: Ort des Erzeugers, 050


André
Diese Rebsorte entstammt wie der Blaue Zweigelt einer Kreuzung zwischen Blaufränkisch und St. Laurent. „Erschaffen“ wurde der André von einem Ingenieur namens Horak. Von seinen Eigenschaften ähnelt dieser Wein dem St. Laurent.


Anreicherung
(>


Aroma
Gesamtheit der Geschmacks- und Dufteindrücke eines Weines. Der Ausdruck Bukett gilt nur für den Geruch. Von aromatischen Weinen spricht man, wenn sie eine stark betonte Fruchtnote aufweisen.


Aromastoffe
Die etwa 600 im Wein enthaltenen, noch immer nicht vollständig analysierten Geschmacksstoffe, die sich überwiegend erst während der Gärung entwickeln. Obwohl sie nur einen Anteil von ungefähr 0,02 Prozent am Wein besitzen, beeinflussen sie die geschmacklichen Eigenschaften des Weins ganz entscheidend und machen den Wein zu einem einzigartigen Getränk.


Assemblage
Mischen gleichen Weins aus verschiedenen Fässern unterschiedlicher, aber zueinander passender Weinpartien oder verschiedener Rebsorten zu einem einheitlichen Wein.


Äthylalkohol
(Äthanol). Alkohol in hochwertiger Form im Wein.


Ausbau
Reifung des Weins in Holzfässern, Edelstahltanks oder anderen Behältnissen für die bessere Trinkreife.


Ausdünnen
(grüne Ernte) Vorzeitiges Herausschneiden von Trauben zur Verringerung des Traubenbehangs. Die noch unreifen Trauben werden auf den Boden fallengelassen. Damit wird die Qualität des aus den restlichen Trauben gewonnenen Mostes gesteigert.


ausgebaut
Der Wein ist vollkommen entwickelt und trinkreif.


ausgeglichen
Nennt man einen harmonischen Wein.


Auslese
Prädikatsweinstufe in Deutschland und Österreich, die von der Prüfbehörde einem Qualitätswein auf Antrag verliehen wird, wenn er bestimmten gesetzlichen Anforderungen genügt. Die Auslese steht über dem Kabinett und der Spätlese. Ausleseweine bestechen durch ihre Reife und die Fülle des Buketts. Für sie dürfen nur gesunde, vollreife, oft edelfaule, Weintrauben verwendet werden. Das Mindestmostgewicht beträgt 85 bis 105° Öchsle.


Ausstich
Selektion des besten Fasses im Keller durch den Kellermeister.


Australien
Der älteste, trockenste und heißeste Kontinent dieser Erde, ist eines der jüngsten Weinländer. Die Verbreitung der Rebe in Australien ging mit den Besiedelungen entlang der Küste einher und führte, von New South Wales ausgehend, über Victoria und Südaustralien schließlich auch nach Westaustralien. Durch Einwanderer aus beinahe allen europäischen Ländern und dem Verdienst einiger Weinbaupioniere ist Australien heute in der glücklichen Lage, mit einer sehr großen Sortenvielfalt und mannigfaltigen Weinpalette aufwarten zu können. Viele bedeutende Rebsorten der Welt sind vertreten und werden in Qualitäten angeboten, die den internationalen Vergleich keineswegs zu scheuen brauchen. Insgesamt beträgt der Anteil der Weißweinsorten 68 Prozent und jener der Rotweinsorten 32 Prozent. Die Rotweine sind meist sehr körperreich und relativ wenig gerbstoffhältig. Beim Weißwein ist der Chardonnay, oft in Barriques ausgebaut, am erfolgreichsten. Er liegt bei internationalen Vergleichen oft im Spitzenfeld.


Bacchus
Dieser Wein ist nach dem römischen Gott des Weinbaus benannt. Zu seinen göttlichen Eigenschaften zählt, dass sein Aroma an Muskat sowie rote Johannisbeeren erinnert. Die Weine sind sehr fruchtig mit einem mittleren bis kräftigen Körper.
Eine Neuzüchtung aus Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau. Die Rebe ist ertragreich und in der Qualität durchschnittlich.


Baden
Deutsches Anbaugebiet mit warmen und sonnigem Klima, deshalb sind badische Weine oft alkoholreicher und weniger Säure betont als die meisten deutschen Weine. Baden ist in sieben Bereich aufgeteilt: Badisches Frankenland, Badische Bergstraße/Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl-Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee. Die Rebfläche beträgt circa 13000 Hektar.


Balthasar
Weinflasche mit 12 Liter Inhalt.


Barbera
Verbreitete Traube für Rotwein aus dem Piemont. Man unterscheidet Barbera d’Asti (fruchtiger) und Barbera d’Alba (kraftvoller).


Barolo
Der berühmteste Wein aus dem Piemont.


Barrique
Ursprünglich nur ein französisches Weinmaß aus dem Bordeaux für 225 Liter. Diese kleinen Eichenholzfässer werden inzwischen auf der ganzen Welt eingesetzt


Beaume de Venise
Bekannter süßer französischer Dessertwein aus der Muskatrebe.


Beerenauslese
Seltene Prädikatsweine aus Deutschland und Österreich, die aus überreifen, oft edelfaulen Beeren gekeltert werden. Sie zeichnen sich durch reife Süße, Würze sowie Fülle aus und zeigen das unverkennbare Aroma der Edelfäule. Das Mindestmostgewicht beträgt 110° Öchsle. Die meist bernsteinfarbenen Weine sind 100 Jahre und länger haltbar. Auf Weinversteigerungen bringen gute Beerenauslesen Preise von 1000 € bis über 5000 € pro Flasche. Schon die Lohnkosten bedingen einen hohen Preis, da selektiv gelesen werden muss. Vollreifes Lesegut und günstiges Herbstwetter (warm und feucht) sind Voraussetzungen für die Gewinnung von Beerenauslesen. Sie sollten zum Dessert oder noch besser nach Tisch in kleinen Mengen genossen werden.


Bentonit
(Geisenheimer Erde). Dem Kaolin ähnliches Mineral, das zur Klärung des Weines verwendet wird. Wärmeunbeständige Weine können bei Temperaturerhöhungen auf der Flasche durch Ausscheidung von Eiweißstoffen trüb werden. Bentonit absorbiert das Eiweiß, sinkt zu Boden und wird durch den Schönungsabstich aus dem Wein entfernt.


Bereich
Begriff des deutschen Weingesetzes. Bezeichnet die Zusammenfassung mehrerer Lagen in nahe beieinander liegenden Gemeinden desselben Anbaugebietes, aus deren Erträgen Weine gleichaltriger Geschmacksrichtungen hergestellt werden.


Besenwirtschaft
Buschschenke, Straußenwirtschaft


Biowein
Volkstümlicher Ausdruck für Weine, die mit minimalem Einsatz an chemischen Spritz- und Düngemitteln erzeugt worden sind. Zwar lassen sich im Labor keine signifikanten Unterschiede im Schadstoffgehalt von ordnungsgemäß konventionell erzeugtem Wein und Biowein feststellen, zweifellos wird aber mit den Methoden des ökologischen Weinbaus die Umweltbelastung verringert. Nach mittlerweile jahrzehntelangen Erfahrungen sind heute vielfach gute, charaktervolle Bioweine im Angebot. Sicherheit im Einkauf konsequent ökologisch erzeugter Weine bieten die Verbandssiegel der Öko-Anbauverbände, wie ECO VIN (Zeichen des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau BÖW), Bioland, Naturland.


Blanc de Blancs
Nur aus weißen Trauben (Chardonnay) erzeugter Wein Champagner oder Sekt.


Blanc de Noir
Ausschließlich aus roten Trauben gekelterter Wein, Champagner oder Sekt. Dies ist dann möglich wenn man den Most direkt nach der Ernte wie Weißwein sofort presst und nicht mit den Traubenhäuten und Kernen gären lässt.


blank
Wein, der keinerlei Trübstoffe mehr enthält. Bei stilvollen Weinproben wird die Blankheit vor einer brennenden Kerze geprüft. Besteht er diese Probe, so darf er sich blitzblank nennen.


Blauer Lemberger
Diese Rebsorte kam aus Österreich nach Deutschland. Der Blaue Lemberger ist auch unter dem Namen Blaufränkisch bekannt. Die Rotweine dieser Sorte sind leicht wie Portugieser, haben aber zugleich auch einen Burgunderton. Insgesamt sind Blaue Lemberger frische und rassige Weine, die sehr gut für eine lange Lagerung geeignet sind. Allerdings stellen sie beim Anbau hohe Ansprüche an Lage und Klima.


Blauer Portugieser
Wie der Name schon ausdrückt, gelangte diese rote Traube von Spanien oder Portugal nach Mitteleuropa. Diese Rebsorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie an die Beschaffenheit des Bodens und der Lage nur wenig Ansprüche stellt und somit in vielen Gebieten – auch mit unterschiedlichen Beschaffenheiten – angebaut werden kann. Der aus der Sorte Blauer Portugieser gewonnene Wein ist leicht und aufgrund seiner Säure frisch.


Blauer Spätburgunder
Die Rebsorte Spätburgunder zählt weltweit zu den ältesten, die für den Weinbau verwendet werden. Zugleich stehen die Rotweine, die aus diesen Trauben gewonnen werden auf einer sehr hohen Qualitätsstufe. Sie überzeugen Weinkenner durch ihren vollmundigen, fruchtigen und samtigen Charakter, der zugleich ein feines Bittermandel-Aroma beinhaltet. Erfolgt der Ausbau im Barrique, so überwiegen Holz- und Vanilletöne. Auf den Spätburgunder, der hohe Ansprüche an Klima und Boden stellt, gehen zahlreiche weitere Rebsorten wie zum Beispiel Weißburgunder, Ruländer oder Chardonnay zurück. In Frankreich, seinem Ursprungsland, trägt der Spätburgunder die Bezeichnung Pinot noir.


Blauer Zweigelt
Diese Rebsorte entstammt einer Kreuzung zwischen St. Laurent und Blaufränkisch, die von dem Züchter Fritz Zweigelt herbeigeführt wurde. Der Wein ist körperreich, mild und erinnert von seinem Geschmack an Burgunderweine.


Blindprobe
Weinprobe, bei der die Herkunft des Weines nicht zu erkennen sein darf. Entweder löst man die Etiketten ab, oder man hüllt die Flaschen in Papier oder ein Tuch ein. Originalkorken der aufgezogenen Flaschen werden gegen neutrale Spitzkorken ausgetauscht.


Blume
(Bukett) Fachbegriff für den Duft des Weines. Der Geruch des Weins ist ein wichtiges Kriterium bei der Qualitätsbeurteilung. Das Bukett des ausgebauten Weines ist nach Rebsorte und Jahrgang sehr verschieden.


Böckser
Ein Gärfehler, der dem Jungwein einen unangenehmen, im Extremfall an faule Eier erinnernden Geruch und Geschmack verleiht. Durch Lüften und Filtrieren kann dieser Weinfehler wieder behoben werden.


Boden
Eine der wichtigsten Faktoren für die Qualität der Weine. Der Boden regelt teilweise den Stoffwechsel und die richtige Ernährung der Rebe. Allerdings sind nur recht wenige Böden für Spitzenweine geeignet. Eine alte Winzerregel besagt, dass nur auf Böden auf denen nichts anderes vernünftig wachsen kann, für gute Weine geeignet sind. Felsige und sandige Böden sind für den Weinbau wie geschaffen.


Bonarda
Traube aus den Novara-Bergen im Nord-Piemont. Dort gibt es den leichten, angenehmen Alltagsrotweinwein reinsortig oder als Verschnitt für andere Weine. Wird auch in der Lombardei angebaut und heißt dort Croatina.


Bontemps
Im Bordeaux gebräuchliche Schöpfkelle aus Holz.


Botrytis cinerea
Pflanzenparasit, der auf befallenen Pflanzenteilen einen mausgrauen Belag bildet. Als Edelfäule ist er dem Winzer sehr willkommen, kann jedoch im Weinbau auch große wirtschaftliche Schäden verursachen. Auf unreifen Traubenbeeren ruft er die gefürchtete Roh- oder Sauerfäule hervor. Befällt er die Traubenstiele, sterben diese ab, und die Trauben fallen schon vor der Reife vom Stock ab. Positiv wirkt sich ein Botrytisbefall nur aus, wenn er sich bei trocken-warmem Herbstwetter auf voll ausgereiften Beeren mit optimalem Zuckergehalt entwickelt. Der Schimmelpilz macht dann die Beerenhaut vollreifer Trauben durchlässig, breitet sich aus und verbraucht verhältnismäßig wenig Zucker, wohl aber Säure. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis zugunsten des Zuckers. Infolge Wasserverdunstung durch die morsche Hülle tritt eine erhebliche Konzentration des Saftes ein. So entsteht die zur Gewinnung von Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen erforderliche Edelfäule.


Bourboulenc
Eine Weißwein-Rebe aus dem Midi, Provence, Rhône.


BÖW
Abkürzung für Bundesverband Ökologischer Weinbau. Siehe <


Brancellao
Sehr seltene, hochwertige Rotwein-Traubensorte aus Galicien.


Brandig
Der Alkohol tritt im Geschmack stark hervor


Bremser
Mundartlich für den trüben, gärenden Traubenmost als Vorstufe des Federweißen. Er schmeckt süß, ist durch seine Vitamine sehr gesund und zudem Blut reinigend.


Brunello di Montalcino
Ein bemerkenswerter Rotwein aus der Toskana. Der Wein wird aus der Sangioveserebe hergestellt.


Brut
französisch für trocken. Brut Champagner darf 15 Gramm Restzucker pro Liter haben.


Bukett
(Bouquet) Gesamtheit der Geruchseindrücke und die Fülle der Aromastoffe eines Weins, die man bei der Verkostung wahrnimmt. (Aromastrauß). Je nach dem Grad der Duftstoffentwicklung spricht man von feinfruchtig-blumigen, bukettreichen, parfümierten oder sogar aufdringlichen Weinen. Das Bukett wird in hohem Maße von der Rebsorte geprägt (Sortenbukett), aber auch vom Reifegrad der Trauben bei der Lese. Das zeigt sich besonders deutlich beim Riesling, der unreif geerntet nur wenig Bukett erkennen lässt, während vollreife Rieslingtrauben dem späteren Wein eine Fülle von feinsten Bukettstoffen verleihen. Die Aromastoffe sind besonders lagerempfindlich, da sie leicht oxydieren


Bütt
In die Bütt kippte der Buttenträger aus der Butte, über eine hölzerne Stehleiter steigend, die Trauben ab. Die „Narrenbütt“ der Fassnacht hat hier ihren Ursprung.


Butte
Hohes trichterförmiges Gefäß von etwa 30 Litern Inhalt, das bei der Weinlese vom Buttenträger auf dem Rücken getragen wird, um die Trauben der Leser in den Rebzeilen zu sammeln und zur Bütt (Maischewagen) zu transportieren. Man rechnet jeweils auf sechs bis neun Leser einen Buttenträger, je nach Neigung des Weinberges.


Cabernet
Eine der französischen Rebsorten die für die Qualität der großen Bordeauxweine verantwortlich ist. Wird auch an der Loire und in Galicien und Kastillien angebaut.


Cabernet Franc
"Würzige und Frucht betonte Sorte mit charakteristischem Kräuter-Bukett


Cabernet Sauvignon
Die wohl beste französische Rotweinrebe. Sie ist für die Qualität der großen Bordeauxweine verantwortlich. Wird aber selten allein gekeltert. Durch ihre besonders gute Anpassungsfähigkeit an diverse Klimate und Böden und durch ihre geringe Anfälligkeit gegenüber Krankheiten wird sie in vielen Weinländern angebaut und ist vor allem in Chile, Kalifornien und Südafrika aber sehr beliebt. Die Trauben weisen sehr hohe Reife und einen hohen Säurespiegel auf. Sie werden fast ausschließlich in Eiche ausgebaut.


Cahors
Langsam reifender, körperreicher Rotwein aus einem kleinen Anbaugebiet nördlich von Toulouse. Im 16.Jahrhundert berühmter als der Bordeaux. Der langlebige Cahors gilt als dunkelster Wein Frankreichs.


Calagraño
Fast ausgestorbene, sehr alte Traubensorte für Rioja-Rotweine.


Calbrese
(Nero d`Avola) Hochgeschätzte sizilianische Rotweinrebsorte


Camarese
Rotweinrebe an der Rhone für Côtes du Rhone und für Côtes-du-Ventoux.


Canaiolo Nero
Eine der wichtigsten roten Traubensorten neben dem Sangiovese für den Chianti.


Cannonau
Sizilianische Haupttraube für trockene und süße Rotweine. Rund um den Etna, jedoch kaum im Export zu finden.


Carignan
Wird häufig in der Provence, an der Rhone und im Midi angebaut, bringt wenig Ertrag aber kräftige Rotweine. Er wird gerne zum Verschneiden benutzt.


Cariñena
Eine Rotweinrebe die dunkle, volle Weine liefert. Die Hauptregion für den Anbau ist Katalonien.


Cava
(von span. für Keller) ist der bekannteste Qualitätsschaumwein Spaniens. Für ihn gelten vergleichbare Anforderungen wie für den Champagner aus Frankreich. Er wird nach dem Flaschengärverfahren aus den weißen Rebsorten > Macabeo, > Parellada, aber auch aus Chardonnay-Trauben hergestellt. Er stammt aus der Weinbauregion Penedès südlich von Barcelona.


Cave
Keller oder Lagerraum für Wein und oft auch Verkaufs- und Dégustationsraum


Cayetana
(Cazagal) Weißwein aus Spanien der große Erträge bringt.


Chablis
Bekannter trockener Weißwein aus Burgund. Wird nach „Chablis Grand Cru“, „Chablis Premier Cru“, „Chablis“ und „Petit Chablis“ klassifiziert


Chai
französische Bezeichnung für ebenerdige Fasskeller in Bordeaux.


Champagne
Anbaugebiet in Frankreich. Champagner darf nur aus der „Appellation Contrôlée Champagne“ stammen. Das Flaschengärverfahren ist Vorschrift.


Champagnermethode
(méthode champenoise) Geschützte Bezeichnung für die Flaschengärung beim Champagner. Andere Schaumweine müssen dafür nach EU-Recht die Bezeichnung „méthode traditionelle“ oder „méthode classique“ verwenden.


Chaptalisation
(< Anreichern). Französischer Ausdruck für Anreichern des Mostes mit Zucker.


Charakter
Bestimmte Art eines Weines, abhängig von Sorte, Lage, Klima und Ausbau. Man unterscheidet z.B. körperreich oder leicht, feingliedrig oder plump.


Chardonnay
Edelrebsorte aus dem Burgund und der Champagne, aus der Weine von großer Qualität erzeugt werden und Champagner gewonnen wird. Chardonnay wird mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut. Bringt in Australien und Kalifornien, in Spanien, im Piemont, und Friaul sehr gute Ergebnisse. Der Chardonnay wird oft im Holzfass ausgebaut.


Charmat-Methode
Herstellung von Schaumwein in großen Druckbehältern aus Edelstahl, in denen der Wein statt in der Flasche vergoren wird.


Chateau
"Weingut (meist in Frankreich)


Chateauneuf-du-Pape
Vielleicht das berühmteste Anbaugebiet an der Rhône mit etwa 3.100 Hektar und etwa 100.000 Hektoliter Wein. Davon sind nur zwei Prozent Weißwein. Es dürfen traditionell 13 Rebsorten verwandt werden, aber fast immerwerden nur Grenache, Syrah, Mouvèdre und Cinsault verwandt. Trotz der großen Produktion wird viel aus anderen Gebieten unter dem gleichen Namen in den Handel gebracht.


Chenin Blanc
Eine an der Loire, aber auch in Kalifornien und Südafrika (Steen) verbreitete Rebsorte. Die Rebe ist ertragreich dann aber recht ausdruckslos. Wenn aber der Ertrag durch richtigen Anschnitt begrenzt wird, kann er sehr rassigen, edlen und sehr haltbaren Wein ergeben.


Chianti
Hat in Italien nie die übertriebene Wertschätzung genossen wie z.B. in den USA oder nördliche der Alpen. Die Hauptrebsorte ist der Sangiovese der bis zu 90 Prozent in dem Wein enthalten ist. Der Chianti darf nur im Anbaugebiet oder in einem Umkreis von zehn Kilometer außerhalb der Region ausgebaut werden, wenn die Kellerei einem Chiantiwinzer gehört die ausschließlich Trauben aus dem Chianti verarbeitet. Besonders der „Chianti classico“ der aus einer genau begrenzten Region zwischen Florenz und Siena wächst erfreut sich auch bei Kennern wachsender Beliebtheit. Er darf erst ab dem Erntejahr folgendem 1. Oktober vermarktet werden. „Riservas“ müssen 24 Monate im Holzfass und drei Monate auf der Flasche reifen.


Chile
Schon um das Jahr 1550 wurde in Chile Wein angebaut als die spanischen Eroberer hier die ersten Reben pflanzten. Später waren katholischen Mönche für die Kultivierung und Entwicklung des Weinbaus verantwortlich. Der chilenische Weinbau hat heute einen Qualitätsstandard erreicht, der in der Fachwelt als der höchste in Südamerika gilt. In den Weingärten zwischen den Anden und dem Pazifik herrschen ideale Bedingungen für die Produktion von Spitzenweinen. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es in Chile eine Rotweinsorte namens „Pais“, die aus Spanien gebracht wurde. Noch heute dominiert diese Sorte mengenmäßig in der Weinproduktion. Es gibt in Chile keine einheitliche Appellation im Sinne der europäischen Vorbilder. Die unterste Stufe ist „Vino familar“. Die etwas kräftigeren „Vino Reservado“sind im Gegensatz zum Vino familiar gefiltert und etwa ein bis zwei Jahre alt. Bei den „Gran vino“ handelt es sich um meist recht gute, zwei bis drei Jahre alte Qualitätsweine. Die „Especialidades de las vinas de marca“weisen die höchste Qualität auf und sie sind einige Jahre gereift.


Claret
die in England gebräuchliche traditionelle Bezeichnung für Bordeauxweine.


Clos
Weinberg oder Rebhang, der mit einer geschlossenen Mauer ganz umgeben ist.


Crémant
Bezeichnung für Qualitätsschaumweine außerhalb der Champagne, wie z.B. Crémant de Bourgogne. Die Flaschengärung ist Vorschrift.


Crianza
"(wörtlich „Erziehung“) Ein Wein aus Spanien, der eine bestimmte Zeit gelagert werden muss, bevor er verkauft werden darf


Cuvée
Französische Bezeichnung für > Verschnitt verschiedener Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen. Um gleich bleibende Qualität über längere Zeiträume anbieten zu können, werden größere Mengen verschiedener Grundweine zur Cuvée verschnitten.


D.O.
(Denominación de Origen) kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine in Spanien. Vergleichbar mit der französischen

D.O.C.
(Denominazione di Origine Controllata). Kontrollierte Ursprungsbezeichnung für über 350 Appellationen Italiens (ähnlich der französischen A.O.C)


D.O.C.G.
(Denominazione di Origine Controllata e Garantita). Höchste italienische Kategorie für inzwischen 24 Weine.


D.O.Ca.
(Denominación de Origien Calificada) Höchste spanische Klassifizierung, bisher nur für Rioja und Priorato.


Dao
Guter portugiesischer Rotwein, der rund um die Stadt Viseu angebaut wird.


Deckrotwein
Bezeichnung für Rotweine die sehr hellen anderen Rotweinen beigegeben werden, um deren Farbe kräftiger zu machen.


Degorgieren
Endstadium der Champagnerherstellung bei dem die Hefen vom Wein getrennt werden und der entstandene Verlust durch eine Dosage (Mischung aus Most, Wein, Zucker) aufgefüllt wird. Dies ist möglich, weil sich die Hefen bei den im Laufe von Monaten langsam auf den Kopf gestellten Flaschen alle am Korken befinden.


Degustation
Weinprobe


Dekantieren
Das vorsichtige Umgießen von Rotweinen um sie atmen zu lassen, damit sie weicher schmecken und um das Depot (Ablagerungen im Wein) vom Wein zu trennen. Man füllt daher den Wein vorsichtig von der Flasche in ein anderes Gefäß (Krug oder Karaffe) um. Das Umgießen in den „Dekanter“ sollte etwa zwei Stunden vor dem Servieren erfolgen. Das Dekantierkörbchen, in dem die Flasche schräg liegt, verwendet man zum Servieren von nicht dekantierten Weinen, die ein Depot aufweisen. Bisweilen werden besonders wertvolle Rotweine auch dann dekantiert, wenn sie kein Depot aufweisen, weil sich durch den Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft das Bukett besser entfaltet.


demi-sec
halbtrocken, entspricht bei Champagner süß


Depot
"(Bodensatz oder Niederschlag) Feste Bestandteile, die sich während der Lagerung in der Weinflasche absetzen


Dessertwein
Sammelbezeichnung für alle süßen Weine, auch wenn sie nicht nur zum Dessert getrunken werden.


Deutscher Tafelwein
Nach dem deutschen Weingesetz ein Wein der geringsten Güteklasse. Hierzu zählt auch der deutsche Landwein. Er muss Mindestanforderungen in Bezug auf Alkohol- und Gesamtsäuregehaltes entsprechen. Anreicherung ist gestattet.


Deutsches Weinsiegel
Dieses Gütezeichen für gehobene Weine wird von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) verliehen. Das Deutsche Weinsiegel hat die Kennfarben rot/schwarz für liebliche und süße Weine, grün/schwarz für halbtrockene Weine und gelb/schwarz für trockene Weine.


Deutschland
Deutschland hat zwar eine jahrtausende alte Weinbautradition die auf die Römerzeit zurückgeht, trotzdem ist Wein trinken als normale Alltagstradition auf die Weinbauregionen im Südwesten des Landes beschränkt. Obwohl nur knapp 25 Liter Wein pro Kopf der Bevölkerung getrunken werden, entfällt 50 Prozent davon auf ausländische Weine. Damit ist Deutschland der größte Weinimporteur der Welt. 82 Prozent der angepflanzten Reben sind für die Weißwein-, 18 Prozent für die Rotweinerzeugung bestimmt In Deutschland stehen auch heute noch die rebsortenreinen Weine im Vordergrund. Verschnitte mit anderen Rebsorten — in anderen Ländern, auch für absolute Spitzenweine üblich — sind in Deutschland für viele Weintrinker noch verpönt oder auch nur ungewohnt. Allerdings setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass ein guter Erzeuger das allerwichtigste bei der Weinherstellung ist. Manche älteren Weintrinker lieben aber immer noch die Lagennamen. Sie sind aber immer nur im Zusammenspiel mit dem Winzer und der Rebsorte zu bewerten. Ein guter Winzer wird jedes Jahr so ansprechende Weine produzieren wie das Wetter in Deutschland das zulässt. Aber ein unmotivierter Winzer wird auch mit eigentlich geeigneten Rebsorten im allerbesten Weinberg keinen Spitzenwein hervorbringen.


Dezaley
Guter trockener Weißwein aus der Schweiz, obwohl er aus der andernorts nur mittlere Qualitäten bringenden Chasselasrebe (Gutedel) stammt.


Dezent
So bezeichnet man feine, zarte Weine


Diabetikerwein
Trockener Wein mit maximal vier Gramm Restzucker pro Liter.


Dionysos
"Griechischer Name für Bacchus den Gott des Weins, der Ekstase und Fruchtbarkeit


DOC(G)
(Denominatione di Origine Controlata (e Garantita)) Kontrollierter Anbau und Herkunftsbezeichnung (mit Garantie)


Dolcetto
Rotweinrebe die aus dem Piemont stammt und recht trocken ausfällt. Aus Alba stammend erreichen sie bei manchen Winzern eine ungewöhnlich Kraft und Tiefe.


Dole
Schweizer Rotwein aus dem Wallis. Wird aus Pinot Noir und etwas Gamay produziert.


Dom Perignon
Mönch der vor etwa 300 Jahren in der Champagne den Champagner bzw. die entsprechende Methode erfunden haben soll. Heute ein sehr bekannter und teurer Champagner aus dem Hause Moët & Chandon.


Domaine
(dt. Domäne). In der Bourgogne oder der Provence gebräuchliche Bezeichnung für Weingut. In Deutschland ein landwirtschaftlicher Betrieb in Staatsbesitz.


Domänenabzug
Ein Wein, der original in der < Domäne abgefüllt wird.


Dominus
Kalifornischer Wein aus dem Napa Valley mit 75 Prozent Cabernet Sauvignon und 25 Prozent Merlot und Cabernet Anteil. Eine der bekanntesten Weine Amerikas, langsam reifend und komplex.


Dornfelder
Diese inzwischen in Deutschland weit verbreitete und beliebte Rotweinsorte verdankt ihren Namen einem Herrn Dornfelder, der im 20. Jahrhundert eine Weinschule in Württemberg mitgründete. Dornfelder geht auf eine Kreuzung zwischen Helfensteiner und Heroldrebe zurück. Die Dornfelder-Weine sind von einer kräftigen, dunkelroten Farbgebung, fruchtig, samtig und körperreich. Ihr Bukett erinnert an Himbeere oder Kirsche. Auch im Barrique-Faß ausgebaut erfreuen sie sich bei Weinkonsumenten großer Beliebtheit.


Dornfelder
Er erlebt derzeit vor allem in der Pfalz einen wahren Boom. Er bringt sehr rote, fruchtige, kräftige Rotweine, die gut zu deftigen Speisen, wie auch als Begleiter zu feinen Menüs fungieren können. Im Barrique ausgebaute Dornfelder finden immer mehr Liebhaber.


Dosage
So nennt man zum einen den zur Süßung eines Weines verwendeten Traubenmost und/oder in Wein gelöste Zucker, der zugleich mit Hefe bei der Herstellung von Schaumwein zugesetzt wird. Dabei unterscheidet man die Fülldosage zur Einleitung der zweiten Gärung und die Versanddosage, die dem vergorenen Schaumwein zugesetzt wird, um ihn abzurunden und den durch die zweite Gärung bedingten Verlust an Süße wieder auszugleichen. Je nach Einsatz der Versanddosage fällt der Champagner trockener oder süßer aus. Je trockener der Schaumwein, desto klarer zeigt er seine Feinheiten.


Doux
süß


Duftig
So bezeichnet man einen Wein mit eleganter, leichter Blume


Dumpf
So bezeichnet man einen Wein mit unreinem Geschmack.


dünn
So wird ein körperarmer Wein mit wenig Extrakt und Alkohol genannt


durch gegoren
Wein, der keine Restsüße mehr enthält, da der gesamte vergärbare Zucker bei der Gärung in Alkohol umgewandelt wurde. Bei gleichzeitig hohem Säuregehalt schmecken durch gegorene Weine oft recht hart und bissig, da ihnen die Abrundung durch Restsüße und/oder hohen Alkohol fehlt.


DWI
"Deutsches Weininstitut GmbH


Echter Mehltau
(Oidium) Pilzkrankheit, die alle grünen Teile der Rebpflanze befällt und mit einem spinnwebartigen Netz überzieht, so dass sie absterben.


eckig
Bezeichnung für einen Wein, dessen einzelnen Geschmacksstoffe in ungleicher Intensität hervor treten, der Wein ist unharmonisch


Edelfäule
"Die durch den Schimmelpilz < Botrytis cinerea hervorgerufene Edelfäule kann bei günstigen Witterungs- und Reifebedingungen zu besonders edlen Weinen führen. Bei feuchtwarmer Herbstwitterung befällt der Schimmelpilz die vollreifen Trauben und perforiert die Beerenschale


Edelreis
Das obere, Frucht tragende Teilstück einer Pfropfrebe. Nur das Edelreis bestimmt die Art des gewonnenen Weines.


Edelstahltank
Gefäße zur Vergärung und zum Ausbau des Weins. Es gibt sie seit den 60er Jahren. Sie sind hygienisch, geschmacksneutral und ermöglichen die Kontrolle der Gärtemperatur.


Edeltrauben
Bezeichnung für Rebsorten, die Spitzenweine liefern. Dazu zählen in Deutschland bei Weißweinen Riesling, Gewürztraminer, Ruländer, Weißburgunder und bei den Rotweinen der Blaue Spätburgunder.


Edelzwicker
Verschnitt aus edlen Weißweinen, besonders gut aus dem Elsass.


Ehrenfelser
Eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner aus dem Jahr 1929. Er wird vor allem in Rheinhessen, der Pfalz, im Rheingau und an der Nahe angebaut. Benannt ist die Rebe nach der Ruine Ehrenfels bei Rüdesheim. Er reift früher und liefert mehr Ertrag als der Riesling, dem er geschmacklich ähnlich ist ohne seine Qualität zu erreichen.


Eiswein
"Eine hoch bezahlte Rarität der nördlichsten Weinbauländer. Die Trauben müssen bei der Lese und Kelterung gefroren sein (mindestens minus sieben Grad Celsius). Beim Keltern fließt das gefrorene Wasser nicht ab


Eiweiß
wird zur Klärung von Rotweinen verwendet. Je nach Größe des Fasses werden dem Wein ein bis fünf Eiweiße zugegeben, die den Bodensatz (Hefe und Trübstoffe) binden. Durch Abstich oder Filtern wird der Wein danach klar.


Elbling
Es wird vermutet, dass diese Rebsorte bereits von den alten Römern an der Mosel angebaut wurde. Somit ist Elbling eine der ältesten Sorten Mitteleuropas. So verbreitet diese Sorte im Mittelalter noch war, so selten ist sie heute in Deutschland vertreten. Die Weine überzeugen durch einen frischen und leichten Geschmack und sind beispielsweise im Sommer entsprechend gekühlt angenehm erfrischend.


Elbling
Eine uralte Rebsorte von der oberen Mosel. Sie wird wegen ihrer hohen Säure viel für die Sektherstellung verwendet. Der Elbling bringt hohe Erträge und oft recht dünne Weine.


elegant
Bezeichnung für einen harmonischen Wein


Elsass
Untypisches französisches Anbaugebiet, weil das Klima am Rhein anders als weiter südlich mit Wetterrisiken verbunden ist. Außerdem werden die Weine meistens mit den Namen der Rebsorten auf dem Etikett verkauft, was im übrigen Frankreich eher selten ist. Im Elsass werden in der Mehrzahl Weißweinreben angepflanzt. Der Star der Reben ist — wie im benachbarten Deutschland — der Riesling, gefolgt vom Gewürztraminer. Auch der Sylvaner und der Pinot Blanc bringen hervorragende Weine. Einige junge Winzer haben auch dem Pinot Noir durch geschickten Barriqueausbau zu einer internationalen Anerkennung verholfen.


Entrappen
Trennen der Weintrauben nach der Ernte von den Stielen.


Entrappen
(abbeeren) Trennung der Beeren der Weintraube von den Stielen. Dadurch soll vermieden werden, dass der in den Rappen enthaltene Gerbstoff (Tannin) in den Wein gelangt. Wein mit zu hohem Gerbstoffgehalt schmeckt bitter.


Entsäuern
In kühlen Weinbauregionen wie Deutschland eine legale Maßnahme, um zu hohe Säure im Weißwein zu mildern. Verwendet wird meist Kalziumkarbonat. Eine andere Methode ist der biologische Säureabbau.


Entschleimen
Methode zur Säuberung von Mosten, um reine Weine zu erhalten. Am besten geschieht dies durch Kühlen und Stehen lassen des Mostes.


entwickelt
Ist ein ausgebauter, reifer Wein.


Ertrag
Der Ertrag des Weinjahres wird in Hektoliter (1 hl = 100 l) Most pro Hektar (1 ha = 10.000 m2) gemessen und in hl/ha angegeben. Der jährliche Durchschnittsertrag liegt nördlich der Alpen heute bei intensiver Bearbeitung der Weinberge mit durchschnittlich 100 hl/ha verhältnismäßig hoch. Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass nur staatlich anerkanntes, gesundes Rebmaterial angepflanzt werden darf.


Ertragsbegrenzung
Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen. Geschieht meist durch Beschnitt der Reben.


Erzeugerabfüllung
Nur ein Wein, der aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert, bereitet und abgefüllt worden ist, darf diese Bezeichnung tragen.


Erziehung
Jedes Jahr bildet die Rebe neue Triebe aus, die sich im Streben nach Licht und Nährstoffen gegenseitig behindern. Die Reben werden daher systematisch geschnitten, die Laub und Frucht tragenden Triebe (Ruten) durch Anbinden in Form gebracht.


Espadeiro
Gute, interessante, aber sehr seltene Rotwein-Rebe aus Galicien


Essigsäure
Entsteht aus Acetaldehyd bzw. durch Oxydation des Äthylalkohols mit Essigbakterien und ruft einen Essiggeschmack hervor. Natürlich ein Fehler beim Wein. Solche Weine kommen aber normalerweise nicht in den Handel.


Estufa
Wärmehaus in Portugal um die Madeiraweine reifen zu lassen um den typischen Geschmack zu erzielen.


Eszencia
Höchste Qualitätsstufe beim Tokaj.


Etikett
Eine gute Informationsquelle für den Weinkäufer um etwas über den Wein zu erfahren. Alle Angaben auf dem Etikett werden durch das deutsche Weingesetz geregelt. Qualitative Kriterien und Herkunft des Weins sind dadurch geschützt und schließen so Etikettenschwindel fast aus.


Extra brut
Wird ein trockener Champagner mit weniger als sechs Gramm Restzucker pro Liter bezeichnet.


Extra dry
Wird ein süßer Champagner mit zwölf bis zwanzig Gramm Restzucker pro Liter bezeichnet.


Extra trocken
Wird ein Sekt mit einem Restzuckergehalt zwischen 12 und 20 Gramm pro Liter bezeichnet.


Extrakt
Unter diesem Begriff versteht man die Summe der im Wein enthaltenen nichtflüchtigen Substanzen, nämlich Zucker, organische Säuren, Farbstoffe, Bukettstoffe und Mineralstoffe.


Extraktion
Bezeichnung für das Auslaugen der Gerbstoffe und Farbpigmente aus der Beerenhaut bei der Maischegärung von Rotweinen.


Extraktstoffe
Das sind die z.B. Glycerin, Asche, Gerb- und Farbstoffe, Säure die nach der Destillation zurückbleiben würden. Je höher der Extrakt umso gehaltvoller ist der Wein.


Faberrebe
Neuzüchtung aus Weißburgunder und Müller-Thurgau. Liefert keine Spitzenweine.


Falerio dei Colli Ascolani
Meist aus Trebianoreben stammender Weißwein aus dem südlichen Marken


Falerno
Im antiken Rom war das eines der berühmtsten Weine, dessen Spitzenjahrgänge sehr lange haltbar waren. Heute ein Alltagswein.


Farbe
Die Farbe eines Weins wird im Glas, am besten vor einer weißen Fläche, beurteilt. Sie gibt u. a. Aufschluss über das Alter des Weins.


Fassgeschmack
Unsaubere oder lange leer stehende Holzfässer nehmen in muffigen Kellern leicht flüchtige Stoffe aus der Kellerluft auf und geben sie später an den Wein ab. Der Geschmackston ist dumpf und erinnert an modriges Holz.


Fassinhalte
Man unterscheidet: Stück: 1200 Liter, Halbstück: 600 Liter, Fuder: 1000 Liter (auch 900 und 960 Liter), Ohm: 150 (auch 160 Liter), Eimer: 160 Liter.


Fattoria
italienisch für Weingut und/oder landwirtschaftlicher Betrieb.


Federspiel
Österreichische weine aus der Wachau im Kabinettsbereich. Der Name stammt aus der Falkenjagd, mit dem Federspiel wird der Vogel zurück auf den Arm des Falkners gelockt.


Federweißer
(Rauscher, Blitzler) Teilweise gegorener Traubensaft mit viel Kohlensäure einem Alkoholgehalt von ca. 5-6 Volumenprozent. Der Name wird überwiegend von der Farbe (»weiß wie eine Feder«) oder von den federartigen Flöckchen im getrübten Most abgeleitet. Als Vorstufe unterscheidet man in Rheinhessen den Bremser. Während dieser noch süß ist, schmeckt der Federweißer bereits leicht säuerlich und ähnelt schon mehr dem Jungwein.


fehlerhaft
Sind Weine mit nachteiligen Veränderungen, meist chemischer Natur oder durch die Aufnahme weinfremder Stoffe.


Fendant
Synonym für Chasselas oder Gutedel.


Fer
Eine Rebsorte aus dem Südwesten Frankreichs, auch Servadou genannt


Feuersteingeschmack
Für sehr trockene, fast hart „steinig“ schmeckende Weine, z.B Chablis, manche Sancerre oder Vernaccia.


Feuilette
Eine veraltete Größe bei Holzfässern aus dem Chablis von 136 Liter Inhalt.


feurig
"Bezeichnung für alkoholreiche, kräftige Weine


Filtrieren
Verfahren zur Klärung des Weines vor dem Abfüllen in Flaschen.


Finesse
Feinheit eines Weins.


Firn
Im positiven Sinn eine Bezeichnung für einen charakteristischen Alterston, im negativen Sinn für überlagerte oder auch falsch gelagerte - und deshalb frühzeitig gealterte Weine. Firne Weine sind in der Regel nicht mehr hell und leuchtend, sondern dunkel bis goldfarben.


flach
"wird ein ausdrucksloser, kleiner Wein ohne besondere Höhen und Tiefen genannt


Flaschengärung
Die zweite Gärung bei Grundweinen, die bei Champagner und anderen nach der klassischen Methode hergestellten Schaumweinen in der Flasche stattfindet. Dabei bildet sich Kohlensäure.


Flor
Eine aus dem Jerez stammende Hefe die auf leichteren Weinen in nicht ganz gefüllten Fässern eine bis zu zwei Zentimeter dicke Haut bildet. Sie beeinflusst das Aroma des Weines entscheidend.


Flûte
Bezeichnung für eine Flasche aus hellem Glas. Bedeutete ursprünglich Flöte.


Fogarina
Rotwein aus Emilia-Romagna


Fogoneu
Rotweinrebe aus Mallorca.


Folle Blanche
Einfacher säurereicher Wein der in Frankreich viel angebaut wird. Der starke Ertrag wird manchmal durch Mehltau und Schimmel gemindert. Wird auch zu Destillieren verwendet.


Forastera
Weißweinrebe von den Kanarische Inseln.


Forcayat
Rebe aus Valencia. Valencia erzeugt ertragreiche Weine mit angenehmem Bukett


frais
kühl, frisch


Franken
Aus Franken stammen markante, kernige, anregende und oft körperreiche Weine. Frankenweine werden meist in den berühmten Bocksbeutelflaschen abgefüllt. Hauptsächliche Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling.


Frankreich
"Ohne jeden Zweifel ist Frankreich das wichtigste Wein produzierende Land der Erde. Das gilt schon wegen der Vielfalt der erzeugten Weinsorten, aber auch wegen der bekannt hohen Qualität französischer Spitzenweine und schließlich auch wegen der sprichwörtlichen Weinkultur Frankreichs. Deshalb gilt Frankreich noch immer als das Mekka der Weintrinker. Die Menge an produzierten Spitzenweinen ist größer als in allen anderen Ländern der Erde. Leider sind trotz der überall auf der Welt steigenden Weinqualität, die Preise für französischen Spitzenwein noch gestiegen. Allerdings ist der Abstand in der Menge und auch Qualität zu den anderen Nationen inzwischen deutlich kleiner geworden. Rund ein Drittel der erzeugten Weine haben das Appellations-Prädikat für Qualitätsweine. In diese Gruppe fallen auch die weltweit anerkannten Spitzenweine Frankreichs, die das hervorragende Image französischer Weine begründet haben. In Frankreich ist die Weinerzeugung entweder aus einem Trauben- bzw. Maischegemisch verschiedener Rebsorten oder aus einem Weinverschnitt (Cuvée) durchaus üblich und anerkannt. Die Mehrzahl der französischen Weine (z.B. nahezu alle Rotweine aus Bordeaux) wird so hergestellt


Freisa
Interessante Rotwein- Rebsorte aus dem Piemont. Manchmal auch süß ausgebaut, der Wein schmeckt dann ungewöhnlich süß-säuerlich.


frisch
Junger Wein, der lebendig und spritzig wirkt. Der frische Geschmackseindruck wird durch einen guten Säuregehalt erreicht, vor allem aber durch die Erhaltung der natürlichen Kohlensäure.


Frizzante
italienische Bezeichnung für einen leicht perlenden Schaumwein — wie Prosecco und Moscato d'Asti — der in der Flasche nur teilweise vergoren ist oder dem Kohlensäure zugesetzt wurde. Hat weniger Kohlensäuredruck als Spumante (Sekt).


Fröhlicher Weinberg
Lustspiel des rheinhessischen Dramatikers Carl Zuckmayer. Naturalistische, deftig-farbige Darstellung rheinhessischer Gestalten, Redensarten, Volkslieder und Gebräuche. Das Stück spielt in Rheinhessen, im Weinherbst Anno 1921.


Fronsac
Untergebiet des Bordeaux mit relativ preisgünstigen Weinen.


Frost
Ende Oktober oder Anfang November erwünscht, weil Frost die Möglichkeit zur Eisweinlese bietet.


Fruchtsäure
"Gesamtheit der im Wein enthaltenen Säuren


Fruchtzucker (Fructose, Lävulose)
bildet zusammen mit dem Traubenzucker die Süße der Trauben. Weinhefe spaltet den Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure.


Fuchsgeschmack
(Foxton). Fremdartiger, an den Geruch von nassem Fell erinnernder Geschmack bei Weinen von einigen Amerikanerreben und deren Kreuzungen.


Fülle
Hat ein körperreicher, vollmundiger Wein


Fumé Blanc
in Amerika Bezeichnung für einen im Barrique ausgebauten Sauvignon blanc.


Gaglioppo
Die Rebsorte für kalabrischen Rot und Roséwein. Am bekanntesten im Ciró.


Gamay
In verschiedenen Regionen Frankreichs bekannt, aber nur im Beaujolais bemerkenswerte Rotwein-Rebe. Am besten in den Dorflagen des Beaujolais,


Ganztraubenpressung
Keltern von Weintrauben ohne Entrappen, um hochwertigere Moste zu erhalten.


Gärung
Zersetzung organischer Verbindungen unter dem Einfluss von Enzymen. Durch die Einwirkung der Hefe und ihrer Enzyme wird der Zucker im Traubenmost in Äthylalkohol (C2H5OH) und Kohlensäure (CO2) auf gespalten. Bei einem Alkoholgehalt von ungefähr 15 Prozent stoppt die Tätigkeit der Hefen. Deshalb gibt es auch keinen Wein, der einen höheren Alkoholgehalt besitzt, es sei denn er wurde auf > gespritet. 1857 erbrachte Louis Pasteur den Nachweis dass die Gärung durch Hefen ausgelöst wird. Die Gärung hat einen > „stürmischen“ Teil, der acht Tage dauert, und ihren „stillen“ Teil, der etwa drei Wochen dauert. In dieser Zeit riecht man in den Weindörfern den werdenden jungen Wein und hört ihn im Keller „blubbern“.


Gattinara
Aus dem Norden Piemonts stammender Rotwein aus der Nebbiolorebe.


Gelatine
Weinzusatzstoff, mit dem Proteine aus dem Rotwein herausgeholt werden.


Gelbes Weinsiegel
Dieses Gütesiegel wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an trockene Weine verliehen, wenn deren Zuckergehalt vier Gramm pro Liter nicht übersteigt.


Gerbstoffe
(Tannine). Organische Inhaltsstoffe des Weines und Traubensaftes mit zusammenziehender (adstringierendem) Geschmack. Sie kommen hauptsächlich in den Stielen, Kernen und Beerenschalen der Trauben vor. Bei kräftigen Rotweinen wirken sich die Tannine positiv auf den Geschmack aus, nicht aber bei Weißweinen


geschliffen
Weine, die durch diverse Maßnahmen (z.B. Entsäuerung, Verschnitt) harmonisch wurden


Gespritet
Weine denen Alkohol (Weingeist, Weinbrand) zugesetzt wurde um die Gärung zu unterbrechen oder um den Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen. Früher wurde oft der Alkoholgehalt der Weine erhöht um sie transportfähig zu machen.


Gewürztraminer
Um entsprechend zu gedeihen und gute Erträge zu liefern, benötigt diese Rebsorte beste Lagen. Das Resultat sind feine und fruchtige Weine, die eine Fülle an Aromastoffen liefern und sich gut als Aperitif- oder Dessertweine eignen.


Gipsen
Zugabe von Gips vor der Gärung um den Säuregehalt der Weine zu erhöhen und die Farbe zu verbessern. Wird bei in Spanien bei Sherry und z.T. auch in den USA verwendet. In Deutschland verboten.


Gleukometer
Mostwaage.


Glühwein
Meist aus Rotwein hergestelltes Weingetränk, dem Gewürze (Zimt, Zitrone, Muskatnuss, Nelken, usw.) und Zucker zugesetzt wird und dann erhitzt wird.


Glycerin
Süß schmeckender, ungiftiger, höherwertiger Alkohol. Er entsteht bei der natürlichen Gärung. Glycerin verleiht dem Wein Vollmundigkeit und Fülle.


Goldriesling
Diese Sorte, die leichte Weine mit mildem Geschmack liefert, ist bundesweit kaum noch vertreten. Dabei zeichnet sich der Goldriesling unter anderem dadurch aus, dass er sehr resistent gegen Winterfrost ist und nur geringe Ansprüche an den Boden und die Lage hat. Hervorgebracht wurde diese Sorte von einem Züchter namens Oberlin.


Goron
Leichter Rotwein aus dem Wallis


Gran Reserva
Ein für mehrere Jahre (im Rioja mindestens fünf Jahre) im Holzfass gereifter Wein aus Spanien.


Grand cru
(großes Gewächs) Französische Weinklassifizierung. Im Bordeaux die zweitbeste für Châteaux-Weine. Im Burgund die höchste Qualitätsstufe einer Lage.


Grand vin
frz.: großer Wein, bezeichnet in Bordeaux den Hauptwein eines Château gegenüber dem Zweitwein.


Grasgeschmack
"(greaneln, grüneln): Geschmack nach grünen Pflanzen


Grasig
Hart und unreif schmeckender Wein. Manchmal ein Zeichen von zu starkem Pressen bei der Kelterung.


Grauburgunder
Der Grauburgunder oder auch Ruländer wurde von dem aus Speyer stammenden Kaufmann Johannes Ruland aus dem Burgund nach Deutschland eingeführt und liebt tiefgründige Löß-Lehmböden. Dieser Wein kann je nach Erntezeitpunkt und Reifegrad leicht und spritzig mit feinrassiger Säure oder aber gehaltvoll, süß und kräftig auf den Markt kommen. Seine Farbgebung reicht von golden bis kupferrötlich. Die leichte und spritzige Variante wird als Grauburgunder bezeichnet, die gehaltvollere Ausbaustufe kommt als Ruländer auf den Markt. Die Aromen des Ruländers erinnern an Rosinen oder Karamel.


Graufäule
Schimmelbefall der Traube, durch den die Beerenhaut und das Fruchtfleisch zerstört werden. Der Faulpilz tritt besonders nach Regenfällen im September oder Oktober auf.


Greco
Diese Rebe wird in Kampanien und Kalbrien angebaut.


Grenache Noir
(Garnacha Tinta, Cannonau). Die am zweithäufigsten angebaute Rebsorte der Welt, im ganzen westlichen Mittelmeerraum bis an die Rhone verbreitet. Liebt Wärme, ist sehr widerstandsfähig und ergibt weiche, sehr fruchtige Weine mit wenig Säure und Tannin.


Griechenland
Allgemein gilt Griechenland als die Wiege der europäischen Weinkultur. In der Antike war der Wein nicht nur Getränk und Nahrungsmittel, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des religiösen Lebens. Mit Dionysos hatte der Wein bei den alten Griechen sogar einen eigenen Gott. Seine klassische Bedeutung verlor der griechische Weinbau in der Zeit der langen Türkenherrschaft vom 15. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Erst mit Beginn dieses Jahrhunderts gewann der Weinbau Griechenlands langsam wieder an Bedeutung. Griechenland verfügt zwar heute über eine gesamte Rebfläche von 150.000 Hektar, aber ein bedeutender Teil davon dient der Erzeugung von Tafeltrauben und Rosinen (Korinthen und Sultaninen). Griechische Weine sind in ihrer Vielfalt verwirrend, im Hinblick auf ihre großen Unterschiede sind sie aber zugleich auch faszinierend. Schon Vergil (römischer Dichter um Christi Geburt) soll zu dieser Fülle verschiedenartiger Weine angeblich gesagt haben: „Es wäre leichter, in Griechenland die Sandkörner zu zählen als die verschiedenen Rebarten.“ Noch heute werden in Griechenland rund 300 verschiedene Rebsorten angebaut. Wer sich näher mit griechischen Weinen beschäftigt, wird schon nach kurzer Zeit feststellen können, dass es neben dem überall bekannten geharzten Retsina, dem populären Demestica und den süßen Likörweinen Samos und Mavrodaphne eine lange Reihe von Weinen gibt, die durchaus international bestehen können. Die weit verbreitete Meinung, griechische Weine seien in der Mehrzahl süß, ist falsch, denn über 90 Prozent der Weine kommen trocken auf den Markt. Von den in Griechenland erzeugten Wein entfallen etwa 60 Prozent auf Weißweine, 30 Prozent auf...


Grignolino
Gute italienische Rotweinrebe aus dem Piemont von recht heller Farbe.


Gropello
Rebsorte die im Riviera del Garda-Gebiet heimisch ist, liefert frische und Frucht betonte Weine.


Gros-Blanc
Auch Folle Blanche genannt. Wird an der Loire und in der Charente angebaut.


Großlage
Deutsche Herkunftsbezeichnung. Zusammenfassung mehrerer Einzellagen. aus denen Weine ähnlicher Art und Güte gewonnen werden. In den deutschen Weinbaugebieten gibt es 150 Großlagen, die im Durchschnitt 600 Hektar groß sind und 15 Einzellagen umfassen.


grün
Ist ein Wein mit unreifer Säure.


Grundweine
Basisweine bei der Sektherstellung.


Grüner Silvaner
Diese Weißweinsorte war einmal die wichtigste in Deutschland. Jedoch ging ihr Anteil in den zurückliegenden Jahren durch aufkommende Neuzüchtungen deutlich zurück. Der Name deutet auf die vermeintliche Heimat des Silvaners hin, Transsilvanien im Siebengebirge. Vom Geschmack her zeigt sich der Silvaner mit seinem geringen Säuregehalt sehr neutral, eine hervorstechende Eigenschaft wie beispielsweise das Pfirsischaroma beim Weißen Riesling hat er nicht aufzuweisen.


Grüner Veltliner
Hauptsächlich in Österreich verbreitet Rebsorte, die sowohl leichte, spritzige Weine mit feiner Pfeffernote ergibt wie gehaltvolle, langlebige Weine, die dann den großen Weißweinen aus dem Burgund ähneln.


Grünes Weinsiegel
Wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an halbtrockene Weine verliehen, wenn deren Restzuckergehalt 18 Gramm pro Liter nicht übersteigt.


Gutedel
Der Gutedel liebt kräftige Lößlehmböden und benötigt zur optimalen Reife ausreichend Niederschläge. Bei Weinfreunden ist er aufgrund seines feingliedrigen Geschmacks sowie seiner feinen Säure beliebt. Sein zarter Duft erinnert mitunter an Nusstöne. Gutedel-Weine sind nicht für eine lange Lagerung geeignet und sollten deshalb binnen zwei Jahren nach der Ernte getrunken sein. Die Sorte Gutedel wird nicht nur zur Weingewinnung genutzt, sie ist zugleich als Tafeltraube sehr beliebt. Aus diesem Grund wird bundesweit auch nur ein geringer Anteil der geernteten Trauben zu Wein verarbeitet.


Güteklassen
Tafelwein, Landwein. Qualitätswein: Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein). Alle Güteklassen sind genau nach dem Weingesetz geregelt.


Hagelgeschmack
(franz. Goût de grêle). Wird durch schon leichteren Hagel hervorgerufen, der in Herbst kurz vor der Ernte auftritt und die Traubenhäute beschädigt und anfaulen lässt.


Halbtrocken
Nach den weinrechtlichen Bestimmungen eine der vier zulässigen Geschmacksangaben für einen Wein, dessen Zuckergehalt nicht mehr als zehn Gramm pro Liter höher liegt als der Gesamtsäuregehalt und maximal 18 Gram pro Liter nicht übersteigt. Ein halbtrockener Wein mit sieben Gramm Säure darf also maximal 17 Gramm Zucker enthalten. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, dass die Süße im Wein höheren Säuregehalt harmonischer, saftiger und gefälliger wirken lässt. Bei Sekt zeigt „halbtrocken“ einen Restzuckergehalt zwischen 33 und 50 g/l an. Wahlweise ist auch die Bezeichnung „medium dry“ erlaubt.


Hallau
Größeres Weinanbaugebiet in der Ostschweiz mit leichten fruchtigen Rotweinen.


Halsschleife
Am Flaschenhals angebrachtes zusätzliches Etikett, enthält oft die Jahrgangs- und Prädikatsangaben und das Prämierungsemblem.


Haltbarkeit
Richtet sich nach der Qualität des Jahrganges, nach der Rebsorte, der Verarbeitungsweise und nach Art der Lagerung. Grundsätzlich gilt: einfache Weine bald trinken. Kabinettweine und Spätlesen können zwei bis fünf Jahre gelagert werden. Auslesen entwickeln ihre volle Reife erst nach fünf bis zehn Jahren.


Handrefraktometer
Mit diesem Gerät ist es möglich bereits vor der Lese mit Hilfe von Mostgewichtsmessungen den späteren Alkoholgehalt vorauszubestimmen. Funktioniert nach dem Prinzip der Lichtbrechung.


Hanepoot
Südafrikanische Weißweinrebe, die auch Muscat d'Alexandrie genannt wird. Eine Rebe mit großer Vielseitigkeit für: Traubensaft, Dessertwein, Tafeltraube und auch Rosinen.


harmonisch
Bezeichnung für Weine, deren Geschmackskomponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Auch kleine Weine können und sollen harmonisch sein, wenn seine Bestandteile (Säure, Alkohol, Fruchttiefe) im richtigen Verhältnis zueinander stehen.


Harslevelue
Ist eine Rarität in Südafrika. Die Weißwein-Rebe kommt aus Ungarn, wo sie mit anderen Rebsorten für den berühmten Tokaji Wein verwendet wird. In Südafrika ist er trocken mit einem fruchtig, würzigen Aroma.


hart
Unangenehmer Geschmacksrichtung mit leicht zusammenziehender Wirkung auf die Schleimhäute, verursacht durch hohen Gerbstoffgehalt, teilweise auch zu hohe Säure. In der Jugend hart wirkende hochwertige Weine können mit längerer Lagerung gewinnen, indem sie sich mit den Jahren abrunden und gefälliger werden.


Hefe
Einzellige, pflanzliche Mikroorganismen die zur Gruppe der Pilze gehören und im Most die alkoholische Gärung bewirken. Indem sie sich im Most vermehren, wird durch ihren Stoffwechsel der darin enthaltende Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt (alkoholische Gärung), daneben entstehen Bukettstoffe und andere Nebenprodukte. Wenn zu wenig Hefe im Most vorhanden sind, muss die Gärung mit Reinzuchthefen in Gang gesetzt werden.


Heften
Anbinden der sich abwärts neigenden Ranken der Reben am Wingertsdraht, damit sie nicht durch ihr eigenes oder das Trauben-Gewicht abbrechen, außerdem besser wachsen und die Schädlingsbekämpfung erleichtern.


herb
Gerbstoffhaltige, säurereiche Weine. In der Gastronomie verbreiteter Ausdruck für Säure betonte Weine mit wenig Restsüße.


Herbstbann
Schließung der Weinberge kurz vor der Lese, um Traubendiebe aus den Weinbergen fernzuhalten.


Heroldrebe
Deutsche Neuzüchtung aus Portugieser und Lemberger.


Hessische Bergstraße
Das kleine Anbaugebiet steht immer im Schatten der größeren Nachbarn. Von dort kommen durch angenehme Fruchtsäure herzhaft-frische Weine. Durch den problemlosen Verkauf vor Ort haben die Winzer weniger Absatzprobleme als andere Winzer. Allerdings wird auch weniger experimentiert. An der Hessischen Bergstraße wird der Wein in der Regel in Kleinbetrieben erzeugt. Die häufigsten Rebsorten sind Riesling (50%), Müller-Thurgau und Silvaner.


Heuriger
- (Jungwein) zu Martini am 11. November wird die neue Weinernte in Österreich zum Heurigen und bleibt Heuriger bis nächstes Jahr zu Martini.

- In Österreich gebräuchliche Bezeichnung für Winzerlokale, in denen eigener Wein ausgeschenkt wird.


Histamin
In geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff (1,5 bis maximal zehn Milligramm pro Liter), der allergische Reaktionen auslösen kann.


hochfarbig
Bei besonders hochwertigen oder alten Weinen auftretende bernsteinfarbene Verfärbung. Entsteht durch Oxidation, vor allem dann, wenn der Wein nicht ausreichend geschwefelt wurde.


Hölder
Die nach dem Dichter Friedrich Hölder benannte Rebsorte entstammt einer Kreuzung zwischen Riesling und Ruländer. Der Wein erinnert von seinem Charakter an Riesling und gilt als fruchtig und kräftig.


Hunter River Valley
Eines der ältesten Anbaugebiete Australiens. Spitzenweine.


Huxelrebe
Eine der zahlreichen Neuzüchtungen die es in Deutschland gibt. Sie wurde nach dem Winzer Fritz Huxel benannt. Liefert meist leichtere Weine mit wenig Säure und einem angenehmen Muskat-Bukett.


Hybridrebe
Kreuzungen zwischen amerikanischen und europäischen Reben um eine Resistenz gegen die Reblaus zu erreichen. Haben sich nicht durchgesetzt, weil die Weine oft fremdartige Aromen aufweisen.


I.G.T
(Indicazione Geografica Tipica). 1995 in Italien eingeführte Qualitätsbezeichnung für Landweine bestimmter Herkunft, die zwischen einfachem Vino da Tavola und D.O.C. liegt.


Impérial
Bordeauxflasche mit dem Inhalt von acht normalen Flaschen.


Inferno
Rotwein aus der nördlichen Lombardei, nahe der Schweizer Grenze. Er wird aus der Nebbiolo-Rebe gewonnen.


Internationale Rebsorten
Bezeichnung für weltweit angepflanzte Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot noir, Sauvignon blanc.


Isonzo
Bereich südöstlich von Udine, mit den typischen friaulinischen Rebsorten.


Israel
Uralte Weinbauregion, heute ansprechende, preiswerte Weine von knapp 10.000 Hektar Rebfläche


Italien
Die Kultivierung von Reben wurde in Italien durch zwei Völker begonnen. Die Griechen brachten ihre Kultur im Süden (vor allem Sizilien) und die Etrusker im Norden Roms ein. Heute ist Italien das größte Wein produzierende Land der Welt mit einem Anteil von rund 25 Prozent an der gesamten Weinerzeugung in der Welt. Schon immer galt Italien als ein Land der Rebe und des Weines. Das Klima, die Lage am Mittelmeer und die geographische Lage begünstigen den Weinbau. Die Alpen schirmen das milde Klima gegen die oft feuchtkalte Witterung Mitteleuropas ab. Man stößt daher fast in ganz Italien auf große und kleine Rebflächen, vom Apennin im Norden bis nach Sizilien im Süden, in den Ebenen und an den Hügeln und Bergen bis in Höhen um 1.000 Meter. Italiens Weinreichtum ist unglaublich groß und vielfältig. Selbst Fachleute können die genaue Anzahl der unterschiedlichen Rebsorten in Italien nicht genau angeben. Die gesamte Weinerzeugung Italiens setzt sich zu ca. 54 Prozent aus Rot- und Roséweinen und zu 46 Prozent aus Weißweinen zusammen.


Ives
Rotweinrebe von der Ostküste der USA. Die Weine sind kräftig, dunkel und Foxgeschmack geprägt.


Jaén
Spanische Rotweinrebe die im Badajoz, Granada, Kanarische Inseln, Madrid und Toledo angebaut wird.


Jahrgang
Der Spruch „Gibt acht auf den Jahrgang“ hat seine Berechtigung, denn jeder Weinjahrgang hat unterschiedliche Qualitäten. Die Angabe des Jahrgangs ist auf dem Etikett zwar nicht vorgeschrieben, aber allgemein üblich. Denn jedes Jahr bringt Natur bedingt andere Qualitäten hervor.


Jahrgangssekt
Qualitätswein, der mindestens zu 75 Prozent aus Trauben eines Jahrgangs hergestellt wurde.


Jasnières
Kleiner Bereich in Norden der Touraine (Loire) mit Cabernet Franc, Pinot Noir und Chenin Blanc bestockt. Die Weine kommen selten in den Handel.


Jerobeam
Riesenweinflasche mit einem Fassungsvermögen von 4,5 Liter.


Johannisberg
- Im Schweizer Wallis erzeugter Weißwein aus Sylvanertrauben.

- Berühmtes Schloss im Rheingau mit ebenso berühmten Rieslingweinen.


Johannisberger Riesling
In Kalifornien gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Weißer Riesling.


Junger Wein
Soeben abgefüllter, trinkfertiger Flaschenwein.


Jungfernwein
Der erste Ertrag eines neu angelegten Weinbergs, meist im dritten Jahr nach der Neuanlage eingebracht. Nach vier Jahren Standzeit wird mit dem ersten vollen Ertrag gerechnet.


Jungwein
Wein, dessen alkoholische Gärung noch nicht ganz abgeschlossen und der noch nicht von der Hefe getrennt ist.


Jurançon Blanc
Eine sehr interessante Region im Südwesten Frankreichs. Die Rebsorten Petit Manseng, Gros Manseng und Courbu wachsen hauptsächlich dort an den Hängen der Pyrenäen.


Kabinett
niedrigste Stufe für Qualitätsweine mit Prädikat in Deutschland und Österreich. Kabinettweine sind ausgereifte, leichte Weine die bestimmten gesetzlichen Anforderungen bezüglich Mindestmostgewicht, Lese, Rebsorten, Geschmack usw. entsprechen und eine amtliche Prüfnummer tragen müssen. Für sie dürfen nur voll ausgereifte Weintrauben verwendet werden. Das Mindestmostgewicht liegt je nach Rebsorte zwischen 70° und 81° Öchsle.


Kaiserstuhl-Tuniberg
Größter Bereich des deutschen Anbaugebietes Baden.


Kalabrien
Süditalienische Weinbau-Region.


Kalifornien
Das Hauptanbaugebiet für Weine in den USA.


Kaltgärung
Vor allem bei Weißweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen.


Kamm
(Rappen) Stielgerüst der Traube. Bei der Rotweinbereitung trennt man die Kämme wegen ihres hohen Gerbstoffgehaltes von den Beeren ab, damit bei der Maischegärung nicht zu viele Gerbstoffe in den Wein gelangen. Auch bei der Bereitung guter Weißweine empfiehlt sich das Abbeeren (Entrappen) vor dem Keltern. Nach dem Auspressen können die Kämme als Viehfutter oder organischer Dünger für den Weinberg verwendet werden.


Kammgeschmack
Unangenehmer, harter Beigeschmack, hervorgerufen durch Gerbsäure der Traubenstiele.


Kanzler
Kreuzung zwischen Müller-Thurgau und Silvaner. Liefert hervorragende Qualitätsweine und feine, elegante Spät- und Auslesen.


Kapsel
Hülle zum Schutz des Flaschenverschlusses, häufig farbig, manchmal mit Firmenaufdruck versehen. Die meisten Kapseln bestehen aus PVC, Aluminium oder Polyethylen, wobei letzteres als umweltverträglichste Alternative gilt.


Karaffe
Geschliffene, meist bauchige Glasflasche, in der Wein serviert wird.


Kéknyelyü
Ungarische Rebsorte die rund um den Plattensee angebaut wird. Liefert gute Weißweine.


Keller
Ein guter Weinkeller soll eine gleichmäßige Temperatur von zwölf bis 17 Grad Celsius aufweisen, gut gelüftet, trocken und dunkel sein. Da der Wein durch den Korken atmet, sollten in seiner Nähe keine scharf riechenden Lebensmittel oder Lösungsmittel aufbewahrt werden. Zu warm gelagerte Weißweine verlieren rasch an Frische.


Kellerei
Wein produzierender Betrieb, der im Gegensatz zum Weingut meist nicht über eigene Rebflächen verfügt, sondern Most oder Wein von Traubenerzeugern aufkauft.


Kellermeister
Alte Berufsbezeichnung für den Handwerksberuf des Weinküfermeisters. Nach einer dreijährigen Lehrzeit kann der Auszubildende sich bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer der Küfergehilfenprüfung unterziehen und nach weiteren drei Jahren Praxis die Weinküfermeisterprüfung ablegen. Für die Arbeiten im Weinberg wird die Laufbahn des „Winzermeisters“ eingeschlagen.


Kelter
"vom lateinischen calcatura (Stampfen). Presse zum Ausdrücken des Saftes aus der Traubenbeere. Der Most läuft dabei je nach Pressdruck mehr oder weniger vollständig aus der Maische ab


Kerner
Namensgeber dieser Weißweinsorte ist der Dichter Justinus Kerner, entstanden ist sie durch eine Kreuzung aus der roten Rebsorte Trollinger und dem weißen Riesling. Kerner-Weine schmecken frisch, fruchtig und rassig. Sie zeichnen sich durch ein feines Bukett aus und haben einen riesling-ähnlichen Charakter.


kernig
Ist ein körperreicher Wein mit entsprechender Säure, der Festigkeit, Biss und Kern hat, aber noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung ist.


Kernling
Wie der Name vermuten lässt, ist der Kernling eine Mutation der Kernerrebe. Die Trauben sind allerdings nicht weiß, sondern blau-rot durchfärbt. Weine, die diesen Trauben entstammen, zeichnen sich durch einen fruchtigen, vollmundigen und gehaltvollen Charakter aus.


klären
"Entfernen von Trübungen


Klassische Rebsorten
Das sind die traditionellen Rebsorten (Standardrebsorten). Dazu gehören z.B. Silvaner, Riesling, die Burgundersorten (weiß und rot), Traminer, Portugieser. Sie prägten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den rheinhessischen Weintyp und wurden dann einige Jahre von den bukettreicheren Neuzüchtungen zurückgedrängt. Besonders betroffen von diesem Rückgang war die rheinhessische „Ursprungsrebe“ Silvaner.


Klingelberger
In der Ortenau (Baden) übliche Bezeichnung für Riesling.


Klon
Die durch vegetative, d.h. durch Stecklingsvermehrung entstandene Nachkommenschaft eines einzigen Mutterstockes. Alle Reben eines Klons haben also die gleiche Gene. Die Klonen Selektion ist eine Auslesezüchtung mit dem Ziel, gesunde, leistungsstarke Reben mit guter Anpassung an Boden und Klima zu vermehren.


Korken
Traditioneller Flaschenverschluss aus der äußeren Rinde der im Mittelmeerraum wachsenden Korkeiche. Er lässt zwar den Luftsauerstoff in die Flasche gelangen und so den „atmenden“ Wein eher reifen. Aber die Reifung eines Weines schließt, wie bei jedem lebendigen Produkt, auch die Entwicklung bis zu seinem Höhepunkt und den nachfolgenden „Abbau“ ein, gerade dies macht den Wein als ein Naturprodukt so faszinierend. Andererseits sind die Korkeichenbestände in Portugal (80 Prozent der Korken), Spanien und Frankreich fast erschöpft. Der muffige, bittere Geschmack eines Korkfehlers teilt sich dem Wein mit und ist schon beim Öffnen der Flasche sofort erkennbar. Weder den Winzer noch den Gastronomen trifft an solchem Zustand ein Verschulden. Es kann eine einzelne Flasche aus einem sonst einwandfreien Sortiment betroffen sein. Dies ist der hauptsächliche Grund, warum der Kellner im Lokal dem Gast zunächst ein wenig aus der Flasche eingießt und ihn kosten lässt, denn Korkgeschmack berechtigt immer zur Rückgabe eines Weines. Gleichwertig sind auch Kunststoff-Korken. Ihr unbestreitbarer Vorteil ist, dass der gefürchtete > Korkgeschmack nicht entstehen kann.


Korkgeschmack
(korkig). Normalerweise verhält sich Kork dem Wein gegenüber völlig geschmacks- und geruchsneutral. Vereinzelt haben Flaschenweine aber einen Korkgeschmack, verursacht durch Pilze, die den Kork bereits am Baum geschädigt haben, oder durch einen schimmligen Flaschenkorken. Allerdings wird auch erdiger Wein oft mit korkigem Wein verwechselt. Es gibt unterschiedlich starke Ausprägung davon. Schlimmstenfalls ist der Wein ungenießbar.


Korkmotte
Kleinschmetterling, der seine Eier in Holzspalten oder in die Porengänge von Korken ablegt. Die schlüpfenden kleinen Raupen fressen sich in den Kork hinein, so dass Wein ausfließen und Luft in die Flasche eintreten kann. Man erkennt das Schadbild an feinem Korkstaub und zentimeterlangen „Bärten“, die von der Flaschenmündung herabhängen. Der Befall ist zunehmend auch in Privatkellern mit Holzregalen festzustellen. Zur Bekämpfung verwendet man Räuchertabletten oder Strips, die in Drogerien erhältlich sind. Die günstigste Bekämpfungszeit liegt während des Mottenflugs im Juli bis August.


Körper
Hat ein extraktreicher, voller Wein


körperarm
Ist ein dünner, leichter Wein


Korsika
Französische Mittelmeerinsel die in den letzten 20 Jahren eine Verzehnfachung der Rebfläche erlebt hat.


kräftig
Sind charaktervolle, kernige, herzhafte Weine mit viel Extrakt, Gerbstoff und Säure.


Krems
Stadt in Österreich. Mittelpunkt des Weinanbaugebietes Kremstal. Hier wird oft Grüner Veltliner und Riesling angebaut.


Kreuzungen
Versuche die Eigenschaften verschiedener Weine zusammen zu bringen, um die Menge oder Qualität zu steigern oder die Reben gegen bestimmte Krankheiten resistent zu machen. Eine bekannte Kreuzung ist der Müller-Thurgau


kurz
Nennt man einen Wein der nicht lange haften bleibt,


La Tâche
Einer der ganz großen Namen an der Côte d´Or in der Gemeinde Vosne-Romanée. Der Lage ist etwa sechs Hektar groß und es werden circa 185 Hektoliter Rotwein erzeugt.


Lage
Bezeichnung eines Weinberges, dessen Name und Umgrenzung gesetzlich erfasst und geschützt ist.


Lagename
Eine Lage ist die weinrechtlich abgegrenzte, mit einem bestimmten amtlichen Namen versehene und in die bei der Landwirtschaftskammer geführte Weinbergsrolle eingetragene. Ihr Name muss nicht auf dem Etikett angegeben werden, ist aber überwiegend dort zu finden. Wird der Lagename benutzt, dann muss auch der Gemeindename hinzugefügt werden.


Lagerung
"Wein sollte bei gleich bleibender Lagertemperatur aufbewahrt werden. Die idealen Kellertemperaturen liegen zwischen 12 und 17 Grad Celsius. Wichtig ist, dass die Flaschen bei längerer Lagerung flach liegen. Der Wein umspült dann den Korken und hält ihn feucht


Lagrima
Ein besonders süsser und schwerer Málaga aus der gleichnamigen Stadt im Süden Spaniens.


Landwein
Ein qualitativ gehobener Tafelwein mit gebietstypischem Charakter und auf die Landschaft bezogenem Namen. Er entspricht dem französischen „vin de pays“.


Landwirtschaftskammer
Regeln den Anbau, führen Qualitätsweinprüfung. Durch, erteilen amtliche Prüfungsnummer. Sie organisieren behördliche Abschreibeverfahren zur Überwachung der Hektarhöchstertragsregelung und prämieren Wein und Sekt. Außerdem gehören zu ihren Aufgaben Rebpflanzgutanerkennung, Berufsbildung, Raumordnung, fachliche Vertretung des Berufsstandes, Mitveranstalter bei repräsentativen Veranstaltungen und Weinseminare.


lang
ist ein Wein, der im Geschmack lange nachklingt, er wird als Wein mit „langem Abgang“ gelobt.


Langenlois
Region in Niederösterreich in dem zur Hälfte Grüner Veltliner angebaut wird. Ordentliche, aber keine Spitzenweine.


Latium
Region um Rom mit Tafelweinen.


Lauben
Ab Mitte Juli bis September letzter Teil der sommerlichen Laubarbeiten am Rebstock. Dadurch werden die Trauben besser belichtet, die Verdunstung des Wassers wird gefördert, die Nährstoffe werden nur noch der Traube zugeführt, das Mostgewicht erhöht. Zugleich wird eine bessere Durchlüftung des Rebstocks erreicht.


Lavaux
Anbaugebiet am Genfersee zwischen Lausanne und Montreux. Region für Schweizer Spitzenweine aus der Chasselas, Gamay und Pinot Noir Rebe.


Leanyka
Ungarische Weißweinrebe für ordentliche Weißweine. In Deutschland ist die Rebe als >Mädchentraube bekannt.


lebendig
ist ein spritziger, frischer Wein.


leer
ist ein dünner, leichter Wein ohne Geschmack.


leicht
ist ein Wein mit niedrigem Alkoholgehalt.


Lese
Die Weinernte ist der Höhepunkt im Winzerjahr. In Mitteleuropa findet die Weinlese Ende September bis Ende Oktober statt, in südlichen Ländern eine bis drei Wochen früher. Die Ernte von Spät- und Auslesen zieht sich bis Mitte November hin. Eisweine können nur nach dem ersten Frost bei gelesen werden, der oft erst im November oder Dezember eintritt. Den idealen Lesezeitpunkt bestimmen die Zuckergrade der Trauben, ihre Säurewerte und das Wetter. Regnet es beispielsweise zur Lesezeit, saugen sich die Trauben mit Wasser voll, die Erntemenge steigt zwar, die Qualität leidet darunter aber enorm. Die Weinlese gliedert sich in drei Abschnitte: Abschneiden der Trauben, Transport der Lesebehälter zum Sammelbehälter, Transport der Trauben aus dem Weingarten. Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben). Mechanisch mittels Maschinen mit Rüttelstäben, Pneumatisch: Trauben werden mit Hilfe von Wechselstrom mit hoher Spannung am Stiel abgetrennt. Schonender, aber natürlich auch wesentlich langsamer, ist die Handlese. Zudem kann das Traubenmaterial bereits im Weingarten selektiert werden.


Liebfrauenmilch
Lieblicher deutscher Exportweißwein der untersten Preiskategorie. Mitverantwortlich für den schlechten Ruf des deutschen Weins im Ausland. Ursprünglich in Anlehnung an die Liebfrauenkirche zu Worms aufgekommener Weinname. Die Liebfrauenkirche war schon früh von einem kleinen Weinbergsareal umgeben. Als die ursprünglichen Weingärten nicht mehr ausreichten, um die Nachfrage nach dem populären Wein zu befriedigen, entwickelte sich daraus eine Bezeichnung zunächst für Weine aus der Umgebung von Worms. Der Begriff wurde dann zur Phantasiebezeichnung mit regionaler Bindung.


lieblich
Der Restzuckergehalt eines so gekennzeichneten Weines muss über 18 Gramm pro Liter liegen und darf höchstens 45 Gramm pro Liter betragen. Diese Weine, die auch die Prüfung der DLG bestanden haben, tragen das rote Gütesiegel. Die Angabe „lieblich“ wird auf dem Etikett selten benutzt.


Likörweine
Dessertweine mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol (Port, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira).


Loureira
"In Spanien bekannt für hochwertige Weißweine mit ausgeprägtem Bukett


Lüften
Rotweinflaschen sollten möglichst zwei Stunden vor dem Einschenken entkorkt werden. Dadurch entfaltet er sein volles Bukett.


Luftton
Wein, der im Verlauf seines Ausbaus oder seiner Lagerung zuviel mit Luft in Berührung kam, etwa in angebrochenen Fässern oder auch Flaschen, verliert an Frische und Bukett und nimmt einen eigenartigen, breiten Geschmack und Geruch an. Ein Luftton entsteht durch eine allmähliche Oxidation von Bukettstoffen und Alkohol zu Acetaldehyd. Er kann durch eine stets spundvolle Lagerung im Fass, ausreichende Schwefelung und rechtzeitige Flaschenfüllung vermieden werden. Ein stärkerer Luftgeschmack kann durch Einleiten von Kohlensäure oder Verschnitt mit jungem, spritzigem Wein gemildert werden. Der freie Raum unter dem Verschluss von Weinflaschen soll bei Stillwein möglichst klein sein. Bei Schaumweinflaschen beträgt er etwa 15 Kubikzentimeter, damit die Kohlensäure sich bei Erwärmung ausdehnen kann, ohne die Flaschen zu sprengen.


Macabéo
Die in Spanien sehr häufig vertretene Rebsorte. In Nordspanien die häufigste Weißweinerbe.


Macération carbonique
Gärverfahren zur Herstellung von Beaujolais Primeur und ähnlicher Weine. Es werden die Trauben möglichst ohne Quetschung in einen mit CO2 gefüllten Gärtank gegeben. Die Weine sind fruchtig, schnell trinkbar und verderben schnell.


Mâconnais
Großes Weinanbaugebiet im Südburgund nördlich des Beaujolais gelegen. Sechs Gemeinden im Süden der Appelation haben das Recht Ihre Weine unter dem Namen Pouilly zu verkaufen und erzielen — oft zu recht — wesentlich höhere Preise. Sieben weitere Gemeinden verkaufen ihre Weine unter dem Namen Saint-Veran.


Mädchenrebe
siehe unter < Leanyka


Maderisiert
Weine, die ihren Höhepunkt überschritten haben, oxydiert sind und dabei einen unfrischen, süßlichen, oft an Maggikraut erinnernden Duft verströmen.


Madiran
Region und Wein aus Südwestfrankreich zwischen Bordeaux und den Pyrenäen gelegen mit kräftigen, bemerkenswerten Rotweinen.


Magnum
Weinflasche mit 1,5 Liter Inhalt.


Maische
Die zermahlenen Trauben, aus denen dann der Saft ausgepresst wird. Das Wort kommt vom lat. miscere = mischen und war schon Mittelhochdeutsch unter „Meisch“ = Gemisch bekannt. 100 Liter Maische ergeben im Durchschnitt 75 Liter Wein.


Maischeerhitzung
Erhitzung der Maische auf etwa 60 bis 80 Grad Celsius, um mehr Farbpigmente aus der Beerenhaut zu extrahieren.


Maischegärung
Vergärung auf der Maische, dem unvergorenen roten Traubensaft samt Schalen und Kernen.


Malolaktische Gärung
Umwandlung der aggressiven Apfelsäure in die mildere Milchsäure. Wird auch >Milchsäuregärung oder biologischer Säureabbau (BSA) genannt.


Malvasia Nera
Die rote Variante des < Malvasier aus dem Piemont und aus Südtirol. In Apulien wird sie zusammen mit Negroamaro zu Qualitäts Weinen verarbeitet.


Malvasier
Die ertragreiche Rebe stammt wahrscheinlich aus Griechenland und wird heute im Mittelmeerraum, Osteuropa angebaut. Der Wein ist bernsteinfarben und erbringt volle und weiche Weine. Sie wird in Italien Malvasia, auf Madeira Malmsey, und auf Korsika Vermentino genannt. In Spanien auch unter Cagazal, Malvasia Fina, Rioja Rojal, Subirat, Tobia bekannt.


Manseng Noir
Rotweinrebe aus dem Südwesten Frankreichs.


Mariensteiner
Kreuzung zwischen Silvaner und Rieslaner. Liefert gute lagerfähige Weine mit einem feinen Pfirsichbukett.


Marken
Weinanbaugebiet in Norditalien


Markenwein
Durch Verschnitt verschiedener Weine hergestellt, um über einen längeren Zeitraum einen geschmacklich und qualitätsmäßig gleich bleibenden Weintyp auf den Markt bringen zu können.


Marsanne
Eine der Hauptreben an der nördlichen Rhône. Wird aber auch in Australien und im Wallis angebaut.


Mazeration
Herauslösen von Farbe und Frucht aus Beerenhaut und Fruchtfleisch.


Mehltau, echter
Eine durch den Pilz „Oidium tuckeri“ hervorgerufene Krankheit der Reben, bei der Weintrauben und Blätter wie von Asche bestäubt sind. Der Falsche Mehltau (Blattfallkrankheit, Peronospora), eine sehr gefürchtete Pilzkrankheit der Rebe, wird hervorgerufen durch den Fadenpilz „Plasmopara viticola“, der 1878 aus Amerika eingeschleppt wurde. Er überzieht Blätter und Trauben des Weinstocks mit einem mehlartigen Belag und bringt diese zum absterben. Zeitweise bedrohte er die Rebkulturen ernstlich, ist aber heute unter Kontrolle.


Mencía
Spanische Rotweinrebe bekannt für hochwertige Weine, ihr werden Ähnlichkeiten mit Cabernet Franc nachgesagt


Merlot
Aus Bordeaux stammend, die wohl am meisten angebaute Rotweintraube in Italien. Im Veneto/Friaul erbringt sie gute bis sehr gute Weine. Wird sehr oft mit Cabernet, Sangiovese und hin und wieder mit Piemont-Trauben verarbeitet. Zusammen mit Cabernet Sauvignon in fast allen berühmten Bordeauxweinen enthalten. Château Petrus einer der besten und teuersten Weine der Welt enthält ausschließlich Merlot.


Messwein
Naturbelassener Wein, der den kirchlichen Vorschriften entspricht.


Méthode champenoise
Hinweis auf die Herstellung von Champagner nach der klassischen Flaschengärmethode (Rüttelverfahren). Für Schaumweine, die in Deutschland nach diesem Verfahren produziert werden sind Begriffe wie „Flaschengärung nach dem traditionellen Verfahren,“ „klassische Flaschengärung“ oder „traditionelles klassisches Verfahren“ üblich.


Methylalkohol
(Methanol). Giftiger Alkohol, von dem im Wein maximal 0,1 Gramm pro Liter enthalten sein darf.


Milchsäure
In Rot- und einigen Weißweinen vorhandene milde Säure, entsteht durch die < malolaktische Gärung.


mild
- Geschmacksangabe bei Sekt. Wahlweise auch das Wort „sweet“. Restzucker über 50 Gramm pro Liter mild.

- Ist ein säurearmer Wein


Millésime
frz. für Jahrgang.


Mineralisch
Duft- und Geschmackseindruck bei Weinen.


mollig
Ist ein voller, runder Wein


Mondeuse
Rotweinrebe aus dem Savoyen, sie ist dort die Hauptrebsorte.


Montepulciano
- Eine weit verbreitete Rebsorte für Rotweine in Italien.

- Eine Stadt in der Toskana mit guten Rotweinen, bei denen aber kein < Montepulciano verarbeitet wird.


Morio-Muscat
Stark rückläufige Neuzüchtung.


Morio-Muskat
Wie der Name bereits vermuten lässt, weist dieser Wein im Geschmack einen deutlichen und würzigen Muskatton auf. Er wurde von Peter Morio in Neustadt an der Weinstraße gezüchtet und entstammt einer Kreuzung aus Muskateller und Silvaner.


Most
(lat. Mustum). Der aus frischen Weintrauben durch Kelterung gewonnene Traubenaft. Er wird zum Wein vergoren. Ein teilweise vergorener Most ist der Bremser und danach der Federweißer.


Mostgewicht
Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben und damit für den potentiellen Alkohol des Weins. Dieses stellt der Winzer mit der Mostwaage oder dem Refraktometer fest. Wird in Deutschland in Öchsle, in Österreich in Klosterneuburger Mostwaage, in Italien in Babo, in Frankreich und Australien in Baumé, in Amerika in Brix gemessen.


Mousseux
Das Schäumen oder Perlen bei Schaumweinen.


moussierend
Ist ein stark kohlensäurehaltiger Wein


Mouvèdre
Alte Rebsorte die am besten am Mittelmeer gedeiht. Er braucht viel Wärme, aber auch etwas Feuchtigkeit. Er reift ziemlich spät und entwickelt Tannine die ihn lange haltbar machen. Ein Grund weshalb er auch nach Südamerika, China usw exportiert worden ist. In Katalonien nennt man ihn Mataro, in Spanien Monastrell.


Muffton
(muffig). Unsauberer, an verschimmeltes, modriges Holz oder schlechte, stickige Kellerluft erinnernder Geruchs- und Geschmacksfehler.


Müller-Thurgau
Diese Rebe wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einem Professor namens Müller gezüchtet. Der Zusatz Thurgau ergab sich, weil Müller aus der gleichnamigen schweizer Region stammt. Zunächst ging man davon aus, dass diese Rebsorte einer Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner entstammt. Nach neuesten Erkenntnissen jedoch stellt sie eine Kreuzung zwischen Riesling und Gutedel dar. Die Weißwein-Sorte Müller-Thurgau ist in allen deutschen Anbaugebieten stark vertreten. Unter anderem, weil er keine allzu hohen Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens stellt. Die daraus resultierenden Weine sind leicht, fruchtig und weisen einen angenehmen Muskat- oder Walnußton auf. Der Geschmackston wird oftmals auch als blumig bezeichnet.


Muscat
(Muscateller, Muscato). Eine Gruppe von Rebsorten, die alle Weine von ähnlichem Geschmack und Duft hervorbringen. Man findet sie sowohl trocken als auch lieblich ausgebaut. Außerdem werden sie zur Sektherstellung verwandt oder auch aufgespritet als Dessertwein.


Muskateller
Diese Sorte zählt zu den ältesten bundesweit und in zahlreichen Varianten vertreten. Sie sollte nur in besten Lagen angebaut werden und liefert Weine mit einem feinen Muskat-Aroma. Diese sind säurebetont und weisen einen nur geringen Alkoholgehalt auf.


Nachgärung
Nach dem Ende der stürmischen Gärung erfolgt der Übergang zur stillen Nachgärung, die sich noch über Wochen hinziehen kann, bis die Hefe durch den entstandenen Alkohol allmählich gelähmt wird, schließlich abstirbt und auf den Fassboden sinkt. In der Flasche ist eine Nachgärung bei Wein immer unerwünscht. Sie lässt auf mangelnde Sterilisation der Flasche bzw. des Korkens oder auf mikrobiologische Verunreinigung des Weines schließen. Die Nachgärung wird auch Milchsäuregärung oder biologischer Säureabbau genannt.


Napa Valley
Bekanntes Anbaugebiet in Nordamerika. Es liegt nördlich von San Fransisco. Auf nur 16.000 Hektar werden etwa 30 Prozent der US-amerikanischen Weine produzieren.


Nasco
Weißer Dessertwein aus Sardinien.


Nase
Weinjargon für Duft (Aroma oder Bukett)


Nassverbesserung
Eine Methode zur Alkoholanreicherung und Säureminderung. Dazu wird vor der Gärung Zuckerwasser zugesetzt. Ist heute fast überall verboten.


Naturwein
Bis zur Einführung der Prädikatsweine durch das Deutsche Weingesetz zugelassener Ausdruck für nicht mit Zucker angereicherten Wein.


Nebbiolo
Eine der großartigsten und ausdrucksvollsten Rebsorten, aus ihr entstehen im Piemont majestätische Rotweine wie Barolo, Barbaresco und Gattinara mit ihrem einzigartigem herben Charme. Wird auch in der Lombardei für Beimischungen verwendet. Im Aostatal wird er reinsortig in großer Höhe angebaut und heißt dort Carema.


Nebuchadnezzar
Riesenflaschen mit dem Inhalt von 20 normalen Flaschen von 0,75 Litern.


Négociant
Weingroßhändler. Kauft oft Wein in Fässern und füllt selbst ab.


Negroamaro
Wird hauptsächlich in Apulien angebaut und ergibt kraftvolle und langlebige Rotweine wie auch lebendige Roséweine.


Nero d´Avola
(Calbrese). Erstklassige Traubenart aus Sizilien, erbringt noble, dichte und lagerfähige Rotweine.


Nerollo Mascalese
Wertvolle Sorte aus dem Gebiet des Etna. Ergibt vorzügliche, eigenständige Weine.


nervig
Bezeichnet meist einen noch jungen, lebhaften, aber entwicklungsfähigen Weißwein mit rassiger Säure.


Neuseeland
Geschichtlich zählt der Weinbau Neuseelands zu den jüngsten Weinbaugebieten der Welt. Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Anpflanzversuche gestartet. Die Weingärten Neuseelands sind vom Norden bis in den Süden auf einige Zentren verteilt, wobei Central Otago auf der Südinsel das südlichste Weinbaugebiet der Welt ist. Das kühle Klima und ausreichende bis üppige Niederschläge schaffen für die Rebe günstige Bedingungen, die teilweise mit europäischen Verhältnissen gleichzusetzen sind. Dies ist auch an den Weinen erkennbar. Die durchwegs jungen vulkanischen Böden gelten als besonders fruchtbar und erbringen einen durchschnittlichen Ertrag von etwa zwölf Tonnen pro Hektar. Durch das Angebot von international gefragten Sorten und die steigende Qualität der Produkte konnte Neuseeland wesentliche Wachstumsraten im Export ausweisen.


Neuzüchtungen
Nach 1945 wurden zunehmend neue Rebsorten angepflanzt in Deutschland, z. B. Scheurebe, Huxelrebe, Faberrebe, Würzer). Die Neuzüchtungen erbrachten an weniger begünstigten Standorten höhere Erträge und durch höhere Zuckerbildung auch höhere Mostgewichte als die klassischen Sorten.


Niagara
Weißweinrebe aus dem Osten der USA.


Niagara Peninsula
Hauptweinanbaugebiet Kanadas zwischen dem Eric- und dem Ontariosee.


Nielluccio
Rebe aus dem östlichen Korsika für kräftige Rotweine und fruchtige Rosé. Die Sorte ist möglicherweise mit Sangiovese verwandt.


Noah
Amerikanische Weißweinrebe die wegen ihrer Reblausresistenz auch in Frankreich angebaut wurde. Aber dort schon seit Jahrzehnten wegen der schlechten Qualität verboten ist.


Nobling
Diese Sorte wurde vom Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg aus den Sorten Silvaner und Gutedel hervorgebracht. Ihr Anteil in Deutschland ist gering. Allerdings hat sie an Bedeutung gewonnen, seit sie als Grundwein für die Sekterzeugung genutzt wird.


Nobling
Neuzüchtung aus Silvaner und Gutedel die hauptsächlich in Baden angebaut wird.


Nosiola
Rebsorte aus dem Trentino. Bringt einen sehr trockenen, eigenständigen Wein, der sehr erfrischend ist und vorzüglich zu Fisch passt.


Notarpanaro
Einer der besten Rotweine Apuliens aus dem Salento.


Nuragus
Weißweinrebe aus Sardinien. Der Name erinnert an die prähistorischen Steintürme der Insel den Nuraghi.


Oechsle
Der Zuckergehalt von Traubenmost wird in Grad Oechsle angegeben. Die Oechslegrade zeigen an, um wie viel Gramm ein Liter Most bei 20 Grad Celsius schwerer ist als ein Liter Wasser. Der Begriff geht auf Christian Ferdinand Oechsle zurück, der 1827 die nach ihm benannte Mostwaage produzierte und die Gradeinteilung nach dem spezifischen Gewicht anbrachte. Ein Oechslegrad entspricht rund 0,13 g/l Alkohol.


Oechslegrade, (Mostgewicht)
Maßeinheit für das spezifische Gewicht von Trauben- und Obstsaft (Most), das mit Hilfe einer Oechslewaage bestimmt wird. Wegen seines Gehaltes an Zucker und anderen Inhaltsstoffen liegt das spezifische Gewicht eines Mostes immer über dem Wert 1,000 des Wassers. Die Zahl nach dem Komma gibt das spezifische Gewicht eines Traubenmostes in Öchslegraden an. Das spezifische Gewicht von 1080 beispielsweise entspricht also 80 Grad Oe.


Ohio
Amerikanischer Bundesstaat mit alter Weinbautradition die von deutschen Winzern schon vor dem amerikanischen Bundesstaat begründet wurde, damals noch mit der alten Catawbatraube.


Oidium
Fachausdruck für Mehltau, wobei zwischen echten und falschem Mehltau unterschieden wird. Der echte Mehltau (Unicula Necator) wird durch wechselhaftes Wetter und Temperaturen begünstigt. Der falsche Mehltau (Peronospora viticola) ist einer der schwersten durch einen Virus hervorgerufenen Rebkrankheiten die — wie die Reblaus im letzten Jahrhundert — riesige Schäden anrichten kann.


Ökologischer Weinbau
Eine auf dem natürlichen Stoffkreislauf und seine im Biotop Weinberg auftretenden Wechselbeziehungen beruhende Wirtschaftsweise, die einen Weinbau möglichst ohne chemische Pflanzenschutzmittel, Unkrautbekämpfung und Mineraldünger anstrebt. Die Anbaurichtlinien des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau geben hierzu Hinweise.


Ondenc
Weißwein aus Südwestfrankreich.


Önologie
(griech. oinos Wein und logos Wissenschaft). Die Wissenschaft vom Wein.


Önothek
(ital.: Enoteca) Laden in dem Weine einer Region, in großer, repräsentativer Auswahl angeboten werden.


Organoleptische Prüfung
Eine die Sinne — Aussehen, Geruch, Geschmack — nutzende Methode, die Qualität von Wein zu prüfen.


Ortega
Wein und die geistige Kunst scheinen sich gut zu ergänzen, denn dieser Wein ist nach einem Philosophen benannt. Namensgeber war der Spanier José Ortega y Gasset. Der Ortega stellt eine Kreuzung zwischen Müller-Thurgau und der Siegerrebe dar. Der Wein ist lange haltbar und weist im Geschmack ein ausgeprägtes Muskatbukett auf.


Österreich
Der Wein und der Weinbau in Österreich haben seit mehr als 2.000 Jahren die Bevölkerung und die Kultur des Landes geprägt. Aber auch über die Grenzen hinaus waren und sind österreichische Weinerfahrung und Weinwissen geschätzt. In Österreich gibt es heute rund 35.000 Weinbetriebe. Die Weinwirtschaft in Österreich ist eindeutig eine Domäne der kleineren Betriebe. Zwei Drittel der Weinbauern bewirtschaften weniger als ein Hektar Rebfläche. Charakteristisch für die Weine aus Österreich ist, dass sie die sprichwörtliche Blumigkeit und Fruchtigkeit nördlicher Anbaugebiete mit dem Körper und der Samtigkeit südlicher Anbauzonen in einem ausgewogenen Verhältnis vereinen. Von der Weinproduktion entfällt 81 Prozent auf Weißweine und 19 Prozent auf Rotweine, wobei mehr als die Hälfte aller Weine aus den Rebsorten Grüner Veltliner, Müller-Thurgau und Welschriesling besteht. Die Weine werden in vier Regionen mit 15 Untergebieten aufgeteilt: 1) Niederösterreich dem größten Gebiet, 2) Burgenland das zweitgrößte Gebiet 3) Steiermark und 4) Wien. Die österreichischen Weine werden ähnlich wie in Deutschland, aber mit höheren Mostgewichten, in Tafelweine, Qualitätsweine, Qualitätsweine besonderer Reife (Spätlese, Auslese) eingeteilt.


Oxydiert
Schaler, flacher Geschmack in Folge übermäßiger Berührung mit Luft. Weißwein wird dunkel in der Farbe und riecht und schmeckt ähnlich einem Sherry. Rotweine werden bräunlich.


Paarl
Zentrum des südafrikanischen Weinanbaus. Wurde schon im 17.Jahrhundert von den Hugenotten begründet.


Palette
Eine kleine Appellation in Südfrankreich unweit von Aix-en-Provence. Das Château Palette ist ein bekanntes Spitzen-Weingut.


Palomino
(Listan). Äußerst ertragreiche Rebe. Wird im Jerez und auf den Kanarische Inseln angebaut. Für Sherry sehr gut, für Weißwein belanglos.


Panier Verseur
französich für Dekantierkörbchen.


Pardillo
(Pardina). Spanische Weißweinrebe. Angebaut wird sie nahe der portugiesischen Grenze und liefert nur mäßige Weine.


Parellada
Eine der wichtigen Weißweine für die < Cava-Herstellung. Sie ist sehr ertragreich und von hoher Güte.


Passito
Italienischer Dessertwein (Vin Santo) aus Trauben die im Freien oder im Keller teil getrocknet und dann gekeltert werden.


Pasteurisieren
Zerstörung von Mikroorganismen — nicht nur im Wein — durch erhitzen. Bessere Weine werden nie pasteurisiert.


Patrimonio
Bekannte körperreich Rot-, Weiß-, oder Roséweine aus Korsika.


Pauillac
Untergebiet im Haut-Medoc einem Teil von dem großen Anbaugebiet Bordeaux.


Pedro-Ximénez
Eine Rebe mit hohem Zuckergehalt, wird vor allem bei der Sherry-Erzeugung genutzt. Der Name stammt von einem Deutschen mit Namen Peter Siemens. Andere Namen sind Pedro Jiménez und Pedro Ximén.


Pétillant
Leicht perlender Wein aus Frankreich. Er hat etwa halb soviel Bar wie ein Champagner. Der bekannte Pètillant kommt aus Vouvray an der Loire.


Pfropfrebe
Pflanzrebe, die aus der Verbindung von zwei Holzteilen verschiedener Rebarten entstanden ist. Dabei pfropft man ein etwa drei Zentimeter langes Edelreis mit Hilfe besonderer Schnittformen auf ein etwa 20 Zentimeter langes, einjähriges Holzstück der > Unterlagsrebe und lässt die beiden Teile miteinander verwachsen. Anlass zur Herstellung von Pfropfreben waren die vernichtenden Schäden durch die > Reblaus im europäischen Weinbau. Nachdem man erkannt hatte, dass amerikanische Rebarten an der Wurzel gegen die Reblaus unempfindlich sind, Europäerreben wiederum an den oberirdischen Teilen nicht geschädigt werden, pfropft man europäische Edelreiser auf amerikanische Unterlagsreben.


Phylloxera
> Reblaus


Picardin
Weißweinrebe die an der Rhône angebaut wird.


Picpoul
(Piquepoul). Weiße Rebsorte aus Südfrankreich.


Pièce
Im Burgund übliche Bezeichnung für ein Eichenholzfass mit 228 Liter Inhalt.


Piffche
Ausschankmaß für 0,1 Liter Wein, die kleinste mögliche Menge. Das Wort rührt sehr wahrscheinlich daher, dass dieses geringe Quantum kurzer wie ein Pfeiflaut (Pfiff) ist oder in dessen Zeitdauer ausgetrunken werden kann.


Pinenc
Weißwein-Rebe kommt aus dem Südwesten Frankreichs.


Pinot Auxerrois
Gehört zur Familie der Burgunderreben. Er wird angebaut in im Elsass, in der Champagne und in Burgund. In Deutschland kennt man ihn hauptsächlich aus Baden. Sein Name stammt möglicherweise aus der französischen Grafschaft Auxerrois (zwischen Burgund und Chablis). Die Farbe ist blass bis hellgelb.


Pinot blanc
Weißweintraube, die fruchtige Weine ergibt. Stammt aus dem Burgund und wird vielfach als Massenwein auf den Markt gebracht. Im Veneto, Trentino und in der Lombardei bei Qualitätswinzern von erstaunlicher Qualität. Im Friaul noch eigenständig und mit eigenem Charakter. In Italien Pinot Bianco genannt.


Pinot Grigio
Sehr beliebt und deshalb oft ein langweiliger Massenwein. Jedoch von guter Qualität bei entsprechender Sorgfalt. Im Friaul und in Venetien sehr gut. In Ungarn Szürkebarat genannt.


Pinot gris
Französische Bezeichnung für Ruländer, im Elsass früher: Tokay d'Alsace genannt, liefert runde, frische Weine.


Pinot Meunier
Diese Rotweinrebe wird an der Loire und in Lothringen angebaut.


Pinot Noir
(Pinot Nero). Blauburgunder, ergibt samtige Rotweine, Hauptanbaugebiete: Bourgogne, Champagne. Die Qualität der aus dieser roten Traube gewonnenen Weine hängt von der Menge des Ertrages ab. Bei hohen Erträgen und früher Reife wird ein recht leichter, milder und geschmacksneutraler Wein gewonnen. Bei geringem Ertrag liefert die Traube einen fruchtig, gehaltvollen Wein, der jung getrunken werden kann, aber auch längere Lagerung verträgt Selbst bei den teuersten Weinen und bei Winzern mit großem Ruf am besten vor dem Kaufen probieren. Schöne Resultate bei Spumante. Sie schmecken samtig-mild, vollmundig. Junge Weine erinnern etwas an Brombeeren, ältere an Bittermandel.


Pinotage
In Südafrika 1925 entstandene Kreuzung aus Spätburgunder und Chisaut, sehr vielseitig, ergibt volle Rotweine mit oft überwältigendem eigenständigem Bukett.


Pinotage
Südafrikanische Neuzüchtung aus Pinot Noir und Cinsault.


Pommard
Bekannter, aber nicht bester roter Burgunder von der Côte de Beaune


Portugal
Die Weinbautradition Portugals ist lang, so wurde bereits im 15. Jahrhundert Wein in größeren Mengen nach England exportiert. Im 18. Jahrhundert legte man in Portugal gesetzlich das Ursprungsgebiet für Portwein fest und führte damit 25 Jahre vor Frankreich das nationale System einer Appellation d'origine controlée mit Gebietsbegrenzung, Traubensorten, Qualitätsbegriffen, Herstellungsverfahren etc. ein. Portugal steht auf dem siebten Rang der Weinproduzenten der Welt und steht in der Rangliste des Pro-Kopf-Verbrauches an dritter Stelle. Im Gegensatz zu Spanien und Frankreich, wo die Weingärten hauptsächlich in flachen Anbaugebieten liegen, ist Portugal weit gehend gebirgig und hat daher relativ viele verstreut liegende Weinberge. Die Produktion der qualitativ hoch stehenden Weine ist im nördlichen Teil des Landes konzentriert.


Portugieser
Die Qualität des Weines hängt von der Menge des Ertrages ab. Bei hohen Erträgen und früher Reife wird ein recht leichter, milder und geschmacksneutraler Wein gewonnen. Bei geringem Ertrag liefert die Traube einen fruchtig, gehaltvollere Wein, der jung getrunken werden kann, aber auch längere Lagerung verträgt.


Portweine
Die süßen, roten Weine sind wohl der berühmteste Exportartikel Portugals. Die Grundweine für den Port wachsen im oberen Duoro-Tal nahe der Hauptstadt Porto. Es gibt zwei Kategorien von Portwein: Der langlebige, teure Vintage Port entsteht jeweils von Trauben aus einem besonders guten Jahr, wird zwei Jahre nach der Lese abgefüllt und reift in der Flasche weiter. Andere Portweine werden in Holzfässern ausgebaut und sind nach der Abfüllung ausgereift. Der Single Quinta Vintage Port ist ein Jahrgangs-Port aus einem einzigen Weingut, aber aus weniger qualitätsvollen Jahrgängen, aber trotzdem oft exzellent und früher trinkreif als traditioneller Vintage Port.


Poulsard
Fruchtig, süffige Weine kommen in Bugey und im Jura vor


Prä-Phylloxera
Die Zeit vor der Reblauskatastrophe, die in Europa um 1870 einsetzte.


Prädikatsweine
Deutsche und österreichische Klassifizierung natursüßer, nicht angereicherter Weine: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Ausbruch (nur in Österreich) Eiswein.


Premier Cru
Nach Grand Cru die zweite Stufe der burgundischen Lagenbewertung


Premier Grand Cru Classé
Im Medoc die höchste Qualifizierung in die alle Châteaux im Médoc durch die Klassifizierung von 1855 eingestuft wurden. Unter die Kategorie fallen: Lafite Rothschild, Latour, Margaux, Mouton-Rothschild und Haut-Brion


prickelnd
Wird ein Kohlensäurehaltiger Wein genannt, der spürbar auf der Zunge prickelt


Primeur
Junger, frischer Rotwein (meist Beaujolais), der kurz nach der Gärung abgefüllt und wenige Monate später getrunken wird. Erstverkaufstag ist jedes Jahr der dritte Donnerstag im November (für Beaujolais Primeur). Empfohlene Trinktemperatur: 10-12 Grad.


Primitivo
Die insbesondere im Salento-Gebiet im Süden Apuliens anzutreffende Sorte verdankt ihren Namen ihrer frühen Reife (primo = der Erste). Sie ist mit der kalifornischen Zinfandel verwandt und stammt wie ihr nordamerikanischer Vetter nach neusten Analysen von der kroatischen „Crljenak“ ab. Primitivo erbringt kräftige, samtige Rotweine mit oft voluminöser, schmelziger Frucht.


Pro Riesling
Einige Weingüter und Kellereien in Rheinhessen sind Mitglieder bei dem „Verein zur Förderung der Rieslingkultur e.V. — Pro Riesling“, der 1985 in Trier gegründet wurde. Dieser will die Sonderstellung des Rieslings als edelste deutsche Rebsorte fördern. Alle zwei Jahre findet der nationale Wettbewerb um den Erzeugerpreis statt.


Prosecco
Sehr alt und beliebteste Rebsorte aus Venetien für zart-fruchtige Perl- und Schaumweine mit weltweitem Siegeszug. Die Qualitäten sind jedoch sehr unterschiedlich und teilweise zweifelhaft. Sollte immer jung getrunken werden. Prossecco gibt es als klassischen Frizzante oder als Spumante in Dry, Extra Dry und Brut. Auch als hochgeschätzter Cartizze.


Q.b.A.
Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Deutsche Qualitätsbezeichnung unterhalb der Prädikatsweine. Oft in der Literflasche abgefüllt. Die Weine sind oft kräftiger als Kabinettweine.


Qualitätsstufe
Deutsche Weine sind in drei Qualitätsstufen (Weingruppen) eingeteilt: Deutscher Tafelwein, Qualitätswein b.A., Qualitätswein mit Prädikat. In welche Gruppe ein Wein einzustufen ist, richtet sich nach Mostgewicht, Reifezustand und Art der Traubenlese. Bei Qualitätswein (mit oder ohne Prädikat) erfolgt die Zuordnung durch die Prüfstelle. Die Qualitätsstufe ist auf dem Etikett angegeben.


Qualitätswein
Höchste Kategorie der europäischen Weingesetzgebung. Festgelegt werden der regionale oder lokale Ursprung des Weins, die Traubenzusammensetzung, die Mengenbegrenzung, der Mindestalkoholgehalt.


Qualitätswein
Internationale Bezeichnung für Weine einer höheren Güteklasse, die bestimmten gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen. Deutschland: Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) sind gehaltvolle, gebietstypische Weine für den täglichen Genuss Ein solcher Wein muss aus geeigneten, in einer Liste erfassten Rebsorten stammen. Der Wein muss in Aussehen, Geruch und Geschmack frei von Fehlern und für die angegebene Herkunft und Rebsorte typisch sein.


Qualitätswein mit Prädikat
Oberste Kategorie des deutschen Weins.


Qualitätswein mit Prädikat
Höchste Qualitätsstufe bei deutschen Weinen. Die gesetzlichen Anforderungen sind entsprechend höher als bei den Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete. Prädikatsweine müssen aus einem einzigen Bereich innerhalb eines der 13 bestimmten Anbaugebiete stammen. Die Anreicherung des Mostes mit Zucker ist nicht erlaubt. Die gesetzlichen Mindestmostgewichte sind je nach Weinbaugebiet, Weinart (Rot- oder Weißwein) und Rebsorte (früh- oder spätreif) verschieden. Sechs Prädikate sind zugelassen: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Trockenbeerenauslese.


Qualitätsweinprüfung
Ein Wein darf nur dann als Qualitätswein oder Qualitätswein mit Prädikat bezeichnet und vermarktet werden, wenn ihm auf Antrag eine < amtliche Prüfungsnummer (und evtl. ein Prädikat) zugeteilt worden ist. Die Prüfbehörde trifft anhand des analytischen Untersuchungsbefundes eines zugelassenen Laboratoriums, der mit dem Antrag vorzulegen ist, und der sensorischen Bewertung des Weines durch die Prüfungskommission die abschließende Entscheidung.


Quincy
Kleines Anbaugebiet in der Nähe der Loire mit trocken Weißweinen aus der Sauvignon Blanc Rebe ähnlich dem Sancerre.


Quinta
Portugiesisch für Weingut.


Quinta
Portugiesische Bezeichnung für Weingut.


Rancio
Spanisches Wort für Altersgeschmack, der aber durchaus geschätzt wird. Auf den Etiketten ist dann auch ausdrücklich das Wort Rancio mit aufgeführt.


rassig
Bezeichnung für einen herzhaften, lebendigen Wein mit fruchtiger, erfrischender Säure. Charakteristisch für viele Rieslingweine.


rauh
Ist ein herber Wein, mit übermäßigem Gehalt an Schwefelsäure.


Räuschling
Eine einst in der Ostschweiz ziemlich verbreitete Weißweinrebe. Sie heißt im Elsass „Knipperle“ Heute nur noch auf wenigen Hektar angebaut. Lieferte einen recht neutralen Wein.


Reblaus
(Phylloxera) Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppte amerikanische Insekt. Die ca. einen halben Millimeter große Laus, die sich an den Wurzeln der Reben festsetzte vernichtete innerhalb von zwei Jahrzehnten sehr viele Weinberg. Erst die Idee europäische Reben auf amerikanische Wurzelstöcke, die immun gegen die Reblaus sind, aufzupropfen, rettete den Weinbau in Deutschland.


Rebschnitt
Eine der wichtigsten Arbeiten des Winzers. Während der Vegetationsruhe, im Winter oder im zeitigen Frühjahr, werden die Reben von Hand geschnitten. Es werden rund 90 Prozent der einjährigen Triebe (Ruten) entfernt. nur eine bis zwei der kräftigsten Tragreben bleiben stehen. Durch richtigen Rebschnitt, der Sachkunde und Qualitätsbewusstsein voraussetzt, wird die Wachstumskraft des Rebstocks gelenkt, sein Alter und seine Gesundheit mitbestimmt und der richtige Ausgleich von Güte und Menge vorgegeben.


Rebsorte
Die Rebsorte ist einer der Faktoren, die Qualität und Geschmack eines Weines beeinflussen. Auf dem Etikett darf die Rebsorte angegeben werden, vorgeschrieben ist dies aber nicht.


Recioto
Italienische Qualität aus teilweise getrockneten Trauben. Meist süß und aromatisch, wenn er trocken ausgebaut wird heißt er Amarone.


récolte
franz. für Ernte, bezeichnet auf Weinetiketten den Jahrgang.


reduktiv
Weit gehend unter Sauerstoffabschluss erzeugter Wein. Verfahren, um spritzige, duft- und Frucht betonte Weißweine zu erhalten.


Refosco
Rebsorte aus dem Friaul. Wegen Ihrer Robustheit nicht besonders dem internationalen Geschmack angepasst, findet sie heute immer mehr Freunde. In der modernen Version fällt sie weniger hart und tanninreich aus. Teilweise wird sie erfolgreich in Cuvée's verwendet.


Refraktometer
Optisches Meßgerät zur Bestimmung des Zuckergehaltes von Traubensaft. Das Prinzip beruht auf der unterschiedlichen Lichtbrechung von Lösungen je nach deren Konzentration. Die Messergebnisse werden in Oechslegraden abgelesen. Das Refraktometer arbeitet weniger genau als beispielsweise eine Mostwaage, die kleinen Handrefraktometer sind aber sehr bewährt zur Bestimmung des Reifezustandes der Trauben direkt im Weinberg.


Regent
Diese gegen Pilze resistente Rotweinsorte entstammt einer Kreuzung von Silvaner und Müller-Thurgau, die wiederum mit Chamboucion gekreuzt wurde. Der tiefrote Wein ist sehr kräftig und gehaltvoll, er eignet sich unter anderem sehr gut für die Lagerrung im Holzfaß.


Reintönig
Für die Traubensorte typischer Geschmack und Duft ohne Nebentöne.


Reinzuchthefe
Im Labor gezüchtete Hefe, die bei der Vergärung des Weins benutzt wird. Vorteil: leichtes Angären, geringes Risiko des Steckenbleibens der Gärung. Nachteil: Gefahr der Uniformität im Geschmack und Sorten untypische Aromen.


Reserva
Spanische und italienische Qualitätsbezeichnung. Die Weine müssen je nach Anbaugebiet bis drei Jahre Fass und Flaschen-Lagerung hinter sich haben.


Reserva Especial
Besonders hochwertige < Reserva, die nicht so lange lagern sollen wie ein Gran Reserva, um die Fruchtfülle zu behalten: Manchmal der beste wein eines Weingutes.


Restsüße
siehe > Restzucker.


Restzucker
Der Zuckeranteil, der nach abgeschlossener oder auch künstlich unterbrochener Gärung im Wein zurückbleibt. Die Bezeichnung ist unglücklich gewählt, denn auch ein völlig durch gegorener Wein kann Reste von Zucker aufweisen, wenn er nach der Gärung mit Süßreserven versetzt wird. Die Menge an Restsüße, insbesondere das Alkohol-Restzucker-Verhältnis, ist nicht willkürlich, sondern gesetzlich geregelt. Ein gewisser Restzuckergehalt gibt vor allem dem säurereichen Wein eine angenehme Abrundung, während zuviel Restsüße seine feineren Geschmackskomponenten überdeckt. Der Restzucker wird in Gramm pro Liter angegeben.


Retsina
Griechische Spezialität aus Weißwein und einem kleinen, während der Gärung zugesetzten Anteil (ein Kilo auf einen Hektoliter) Pinienharz. Er wird aus der Savatiano- und der Roditystraube gewonnen. Der berühmteste Retsina kommt aus Attika.


Reuilly
Kleine Appellation an der Loire westlich von Bourges in der Nähe von Quincy. Es wird ein trockener Weißwein aus der Sauvignon blanc Rebe, Rosè und ein Rotwein aus Pinot Noir gewonnen. Insgesamt werden an die 2000 Hektoliter auf 75 Hektar erzeugt.


Rheinhessen
Weinanbaugebiet im Hügelland in der Kniebeuge des Rheins zwischen Bingen, Mainz, Worms, Alzey und Bad Kreuznach. Umgeben und geschützt von Hunsrück, Taunus, Odenwald und Pfälzer Wald. Der Teil des Landes Rheinland-Pfalz ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands.


Rhodos
Griechische Insel und Herkunft einiger trockenen Rot- und Weißweine, und des Likörweins Muscat.


Ribolla
Rebe aus dem Friaul, die jetzt immer mehr Freunde findet.


Ried
österreichische Bezeichnung für eine Einzellage.


Rieslaner
Eine in Deutschland mit einigem Erfolg angebaute Rebsorte. In höheren Qualitäten bei engagierten Winzern mit feinen, aromatischen Weinen. Der Rieslaner ist eine Kreuzung aus Riesling und Sylvaner.


Ripasso
Traditionelles, in Italien (Valpolicella) gebräuchliches Verfahren, junge Rotweine auf der Maische eines hochwertigeren Weins nach zu vergären, um so den Wein zu verbessern.


Rivaner
Der Rivaner ist eine frische, fruchtige Variante des blumigen Müller-Thurgau.


Roche aux Moines
Eine der besten Lagen im Anjou an der Loire, bekannt für gute weiße Dessertweine.


Romorantin
Rebsorte an der Loire für leichte Weine in der Region Cheverny.


Rondinella
Italienische Rotweinrebe aus der Lombardei und Venetien.


Rosette
Weißwein aus der Semillon-, Sauvignon- und Muscadellerebe aus einem kleinem Gebiet nördlich von Bergerac.


Roséwein
Hellroter Wein von dunklen Trauben. Bei Hellkelterung werden die Trauen sofort, ohne vorherige Angärung, gekeltert und nicht, wie sonst bei der Bereitung von Rotwein, auf der Maische vergoren. So gelangt nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Wein. Ist der Roséwein ein Qualitätswein und ausschließlich durch Hellkelterung aus Trauben gewonnen, die von einer einzigen Rebsorten stammen, so darf stattdessen die Angabe »Weißherbst« verwendet werden.


Rossara
Gute Italienische Rotweinrebe zum Beispiel für Bardolino.


Rossese
Ligurische Sorte. Liefert gute Weine, die jung getrunken werden sollten.


Rotgipfler
Österreichische Rebsorte für Weißweine die nur einen geringen Ertrag bringt. Wird in der Regel mit dem Zierfandler verschnitten.


Rotweinerzeugung
Die wesentlichen Produktionsschritte bestehen aus Maischen, Vergären und Pressen. Im Unterschied zur Weißweinproduktion werden die roten Beerenschalen nicht vom Most getrennt, vielmehr ist meist ein intensiver Kontakt zur Tannin-, Farb- und Aromaauslaugung gewollt. 1. Mahlen: Die Beerenhaut wird aufgebrochen, damit der Saft austreten kann und die Hefen den Gärprozess in Gang setzen können. 2. Alkoholische Gärung: Rotwein wird traditionell auf der Maische vergoren. Die Maischdauer richtet sich nach der für den jeweiligen Wein gewünschten Farbtiefe und Gerbstoffherbheit. Der Vorgang kann vier bis 21 Tage dauern. 3. Pressen: „Presswein“ enthält viel Tannin und Farbstoff. Ein gewisser Anteil davon kann nach dem Ermessen des Kellermeisters dem Most, der durch den Eigendruck der Trauben abfließt beigemischt werden, um diesem mehr Charakter und Lebensdauer zu verleihen. 4. Gärung: Bei der Rotweingewinnung wird fast immer die > Malopaktische Gärung gefördert. Dadurch wird der Säuregehalt des Weins gemildert, seine Komplexität und Stabilität wird erhöht. Der Wein wird insgesamt runder und harmonischer in Geschmack und Aroma. 5. Ausbau und Abstich: Hochwertige Rotweine werden heute fast immer im Eichenfass ausgebaut. Eichenholz gibt Vanillin und Tannin an den Wein ab. Wie lange ein Wein im Fass lagern soll, wird durch regelmäßiges Probieren entschieden. Die Lagerdauer kann zwischen vier und 24 Monaten liegen. Alle paar Monate wird der Wein in ein sauberes und keimfreies Fass abgestochen (= umgefüllt) und dabei vorsichtig belüftet und vom Bodensatz im alten Fass getrennt. 6. Schönen: Zweck des Schönens ist die Klärung und Stabilisierung des Weines. Das dafür benutzte Mittel (meistens Eiweiß) wird auf die Oberfläche gegeben und nimmt beim Niedersinken alle im Wein befindlichen Trub- und Schwebeteilchen (Schalenteile, Kerne etc.) mit sich zu Boden. 7. Filtrieren: Vor dem Abfüllen gilt es noch zu entscheiden, ob filtriert werden soll oder nicht. Durch Feinfiltrieren wird angestrebt, den Wein selbst unter ungünstigen Voraussetzungen stabil und klar zu machen. Manche Kellermeister meinen jedoch, dass der Charakter des Weines darunter leidet. 8. Abfüllung: Vor dem Abfüllen muss der Wein völlig stabil sein. Er bleibt oxidations- und krankheitsanfällig, bis der Korken in der Flasche sitzt. Das Abfüllen geschieht heute zu 95 Prozent in maschinellen Abfüllanlagen. Wichtig ist, dass die Flasche auf die genau richtige Höhe gefüllt wird, damit noch Raum für den Korken bleibt.


Rouge
französisch für Rot


Roussette
Rebsorte aus Savoyen.


Ruby Port
Der jüngste Portwein, meist ohne Fasslagerung, kräftig, bukettreich und pikant-süß.


Rückenetikett
Zweites Etikett auf der Rückseite der Flasche, das Angaben über Geschmack, Serviertemperatur und historisch Interessantes über den betreffenden Wein enthalten kann. Auch die Angaben für Diabetiker stehen auf diesem Etikett.


Rückgrat
Der Wein hat Körper, ist voll und hat genügend Säure, Tannin und Extrakt.


rund
Der Wein hat einen vollen, harmonischen Geschmack


Rute
Trieb des Rebstockes, der im Lauf eines Sommers gewachsen und im folgenden Herbst verholzt ist. 90 Prozent dieser Ruten werden im Winter beim Rebschnitt entfernt, die verbleibenden tragen im folgenden Jahr die Sommertriebe und Trauben.


Rütteln
Das Drehen der Champagnerflaschen per Hand im Rüttelpult. Dabei wird die Hefe in den Flaschenhals befördert, um sie später < degorgieren zu können.


Saccharomyces
Hefen die für die Gärung notwendig sind.


Saint-Emilion
Eine große Region im Bordeaux..


Saint-Esèphe
Unterregion des Haut-Medoc einem Teil von dem großen Anbaugebiet Bordeaux.


Salina
Insel nördlich von Sizilien mit dem Marsala di Lipari als Hauptwein.


Samso
Spanische Rotweinrebe aus dem Penedès. Eine traditionelle Sorte die heute kaum noch verbreitet ist.


Samtrot
Diese Rebsorte geht auf die Burgunder-Familie zurück und ist eine Mutation des Schwarzrieslings. Die Weine zeichnen sich durch einen samtenen, roten Farbton und eine vornehme Fülle aus.


Samtrot
Mutation aus dem Schwarzriesling die in geringem Umfang in Württemberg angebaut wird.


Sancocho
Traubenkonzentrat zur Herstellung von Sherry.


Sangiovese
(Brunello, Prugnolo, Gentile, Morellino) Wichtigste Rotweinsorte in der Toscana für Chinati (Classico), Brunello, Vino Nobile, Caramino und Spitzenweine aus dem Bereich Vino da Tavola.


Santa Clara
Kalifornisches Anbaugebiet am südlichen Ende der Bucht von San Fransisco.


sauer
Ist ein Wein mit unangenehm hoher Säure.


Säure
Eine wichtige Komponente beim Wein ist der Säuregehalt. Die Gesamtsäure eines Traubenmostes setzt sich zusammen aus Weinsäure, Äpfelsäure sowie Milchsäure, Bernsteinsäure und wird in Promille angegeben. Die deutschen Weine zeichnen sich, ähnlich wie das Obst aus nördlichen Breitengraden, durch ihre fruchtige, lebendige Säure aus. Steht die Säure in einem als angenehmem harmonischen Verhältnis zur Restsüße und zum Extraktgehalt eines Weines, dann spricht man von fruchtiger, reifer oder saftiger Säure. Ist die Säure unangenehm vorherrschend, so nennt man sie hart, spitz, grasig oder grün. Für deutsche Weine gilt die Faustregel: Die Säure in Promille soll ein Zehntel des Mostgewichtes betragen, z.B. sind 80° Oechsle bei acht Promille Säure optimal. Der Säuregehalt entscheidet aber auch mit über die Haltbarkeit des Weines. In schlechten Jahrgängen vorhandene übermäßige Säure darf in gesetzlich beschränktem Umfang entfernt oder gemindert werden. Mit den Jahren baut sich die Säure auf natürlichem Wege ab. Daher sollte man Weine, die zunächst hohe Säurewerte aufweisen (z. B. Riesling) in den ersten eins bis zwei Jahren noch nicht trinken, sondern ruhen lassen, bis ein harmonisches Verhältnis erreicht ist.


Sauser
"Noch stark gärender, süß schmeckender Most


Sauvignon Blanc
(Fumé Blanc). Aus Frankreich stammende Traube von sehr guter Qualität. Besonders an der Loire (Sancerre, Pouilly-Fume u.a.) erfolgreich. Gute Erzeuger gibt es in Katalonien und auch in Neuseeland sehr beliebt.


Schaumwein
Sammelbezeichnung für Weine, in denen Kohlendioxyd gelöst ist (Sekt, Champagner, Cremant, Spumante, Cava, Sparkling-Wine).


Scheurebe
Der Weinbau verdankt diese Rebsorte dem Züchter Georg Scheu, der die Sorten Riesling und Silvaner miteinander kreuzte. Wenngleich es sich um einen Weißwein handelt, so erinnert die Scheurebe in ihrem Geschmack doch an die schwarze Johannisbeere. Der Wein zeichnet sich zudem durch seine mittlere bis kräftige Säure aus.


Schiava
Im Trentino eine wichtige Traube die mittlerweile sehr gute Weine entstehen lässt. Im Südtirol ein Massenwein, aber er gewinnt allmählich an Qualität. Als Vernatsch bekannt findet man ihn im Kalterer See und im St. Magdalener.


Schillerwein
In Württemberg beliebter Roséwein, der durch Mischen von Rot- und Weißweinen entsteht.


Schleier
Bezeichnung für eine leichte Trübung im Wein


Schlossabzug
"Ein Wein, der original im Chateau auf die Flasche gefüllt wurde


Schönung
Jahrtausende Jahre alte Methoden zur Klärung und Stabilisierung von Weinen. Durch Zusatz von Stoffen, die durch Oberflächenanziehung oder chemische Reaktionen die Trubstoffe binden und ausflocken lassen und mit ihnen zu Boden sinken. Durch einen Abstich werden Weine dann vom Schönungstrub getrennt. Klassische Schönungsmittel sind Eiweiß Gelatine, Tannin und Kaolin (< Bentonit) oder auch verschiedene Chemikalien. Die Behandlungsverfahren, die Höchstmengen und die Reinheitsanforderungen an die Behandlungsmittel sind im Weingesetz geregelt.


Schoppen
In Deutschland und der Schweiz altes Flüssigkeitsmaß, das beim Weinausschank Verwendung findet. Während man in der Pfalz „ganze“ Schoppen (0,5 Liter) ausschenkt, trinkt man im Rheingau „halbe“ Schoppen (0,2 Liter), die im Römer serviert werden. In Baden, Franken und Württemberg fasst der Römer 0,25 Liter und wird als „Viertel“ bezeichnet. In der Schweiz ist ein Schoppen 0,375 Liter.


Schwarzriesling
Da die Triebspitzen dieser Rebsorte aussehen, als seien sie mit Mehl bestäubt, wird sie auch als Müllerrebe bezeichnet. Aus dieser Sorte, die sich auch bei schwierigen klimatischen Bedingungen und Bodenbeschaffenheiten anbauen lässt, gehen Rotweine mit mittlerer Säure und leichtem Gerbstoffcharakter hervor, die sich selten für Spitzenqualitäten eignen. Jedoch dient der Schwarzriesling häufig als Grundlage für deutsche Champagner.


Schwefelung
(schwefeln). Schon seit der Antike bekanntes Verfahren zum Frischhalten von Wein. Durch Zugabe von schwefliger Säure oder Schwefeldioxyd wird er gegen Oxydation geschützt. Unzureichende oder gar nicht geschwefelte Weine altern rasch, sie schmecken dann schal und ausdruckslos. Innerhalb der international zulässigen Höchstmengen ist die schwefelige Säure geschmacklich nicht wahrnehmbar. Das Interesse an ungeschwefelten Weinen hat in den letzten Jahren wieder nachgelassen, nachdem sich gezeigt hat, dass die gesetzlich erlaubte Schwefelung keinerlei gesundheitliche Folgen nach sich zieht. Hinzu kommt, dass jeder Mensch mit der täglichen Nahrung wesentlich mehr Schwefel zu sich nimmt als durch den Weinkonsum.


schwer
Wird ein alkoholreicher Wein mit hohem Extrakt bezeichnet


Schwund
Sinken des Flüssigkeitsspiegels bei längerer Lagerung im Fass oder in der Flasche. Wenn der Luftraum in der Flasche mehr als zwei Finger hoch ist, müssen wertvolle Weine, die noch länger gelagert werden sollen, mit dem gleichen Wein aufgefüllt und neu verkorkt werden.


Sciacarello
Rotweinrebe aus Korsika, langlebig, pfeffriges Bukett. Sie ist auch eine gute Tafeltraube.


sec
Französisch für trocken, Bezeichnung bei Champagner und Crémant.


Secco
"Italienisch für trocken


Sélection des Grains Nobles
Hochkarätige Elsässer Beeren- oder Trockenbeerenauslese mit mindestens 110 Grad Öchsle aus Riesling, Muscat, Gewürztraminer und Pinot gris.


Separieren
Klären des Weißweinmostes mit Hilfe von Seperatoren (einer Art großer Schleuder). Es werden aber neben den Trubstoffen auch andere Inhaltsstoffe herausgefiltert.


Serviertemperatur
Die günstigen Serviertemperaturen sind bei: Schaum- und Perlwein sechs bis acht Grad Celsius, leichter Weißwein, Rosé acht bis zehn Grad Celsius, guter Weißwein, Spät- und Auslese zehn bis zwölf Grad Celsius, hochwertiger Weißwein, hohes Prädikat zwölf bis 14 Grad Celsius, einfacher Rotwein 14-16 Grad Celsius, kräftiger, hochwertiger Rotwein 16-18 Grad Celsius, reifer, großer Rotwein 18-19 Grad Celsius.


Setúbal
Weinanbaugebiet und Stadt südöstlich von Lissabon mit einem bekannten Moscatel


Sèvre-et-Maine
Bezirk in der südlichen Bretagne die bekannt für ihren Muscadet ist.


Siegerrebe
Deutsche weiße Rebsorte, eine der zahlreichen Neuzüchtungen. Kann in höheren Qualitäten ausbalancierte und würzige Weine ergeben.


Smaragd
"Höchstes Prädikat der Wachauer Weine, entspricht etwa einer trockenen deutschen Spät- oder Auslese


Soave
Berühmter, frischer und leichter Weißwein aus Verona.


Solera
Bei der Sherry-Produktion übliches Verfahren, den natürlichen Schwund im Fass eines alten Sherrys durch Sherry jüngerer Jahrgänge auszugleichen, so dass am Ende ein Jahrgangsverschnitt entsteht.


Sommelier
Französische Bezeichnung für den Weinkellner. Dieser Spezialist mit umfassenden Weinkenntnissen ist mittlerweile weltweit in der gehobenen Gastronomie anzutreffen. Er hat die Aufgabe, den Gast bei der Auswahl des passenden Weins zum Essen zu beraten. Sommeliers sind in Verbänden organisiert, werden in Sommelierschulen aus- oder weitergebildet und demonstrieren ihre Qualifikation durch spezielle Auszeichnungen und Tragen der Sommelier-Berufsplakette.


Sommerschnitt
Ausdünnen von Fruchtständen an der Rebe, um die Menge zu reduzieren und die Qualität zu steigern.


Sousón
Spanische Rotwein-Rebe angebaut im Ribeira, Rías Baixas


Spanien
Hat die größte Rebfläche aller Weinbauländer der Erde, produziert aber nicht so viel Wein wie Frankreich oder Italien. In den deutschsprachigen Ländern kennt man von spanischen Weinen meist nur den Sherry, Rioja und Málage, in jüngerer Zeit auch Navarra und vor allem Cava Schaumwein. Die große Masse der spanischen Weine sind einfache, aber durchaus ansprechende Tischweine. 72 Prozent der gesamten Weinerzeugung entfallen auf Konsum- und Tafelweine und lediglich 28 Prozent auf Qualitätsweine. Der Anteil an Qualitätsweinen nimmt aber stetig zu. Etwa die Hälfte der in Spanien hergestellten Weine sind Weißweine, 27 Prozent sind Rotweine und 23 Prozent Roséweine.


Spätlese
Ernte nach der Hauptlese die in Deutschland vorher angemeldet werden muss. Vollmundige, körperreiche Weine, oft mit schmeckbarer Süße, die den Geschmackseindruck der Reife vermitteln und eine längere Lagerung vertragen. Ihr optimales Geschmacksbild zeigen sie, abhängig von Sorte, Herkunft und Jahrgang, ungefähr ab dem fünften Jahr. Sie eignen sich zum genussvollen, langsamen Trinken am Abend oder als Essensbegleiter zu stark gewürzten oder süßen Speisen. Man sollte sie nicht zu kalt servieren, damit sich die Aroma- und Geschmacksfülle optimal entfaltet. Der Beginn der Weinlese wurde früher von den Grundherren festgesetzt. Sie wurden von den Pächtern verständigt, sobald die Trauben reif geworden waren, damit sie einen Aufsichtsbeamten schicken konnte, der Lese und korrekte Ablieferung überwachte. Dieser erteilte auch die Leseerlaubnis. Bisweilen wurden auch Weintrauben von einem Kurier zur Güteverwaltung gebracht, um die Entscheidung einzuholen. Im Jahre 1775 habe sich der von Schloss Johannisberg im Rheingau entsandte Kurier verspätet und sei bei der Verwaltung in Marburg so eingetroffen, dass die Lese erst 14 Tage später als üblich beginnen konnte. Mit dem Ergebnis eines vorzüglichen Weins.


spritzig
Frische, meist junge Weine mit einer angenehm lebendigen Säure und eventuell etwas Kohlensäure.


Spumante
"Italienische Bezeichnung für Schaumwein bzw. Sekt


Stahltank
Seit den fünfziger Jahren wurde das traditionelle Holzfass zunehmend durch Stahltanks (mit Innenverkleidung aus Glasemaille oder Kunststoff) oder Edelstahlbehälter verdrängt. Ihre Hauptvorteile: einfachere Reinigung und die damit verbundene Hygiene. Zudem lassen sich verschiedene Weinarten nacheinander im selben Behälter einlagern, was beim Holzfass nicht möglich ist. Schwund und Gasverlust sind praktisch ausgeschlossen. Der Wein bleibt viel länger frisch als im Holzfass. Stahltankbehälter können in allen erdenklichen Größen hergestellt werden, Volumen von über 100.000 Litern sind heute keine Seltenheit mehr.


steckengeblieben
Sind Weine die nicht vollkommen vergoren haben und somit einen Zuckerrest aufweisen.


Steillage
Weinberg mit einem Gefälle von mehr als 20 Prozent. In kühleren Weinbauländern nutzt man die Hangneigung aus, um eine raschere und intensivere Bodenerwärmung durch die Sonneneinstrahlung zu erhalten. Weine aus Steillagen sind oft gehaltvoller und fruchtiger. Die Bewirtschaftung ist aber bedeutend aufwendiger, da der Mechanisierung Grenzen gesetzt sind. Die Erosion wird nach Möglichkeit durch Terrassierung herabgesetzt. In Deutschland befinden sich noch rund 12 Prozent der Weinberge in Steillagen. Zur Erhaltung der Landschaft prägenden, kulturhistorisch und ökologisch wertvollen Weinbergshänge wird der Steillagenweinbau teilweise durch die öffentliche Hand gefördert.


Steinfelder
"Kategorie der Wachauer Weine


Stillwein
Sammelbegriff für alle Weine ohne nennenswerten Gehalt an Kohlensäure.


Straußwirtschaft
(Hecken- oder Besenwirtschaft), in Österreich Buschenschenke genannt. Ausschließlich im Erzeugergebiet zugelassene Weinstuben. Die angeblich bereits von Karl dem Großen erlassenen Vorschriften zum Führen einer Straußwirtschaft, wozu auch der Kranz oder Strauß vor der Tür gehört, gelten zum Teil noch heute. Der Winzer darf nur den selbst geernteten Wein in den eigenen Räumen ausschenken. Dazu sind kleinere Tellergerichte erlaubt. Die Winzer dürfen nur vier Monate im Jahr „zapfen“.


Stück
Verbreitetes rheinhessisches Weinmaß. Ein Stückfass fasst 1.200 Liter. Mundartlich: „e Stick Woi“.


stumpf
Weine mit eigenartig pelziger Geschmack, meist bei gerbstoffreichen oder überschwefelten Weinen


Stürmische Gärung
Der Zeitabschnitt zu Beginn der Gärung, wenn die Hefen am aktivsten sind. Der Most schäumt dann regelrecht, und es wird so viel Kohlendioxyd (Kohlensäure) erzeugt, dass alte, tief gelagerte Winzerkeller mit mangelhafter Belüftung wegen Erstickungsgefahr nicht betreten werden dürfen. Darüber hinaus wird soviel Wärme freigesetzt, dass sich das Gärgut bei unkontrollierter Gärung auf über 40 Grad Celsius erhitzen kann. Daher zügelt man in der modernen Kellerwirtschaft den Gärungsverlauf durch Kälte oder Kohlensäuredruck. Die Weine entwickeln dann ein feineres, delikateres Bukett, verkosten sich spritziger, lebendiger und altern nicht so rasch. Die stürmische Gärung dauert bei normalen Kellertemperaturen eine Woche, kann sich aber auch bis zu drei Wochen hinziehen. Ihr folgt die stille Nachgärung.


Südafrika
Die südafrikanische Weinbautradition begann 1659, als die Holländer in der Kap-Region Weinreben pflanzten. Dieses Gebiet ist auch heute noch das Zentrum der sehr expandierenden Weinproduktion. In den letzten zwanzig Jahren fand in Südafrika eine rasante Entwicklung statt und heute zählt das Weinland zu den modernsten und fortschrittlichsten der Welt. In Südafrika werden sowohl Rot-, Weiß- und Dessertweine erzeugt. Die Weine gedeihen bei mildem Klima mit mediterraner Charakteristik. Die wichtigsten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Shiraz, Cinsault (Hermitage genannt) und Pinotage für Rotwein und Chenin blanc (Steen genannt), Semillon und Kap-Riesling für Weißwein.


süffig
Ein harmonischer, leichter Wein, der immer wieder zum Trinken animiert


Sultana
Südafrikanische Rebe für Weißweine. Wird auf etwa zehn Prozent der Anbaufläche für Weißweinreben angebaut.


Süßreserve
Unvergorener Most, der einem durch gegorenen Wein vor der Flaschenfüllung zur geschmacklichen Abrundung zugesetzt wird. Weine mit dominierender Säure werden dadurch gefälliger und ansprechender. Auch die Frucht kommt stärker zum Ausdruck. Die Hauptmenge des Mostes wird vollkommen vergoren und normal bis zur Flaschenreife ausgebaut, ein kleiner Teil des gleichen Mostes als Süßreserve zurückgehalten und durch Filtration, Erhitzen oder CO2-Druck am Vergären gehindert, so dass der Zucker erhalten bleibt.


Syrah
(Sirah, Shiraz oder Syrac). Eine große Rotweinrebe die vor allem an der Rhone purpurrote, kräftige und langlebige Rotwein (z.B. Hermitage) hervorbringt. Carlos Falcó hat den ersten großen rebsortenreinen Syrah Spaniens (Dominio de Valdepusa Syrah) auf den Markt gebracht. Wird auch in Kalifornien und Australien, der Provence, dem Midi, in Katalonien erfolgreich angebaut.


Tafelwein
"Während man früher unter Tafelwein Tischweine verstand, die man vorrangig zum Essen bei Tische, also zum „Tafeln“, verwendete, bezeichnet dieser Begriff heute die unterste Güteklasse der Weine, unterhalb der Qualitätsweine


Tannin
"Gerbstoff oder Gerbsäure, eine in den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommende Substanz


Tastevin
Weinprobierschale.


Temperaturkontrolle
Kontrollierte Gärführung um eine langsame, gezügelte Gärung zu gewährleisten und reintönige Weine mit mehr Frucht zu erzielen (bei Weißweinen etwa 16 bis 20 Grad Celsius, bei Roten 27 bis 30 Grad).


Tempranillo
"(Cencibel, Tinto Fino, Aragonez) Ihr verdankt Spanien unzählige Weltklasse-Rotweine wie Rioja und Ribera. Diese sehr feine rote Traubensorte ist der eigentliche Star der spanischen Sorten. Sie besticht durch ihr ausgepägtes Bukett


Teroldego
Rebsorte aus dem Trentino und am besten im Campo Rotaliano. Vielleicht die interessanteste Rotwein-Rebe im Trentino.


Terret Noir
Eine der roten Rebsorten für Château-neuf-du Pape, auch im Midi angebaut.


terroir
frz. Boden, bezeichnet das Zusammenspiel von Boden, Lage und Klima für die Prägung des Weins.


Tête de cuvée
Ein vor allem in der Bourgogne gebräuchlicher Ausdruck für absolute Spitzenwein.


Tibouren
Eine alte Rotwein-Rebsorte aus der Provence.


Tinto
Spanischer oder portugiesischer Rotwein, der in der Regel nicht im Eichenholzfass gelagert wurde.


Tinto de Requena
Eine spanische Rebsorte für Rotwein


Tocai Friulano
Ein Weißwein der, schöne, leichte, trockene Weißweine von strohgelber Farbe liefert. Hat nichts mit dem ungarischen Tokaj zu tun.


Tokay
"Im Elsass wurde früher so der Wein aus der Pinot gris-Traube genannt


Traminer
Diese Weißweinsorte verdankt ihren Namen der Region Tramin in Südtirol. Von dort aus gelangte die Rebsorte auch nach Deutschland. Traminer sind in der Regel Weine von hoher Qualität, die sich würzig und rassig präsentieren. Das Bukett erinnert an den Duft der Rose.


Traube
Frucht der Rebpflanze.


Traubenlese
Im September, Oktober, November werden die Trauben gelesen. Einen großen Teil der Arbeit erledigen heute Maschinen (Traubenvollernter). Bei einigen Rotweinen, bei Beeren- und Trockenbeerenauslesen, sowie bei den Selektionsweinen, wird noch von Hand gelesen.


Traubenmühle
Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen.


Traubensaft
Natürlicher, durch bestimmte Verfahren haltbar gemachter alkoholfreier Fruchtsaft (ungegorener Traubenmost). Er ist nur zum unmittelbaren Verbrauch, nicht zur Weinherstellung bestimmt und muss als Traubensaft gekennzeichnet sein. Jahrgangs- oder Rebsortenangaben sind zulässig. Die gestiegene Nachfrage hat zum vermehrten, früher kaum üblichen Angebot von Traubensaft eigener Erzeugung durch die Weingüter geführt. Traubensaft ist nahrhaft, gesund und mit Wasser gemischt erfrischend.


Traubenwickler
Gefährlicher Schädling, der als Heu- oder Sauerwurm an die Trauben vor der Blüte der Rebpflanze frisst und diese zerstört. Wird mit Insektiziden bekämpft.


Traubenzucker
(Saccharose). Inhaltsstoff des Mostes, aus Glucose und Fructose bestehend. In der Reifezeit nimmt der Gehalt an Traubenzucker stetig zu und parallel dazu die Säure stetig ab.


Trebbiano
Weit verbreitete Weißweintraube in Italien. Oft von schlechter Qualität oder als Verschnitt mit anderen Weinen. Bei entsprechender Sorgfalt jedoch leichte Weißweine mit Qualität. In Frankreich ist die Rebe unter dem Namen Saint-Emilion oder Ugni-blanc bekannt.


Treixadura
Spanische Rotweinrebe aus Galicien und Ribeiro mit ausgeprägtem Traubenbukett.


Trester
Der feste Rückstand bei der Kelterung von frischen Weintrauben. Er setzt sich zusammen aus Beerenhülsen (-schalen), Kernen und Stielen. Im Durchschnitt kann man mit etwa 25 Kilo Trester aus 100 Litern Maische rechnen Wird als Brennstoff, organischer Dünger oder als Grundstoff für die Destillation von Tresterschnaps (Grappa, Marc)) weiterverwendet.


Trinktemperatur
Die richtige Trinktemperatur ist Voraussetzung dafür, dass sich die Aromastoffe des Weines für die Nase (Blume) und den Gaumen (Bukett) richtig entfalten. Weißwein und Rosewein/Weißherbst trinken sich am besten bei zehn bis zwölf Grad Celsius, Rotweine bei 13-16 Grad Celsius, gerbstoffreiche, alkoholreiche und ältere Rotweine auch darüber (bis 18° C). Diese sollte man vorher < dekantieren, und chambrieren (Zimmertemperatur annehmen lassen).


trocken
Weine, die keine geschmacklich erkennbare Restsüße besitzen. Nach weingesetzlichen Bestimmungen ist diese Bezeichnung nur dann zugelassen, wenn der Wein höchstens zwei Gramm pro Liter mehr Zucker als Säure, jedoch maximal neun Gramm pro Liter Zucker pro Liter enthält. Ein trockener Wein mit einem Säuregehalt von 5,5 Gramm pro Liter (5,5 Promille) darf also höchstens einen Zuckergehalt von 7,5 Gramm pro Liter aufweisen. Hat er jedoch acht Gramm Säure, darf der Zuckergehalt trotzdem nur bei neun Gramm pro Liter liegen, da hier der Grenzwert für die Bezeichnung „trocken“ überschritten wäre. In Franken liegt der Grenzwert bei 4,5 Gramm und in Österreich bei vier Gramm. Trockene Weine aus Frankreich, Italien und Spanien haben selten mehr als zwei Gramm Restsüße. Für Diabetikerweine gelten andere Bestimmungen. „Trockener“ Schaumwein und Sekt dürfen 17-35 Gramm pro Liter Restsüße enthalten. Trockenen Weinen wird auf Antrag das gelbe Weinsiegel verliehen.


Trockenbeerenauslese
Einer der edelsten Weine der Welt, der ausschließlich aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren gewonnen wird und Rekordmostgewichte bis 250° Oechsle erreichen kann. Von Proben aus den Schatzkammern großer Weingüter weiß man, daßss diese Spitzengewächse 100 und mehr Jahre alt werden können, ohne etwas von ihrer edlen Würze einzubüßen. In den eingeschrumpften Beeren werden Zucker, Säure, und Bukettstoffe konzentriert, so dass die Weine eine köstliche Süße und außerordentliche Geschmacks- und Geruchsfülle aufweisen. Auf Weinversteigerungen erzielen Trockenbeerenauslesen bereits nach zwei bis drei Jahren Lagerung 1.000 € und mehr pro Flasche.


Trollinger
Diese Rotweinsorte ist eine Spezialität der württemberger Winzer. Der Wein zeichnet sich durch einen herzhaften, deftigen Charakter aus und passt zu entsprechenden Speisen. Die Sorte Trollinger bevorzugt tiefgründige Böden mit einem hohen Nährstoffanteil. Wenngleich sie heute in Württemberg dominiert, gehen die Ursprünge doch auf Tirol in Österreich (Tirolinger) zurück. Trollinger entstammt der Südtiroler Rebsorte Vernatsch.


Trollinger
Vor allem in Württemberg angebaute rote Traube. Sie liefert hellrote Weine, die frisch, blumig, fein-rassig und feinfruchtig schmecken. Muskattrollinger ist eine seltene Spielart.


Trousseau
Rote Rebsorte aus dem Jura


Türkei
"Schon lange bevor die Griechen die ersten Reben in Galizien pflanzten, wuchsen Reben unkultiviert in den Bergen Anatoliens und an den Küsten des Kaspischen Meeres. Dennoch ist die Weinkultur der Türkei noch jung und zum Teil relativ wenig entwickelt. Die Türkei verfügt über die fünftgrößte Rebfläche der Welt


Ugni blanc
Eine ergiebige Weißwein-Rebsorte aus Südwestfrankreich. In der Charente als Saint Emilion und in Italien als Trebbiano bekannt.


Uhudler
Eine erst 1993 wieder erlaubte Rarität aus Österreich aus dem Südburgenland


Umpfropfen
Wechsel der Rebsorte im Weinberg durch Aufsetzen eines Reises der neuen Sorte auf den abgesägten Stamm des alten Rebstocks.


Umpumpen
Bei der Maischegärung wird damit die Extraktion intensiviert. Dabei zieht man den gärenden Wein unten im Tank ab und gibt ihn mit einem Schlauch wieder oben auf den Trester, so dass dieser umspült wird.


Umschlagen
Sammelbegriff für jede Art von Eintrübung und/oder andere negative Veränderung beim Wein. Korrekt eine Eintrübung die durch Bakterien hervorgerufen wird. Wodurch Weinsäure und Glycerin zersetzt wird. Dadurch steigt der Gehalt an flüchtigen Säuren und Milchsäure an.


Ungarn
Ungarns Klima und Böden sind für eine Weinerzeugung günstig. Das wussten bereits die Kelten und Römer, auf die die Anfänge des Weinbaus zurückzuführen sind. Etwa die Hälfte der ungarischen Weinbaufläche befindet sich im Flachland, die andere Hälfte besteht aus Weinbergen. Neben den traditionell vorherrschenden Sorten Welschriesling (mit 24 Prozent der Gesamtrebfläche die Hauptsorte), Furmint und Lindenblättriger gewannen auch die Sorten Müller-Thurgau, Pinot gris, Traminer, Chardonnay und Rheinriesling immer mehr an Bedeutung. Von der Gesamtweinproduktion entfallen 65 Prozent auf Weißwein.


Unterlagsrebe
Bei der Rebveredelung der untere Teil der Propfrebe, der als Träger des Edelreises dient. Die Unterlage bildet den Wurzelkomplex aus. Zum Schutz gegen die Reblaus werden heute ausschließlich reblausresistente Amerikanerreben und deren Kreuzungen verwendet.


Urban
Schutzpatron der Winzer, benannt nach dem römischen Papst Urban I. (222-230).


Ursprungsbezeichnung
Gesetzlich geschützte Herkunftsangabe auf dem Etikett.


USA
Der Weinbau in den USA hat heute eine Spitzenstellung erreicht und rangiert weltweit an sechster Stelle der Wein produzierenden Länder. Kalifornien allein produziert mehr Wein als etwa Burgund und Bordeaux zusammen. Die Anfänge des Weines gehen in den USA bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die ersten Weingärten in den heutigen USA wurden 1562 von französischen Hugenotten in der Nähe von Jacksonville in Florida angelegt. Heute zählen kalifornische Rot- und Weißweine zur Weltspitze.


V.D.Q.S.
(Vin délimité de qualité supérieur) Wein höherer Qualität aus einer bestimmten, genau abgegrenzten Gegend. Rangiert nach dem französischen Recht hinter den A.C. Weinen


Vacarèse
Eine rote Rebsorte von der Rhone, auch für Châteauneuf-du-pape


Valpolicella
Einfacher, aber gut bekömmlicher, italienischer Rotwein aus der Gegend um Verona.


VDP
Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Der älteste Zusammenschluss deutscher Weingüter mit dem Ziel der Qualitätsförderung entstand als Nachfolger von regionalen Versteigerungsringen, die sich im vorigen Jahrhundert als Mittel der Absatzförderung und Profilierung zusammengefunden hatten. Die Mitglieder stellen an sich selbst und ihre Weine höhere Qualitätsanforderungen als das Weingesetz und die regionalen Weinbauverbände und unterwerfen sich einer verbandsinternen Qualitätskontrolle. Nur wer die regelmäßige Prüfung der Betriebe und ihrer Weine besteht, darf das Verbandszeichen, einen stilisierten Adler mit Traube, auf seinen Flaschen anbringen. Durch gemeinsame Weinmessen und Versteigerungen stellen sich die Güter dem Qualitätsvergleich. Dem Verband gehören derzeit etwa 180 Weingüter mit einer Gesamtrebfläche von rund 2.900 Hektar an, die in neun Regionalverbänden zusammengeschlossen sind.


Vendange tardive
(frz. Spätlese). Vor allem im Elsass gebräuchliche Bezeichnung für edelsüße Weine, die der Auslese in Deutschland vergleichbar sind.


Verdejo
Eine der besten Weißweintrauben Spaniens, erzeugt geschmeidige, körper- und glycerinreiche Weine.


Verdello
Weißwein-Rebsorte von den Kanarischen Inseln.


Verdiccio
Wichtige Sorte in den italienischen Anbaugebiet Marken. Teilweise von sehr schöner Qualität, frischer und heller Weißwein. Lässt sich bis auf die Etrusker zurückverfolgen.


Verdil
Spanische Weißweinrebe wird bei Alicante und Murcia angebaut.


Verdoncho
Spanische Weißweinrebe die in der La Mancha und Manchuela angebaut wird.


Verduzzo
Rote Rebsorte aus dem Friaul. Trocken sehr schön. aber auch als leicht süßer Dessertwein. Hier eine angenehme Alternative zum Picolit.


veredeln
Aufpfropfen eines Edelreises auf eine Unterlagsrebe.


Vermentino
Alte weiße Rebsorte aus Korsika. Ergibt lebendige aromatische Weißweine.


Vernacchia di San Gimignano
Alte Rotweinrebe aus der Toscana mit eignem Charakter. Meist sehr fein und leicht.


Verschnitt
Vermischung von Weinen verschiedener Jahrgänge, Rebsorten und Lagen. Verschnitte bedürfen großer praktischer Erfahrung der Kellermeister und sind eine wirkliche Kunst und fälschlich oft als Panscherei missverstanden. Der Verschnitt ist jedoch grundsätzlich gesetzlich eingeschränkt, sofern Angaben zu Jahrgang, Rebsorten und Herkunft gemacht werden.


Vieilles vignes
Alte Reben, daher besonders gut, aber nicht mehr so ertragreich und die ganze Kraft des Rebstockes geht in die Trauben.


vigna, vigneto
italienisch für Weinberg.


Vijariego
Spanische Weißweinrebsorte aus der Extremadura, den kanarischen Inseln und La Mancha.


Vinifizierung
International gebräuchlicher Ausdruck für Weinbereitung, abgeleitet von dem französischen bzw. englischen Begriff vinification.


W.O.
(Wine of Origin) 1973 eigeführtes System der Ursprungsbezeichnungen für Weine in Südafrika.


weich
sind säurearme Weine


Weinansprache
Fachsprache zur Charakterisierung und Beurteilung von Weinen. Die Umsetzung der Sinneseindrücke in sprachliche Ausdrucksmittel, die einen Austausch mit anderen, mitverkostenden Personen ermöglicht, erfordert viel Erfahrung und Übung. Wichtig ist vor allem, dass die oft recht bildhaften und die Phantasie anregenden Fachbegriffe wie beispielsweise voll, leer, mollig, plump, schlank, dünn oder samtig, möglichst genau definiert und gegeneinander abgegrenzt werden.


Weinbrand
Durch Destillation aus Wein gewonnene hochprozentige Spirituose. Zur Weinbrandherstellung in Deutschland werden ganz überwiegend Grundweine aus südlichen Ländern importiert. Diese Brennweine werden durch Destillation zunächst auf 52 bis maximal 86 Volumenprozent Alkohol angereichert und dann in Eichenfässern gelagert, wo sie ein bis mehrere Jahre reifen. Das Qualitätsoptimum ist nach fünf Jahren erreicht. Mit destilliertem Wasser wird Weinbrand auf Trinkstärke (mindestens 38 Volumenprozent) herabgesetzt. Die Farbe von guten Weinbränden soll Goldgelb bis Goldbraun sein.


Weinfeste
Meist mehrtägige Veranstaltungen auf Straßen und Plätzen von Winzerorten in ganz Europa. In Deutschland beginnend im April mit Weinfrühlingsfesten über Weinblütenfeste, Weinkirmes, Trachtentreffen, Weinmärkte, Weinlese- und Erntedankfeste bis Dezember.


Weinheilige
Hauptsächlich werden in Rheinhessen St. Urban und St. Martin als Weinheilige verehrt. St. Martin (11. November) war schon immer einer angesehener Schutzpatrone der Winzer und Zecher. St. Urban (25. Mai) ist in Rheinhessen als Weinpatron bekannt.


Weinherstellung
Die Erzeugung von Wein beginnt bei der Lese der Trauben und endet bei der Abfüllung des fertigen Weines in Flaschen. Dazwischen gibt es eine ganze Menge unterschiedlicher Schritte.


Weinköniginnen
Die erste Wahl zu einer Gebiets-Weinkönigin fand im Jahre 1952 in Rheinhessen statt. Eine Weinkönigin muss aus einer Winzerfamilie stammen, umfassende Weinkenntnisse besitzen, gutes Auftreten und ein angenehmes Äußeres vorweisen. Sie wird aus dem Kreis der 13 Gebietsweinköniginnen gewählt, die sich wiederum aus den Ortsweinköniginnen der deutschen Weinbauorte rekrutieren.


Weinprobe
Erfolgten schon zu den Zeiten der Römer nach den drei Hauptkriterien „color-odor-sapor“ (Farbe-Geruch-Geschmack). Einen ersten Aufschluss über die Qualität des Weins gibt die Farbe. Dafür hält man das selbstverständlich farblose Glas vor einen weißen, hellen, Hintergrund. Der Geruch wird beurteilt, nachdem man das Glas leicht geschwenkt hat, so dass die Bukettstoffe frei werden. Zur Beurteilung des Geschmacks schließlich nimmt man einen Schluck mit etwas Luft in den Mund und lässt die Zunge gleiten. Anspruchsvolle Weinproben, die auf eine Bewertung abzielen, werden als Blindproben durchgeführt, d.h. die Identität des Weines ist bei der Probe unbekannt.


Weinsäure
Erwünschte hochwertige Säure, die den größten Teil an der Gesamtsäure des Weins ausmacht, in kühlen, regnerischen Jahren jedoch im Geschmack von der harten Apfelsäure dominiert werden kann.


Weinseminare
Zwei- bis sechstägige Kurse mit Vorlesungen und Lehrweinproben in den Erzeugergebieten. Auf Rundfahrten werden die weinbaulichen Sehenswürdigkeiten der Umgebung gezeigt und die gebietstypischen Weine am Ort ihrer Produktion vorgestellt. Es gibt kaum eine bessere Methode, den Wein einer bestimmten Landschaft kennen zu lernen.


Weinstein
Krustenartige auskristallisierte Verbindung aus weinsauren Salzen mit dem im Wein vorhandenen Kalium. Fällt während oder nach der Gärung aus dem Wein aus und setzt sich im Fass ab. Auch im abgefüllten Flaschenwein finden sich Weinsteinkristalle. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack.


Weißburgunder
(Pinot Blanc, Pinot Bianca). Aus dem Burgund stannende, vor allem im Mitteleuropa und im Norden Italiens wegen ihrer körperreichen, vollen und dezent aromatischen Weißweine beliebt.


Weißburgunder
siehe unter < Pinot gris


Weißer Burgunder
Diese Sorte entstammt aus dem Grauburgunder, der wiederum seinen Ursprung im Blauen Burgunder hat. Aus Weißem Burgunder gewonnene Weine sind fruchtig, vollmundig und spritzig. Vor allem die Spätlesen präsentieren sich wertvoll und füllig. Ursprünglich stammt der Weiße Burgunder aus Frankreich und trägt dort den Namen Pinot Blanc, jedoch erfreut er sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit.


Weißer Riesling
Der weiße Riesling gilt als wertvollste unter den deutschen Rebsorten und wird deswegen auch als „König der Weißweine“ bezeichnet. Weine dieser Sorte werden weltweit geschätzt und zählen zu den edelsten überhaupt. Auch aufgrund ihrer langen Lagerfähigkeit sind sie ein begehrtes Sammelobjekt bei Weinkennern. Rieslingweine präsentieren sich fein, rassig, fruchtig und lebendig. Zudem überzeugen sie aufgrund ihrer Pfirsischaromen. Obgleich der Riesling eine dominierende Rolle spielt, so ist seine genaue Herkunft nicht eindeutig geklärt. Der Riesling ist bei den Winzern auch aufgrund seiner Vielseitigkeit beliebt, denn er eignet sich auch sehr gut für die Herstellung von Sekt, Eiswein oder Auslesen.


Weißer Riesling
Fachlich korrekte Bezeichnung für den vor allem in Deutschland gepflanzten Riesling.


Weißherbst
Deutscher Roséwein, der mindestens den Anforderungen eines Qualitätsweines entspricht und aus Trauben einer einzigen Rebsorte hergestellt ist. Weißherbst soll kühl getrunken werden. Er passt fast zu jedem Essen. Eisweine und Auslesen aus roten Trauben kommen meistens als Weißherbst und nicht als Rotwein auf den Markt, da der Edelfäulepilz den Farbstoff in der Beerenschale zerstört, so dass diese edlen Weine als Rotweine zu hell sind.


Weißwein
Aus dem Saft der weißen Trauben gewonnener Wein. In kühleren Weinbaugebieten, vor allem nördlich der Alpen, überwiegt der Anbau von Weißweinsorten. Weißweine werden kühler getrunken als Rotweine und in kleineren Gläsern gereicht, da sie sich bei längerem Stehen rasch erwärmen und an Frische verlieren.


Weißweinerzeugung
"Ein höchst komplizierter Vorgang, der neben modernen kellertechnischen Einrichtungen vor allem viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert. 1. Mahlen: Die Trauben werden zerkleinert, damit Fruchtfleisch und Saft austreten und das Pressen erleichtert wird. 2. Pressen und Absetzen: Weißweintrauben werden immer gepresst. Bei sanftem Pressen entsteht bessere Mostqualität. Bei zu starkem Pressen werden Kerne und Stiele aufgebrochen und bittere Geschmackstoffe freigesetzt, die den Traubengeschmack überdecken. Aus der Presse läuft der Most in Klärbehälter, wo sich die Trubteilchen innerhalb von 12 - 24 Stunden absetzen. Der geklärte Most wird dann in die für die Gärung vorgesehenen Behälter umgefüllt. 3. Gärung: Die Gärung dauert acht bis zehn Tage. Die Gärung in Edelstahltanks wird durch Temperaturregelung die Beeinflussung der Hefeaktivität erleichtert. Lange Gärzeit bei kühlen Temperaturen bewahrt die Frucht und gewährleistet die vollständige Umwandlung des Zuckers in Alkohol. 4. Klärung: Filtrieren, Zentrifugieren und Schönen werden zur Verhinderung nicht erwünschter Natur bedingter Gärung und eventueller Hefeaktivitäten nach dem Ausgären eingesetzt. Zudem werden dadurch Substanzen entfernt, die einen Beigeschmack hervorrufen könnten. Durch die Klärung erlangt der Wein Stabilität. Nach der Stabilisierung kann der Wein sofort in Flaschen gefüllt oder in Fässern ausgebaut werden. 5. Ausbau: Beim Ausbau in frischen Eichenfässern werden Geschmacksstoffe vermittelt, die bei manchen Weißweinen subtilere Züge verdecken, bei anderen dagegen zu größerer Tiefe und Komplexität beitragen können. Ältere Fässer geben mildere Geschmackstoffe ab und werden deshalb z.B. in Burgund oft bevorzugt. 6. Abfüllung: Beim Abfüllen in Flaschen ist Sauberkeit oberstes Gebot


Weltweinanbau
Die Gesamtfläche der Welt beträgt etwa zehn Millionen Hektar. Von den geernteten Trauben werden rund 85 Prozent zur Weinverarbeitung genutzt. Die gesamte Weltweinerzeugung betrug 2001 ca. 28,2 Millionen Tonnen. Europa hat trotz seiner geringen Ausdehnung mit 74 Prozent der Weltweinerzeugung nach wie vor eine dominierende Stellung.


Winzer
Der Weinbauer ist heute fast immer Besitzer Eigentümer oder Pächter eines Weingutes. Das Wort Winzer kommt vom lat. vinitor


Winzergenossenschaft
Winzervereine, Genossenschaftskellereien, Weingärtnergenossenschaften sind Zusammenschlüsse von Winzern auf genossenschaftlicher Grundlage zur gemeinsamen Verwertung ihrer Produkte. Der Winzer pflegt sein Rebland selbst, liefert die Trauben ab und überlässt die Weinbereitung seiner Genossenschaft, die ihn ihrerseits in weinbaulichen Fragen berät. Die erste Winzergenossenschaft Deutschlands wurde 1834 in Neckarsulm gegründet. Heute sind mehr als 60.000 Winzer — das sind mehr als die Hälfte aller deutschen Weinbauern — in knapp 300 zusammen geschlossen. 35.000 Hektar, also rund ein Drittel der Gesamtrebfläche Deutschlands, werden genossenschaftlich bewirtschaftet. Vielfach macht der genossenschaftliche Zusammenschluss die Gewinnung von Spitzenweinen überhaupt erst möglich. In Frankreich „cooperative vinicole“, in Italien „cantina sociale“ genannt


Winzersekt
Der Begriff hat seinen Ursprung bei der Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen. Er ist aber nicht auf rheinhessischen Sekt beschränkt, sondern unter bestimmten Voraussetzungen als Angabe für bestimmte in der Bundesrepublik Deutschland hergestellte Qualitätsschaumweine erlaubt und reserviert. Winzersekt muss aus Tauben gewonnen sein, die in demselben Weinbaubetrieb oder von Erzeugergemeinschaften geerntet und verarbeitet wurden. Winzersekt muss ferner durch eine zweite alkoholische Gärung auf der Flasche hergestellt sein, vom Zeitpunkt der Bereitung der Cuvée an mindestens neun Monate lang ununterbrochen in demselben Betrieb auf seinem Trub gelagert haben, von diesem durch Degorgieren getrennt worden sein, vom Winzer oder der Erzeugergemeinschaft vermarktet werden, und auf dem Etiketten, die Angaben über den Weinbaubetrieb, die Rebsorte und den Jahrgang enthalten.


Würzburg
Berühmter Weinort und Zentrum des Anbaugebietes Franken.


würzig
Wird ein intensiver, fruchtiger, aromatischer Wein genannt


Xarel-lo
Zusammen mit Macabeo und Parellada Hauptsorten für Cava. Meist leichte, meist neutrale Weine mit Hang zur schnellen Oxydation.


Xerès
Andere Schreibweise für Sherry


Xynomavro
Gilt als eine der schmackhaftesten griechischen Rotweinreben.


Yecla
Eine Region westlich von Alicante auf etwa 650 Metern Höhenlage. Die Rotweine sind manchmal zu Alkohol betont. Der Hektarertrag ist sehr niedrig, der Rebenanbau geht zurück.


Yquem
Château d´Yquem ist der einzige Premier Cru supérieur aus dem Sauternes. Er wurde als süßer Weißwein schon 1855 bei der Klassifizierung zur Weltausstellung noch über die Spitzenrotweine gestellt. Es werden auf etwa 100 Hektar 80 Prozent Sémillon und 20 Prozent Sauvignon angebaut. Nur mit Edelfäule befallene Trauben werden geerntet. Da je nach Jahrgang bis zu elfmal gelesen wird und der Ertrag mit etwa acht Hektoliter pro Hektar sehr gering ausfällt, ist der Château d´Yquem einer der teuersten Weine der Welt.


Yvorne
Bedeutender Weinort im Chablais in der Westschweiz.


Zalema
Spanische Weißweinrebe aus der Gegend von Sevilla, die immer weniger angebaut wird. Liefert milde, schnell oxidierende Weine.


Zellulosefilter
Früher als sogenannte Messefilter gebräuchlich. Heute kaum noch anzutreffen.


Zentrifugieren
Vor allem in der Weinindustrie, aber auch bei vielen deutschen Winzern übliche Methode, um die Weißweinmoste vor der Gärung zu säubern. Höchst umstritten, da keine sehr schonende Methode.


Ziehrfandler
Österreichische Rotweinrebe, meist mit dem Rotgipfler verschnitten.


Zinfandel
Ergiebige Rotweinrebe die in Kalifornien oft angebaut wird. Liefert volle, üppige, fruchtige, kräftige Rotweine, aber auch Weißweine und Rosés.


Zitronensäure
Traubenmost enthält relativ wenig Zitronensäure (bis 500mg pro Liter). Nur Weine mit < Botrytis haben höhere Werte. Außerhalb Deutschlands ist teilweise die Zufügung von Zitronensäure zur Erhöhung der Haltbarkeit gestattet.


Zuber
Eine heute kaum noch gebrauchte kleinere Holzbütte, mit in den Dauben eingelassenem Griff.


Zucker
"Im Most und Wein spielen nur die Zuckerarten Fruchtzucker (Fruktose), Traubenzucker (Glukose) und in geringem Maße Rohrzucker (Saccharose) eine Rolle. Durch Hefen können sie bei der Gärung in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt werden. Sie dienen aber auch anderen, nicht erwünschten Mikroorganismen (Bakterien, Pilzen) als Nahrungsquelle


Zweigelt
"(Blauer). Die meist angepflanzte Rotweintraube Österreichs. 1922 von Dr. Zweigelt aus Blaufränkisch und St. Laurent gekreuzt


Zweite Gärung
Anderer Ausdruck für die < malolaktische Gärung.


Zysmase
Ein Enzymkomplex der Weinhefe. Mit Hilfe der Zysmase spaltet sich der Zucker in Alkohol und Kohlendioxyid. Sie ist keine einheitliche Verbindung sondern eine Reihe von Teilenzymen. Es sind mindestens zwölf Enzyme an der alkoholischen Gärung beteiligt