02.03.2017
Heizen im isolierten Holzhaus

Die Wahl Heizmethode schon beim Hauskauf bedenken - Die Wahl der richtigen Heizmethode in isolierten Holzhäusern kann manchmal schwer sein, denn es gilt viele Überlegungen einzubeziehen.

M√∂chte man prim√§r √∂kologische oder eher wirtschaftliche Heizsysteme, welche finanziellen M√∂glichkeiten stehen einem zur Verf√ľgung und wie lange plant man, das Holzhaus zu bewohnen?

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Foto: terimakasih0 / pixabay.com


Wohnt man ganzj√§hrig darin, vorrangig im Sommer oder im Winter? Bereits bei der Planung eines isolierten Holzhauses kann man weitreichende Entscheidungen treffen. So spielen Lage und Ausrichtung des Hauses eine Rolle, ebenso die Wahl der D√§mmung im Innern. Wenn man gro√üe Fensterfronten in Richtung S√ľden plant, so hat man durch die Sonneneinstrahlung bereits an Temperatur gewonnen. Auch geht es bei der Energieerzeugung im isolierten Holzhaus um eine m√∂glichst ausgewogene W√§rmeverteilung.

Temperieren statt Heizen im isolierten Holzhaus

Grunds√§tzlich spricht man bei modernen Holzh√§usern prim√§r von einer Temperierung des Wohnbereichs und nicht vom ‚ÄěHeizen‚Äú. Das liegt daran, dass das isolierte Holzhaus bereits ausgezeichnet ged√§mmt ist und √ľber das Jahr hinweg nicht besonders viel Heizenergie ben√∂tigen. Wohnbiologisch gesehen profitiert man im isolierten Holzhaus von einer Fu√übodenheizung, da die Strahlungsw√§rme gleichzeitig gut f√ľr das Wohlbefinden ist. Wer auf Solarenergie setzt und mit Hei√üwasser heizen m√∂chte, der kann in einigen F√§llen staatliche Unterst√ľtzung f√ľr seine Solaranlage beantragen. Wer in seinem isolierten Holzhaus ohne Elektronik auskommen m√∂chte, f√ľr den kann ein auf traditionelle Weise gemauerter Grundofen die richtige Wahl sein. Er bietet eine effektive Heizmethode, hat jedoch den Nachteil, dass er sich nicht mit einem anderen Energiesystem wie beispielsweise einer Solaranlage kombinieren und als Pufferspeicher nutzen l√§sst.

Mit erneuerbaren Energien heizen

Das Heizen im isolierten Holzhaus kann jedoch auch umweltschonend bzw. mit erneuerbaren Energien wie Brennholz erfolgen. So gibt es verschiedene Kamine und Kamin√∂fen sowie Pellett√∂fen im Keller, die eine kosteng√ľnstige Alternative zu beispielsweise Elektro√∂fen bieten. Zwar verbinden viele Menschen mit Holz eine erh√∂hte Brandgefahr und aus diesem Grund mag sich ein Kamin als Heizmethode im isolierten Holzhaus gef√§hrlich anh√∂ren. Die leichte Entz√ľndbarkeit von Holz ist allerdings ein Trugschluss, da Holzh√§user vom Grundmaterial her zumeist feuerresistenter sind als andere Haustypen. Nat√ľrlich ist Holz ein entflammbares Baumaterial, doch es brennt nicht schnell ab. Im Gegensatz zu Kunststoff ist das Brennverhalten von Holz aufgrund seiner Beschaffenheit viel kalkulierbarer. Das Risiko von Br√§nden im isolierten Holzhaus h√§ngt prim√§r vom Verhalten der Bewohner ab, sowie vom Zustand anderer potenzieller Brandquellen. Hierzu geh√∂ren beispielsweise elektrisch betriebene Heizsysteme. Grunds√§tzlich lassen sich viele Arten von Holz√∂fen einbauen. Wichtig zu beachten ist, dass man vor dem Einbauen eine Genehmigung beim Bezirksschornsteinfeger und beim Bauamt einholen muss. Bei der Auswahl des Kaminofens sollte auf die Heizleistung geachtet werden. Dies ist bei Holzh√§usern wichtig, da zu viel erzeugte W√§rme umliegenden W√§nden das Wasser entziehen kann. In der Folge kann sich das Baumaterial im isolierten Holzhaus verziehen, und durch die zunehmende Austrocknung wird das Haus anf√§lliger gegen√ľber Einwirkung durch Feuer. Auch die richtige Platzierung des Kamins im isolierten Holzhaus sowie das Einhalten von Abst√§nden zu umliegenden W√§nden sind wichtig um Br√§nde zu vermeiden. Hierbei wird der Schornsteinfeger mit Beratung und Planung zur Seite stehen.




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