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Auf ins Vergnügen - Tipps für die Weinprobe zu Hause

Eine Weinprobe zu Hause mit Freunden sorgt für Spaß, Genuss und Abwechslung. Damit die Weine sich dabei von ihrer besten Seite zeigen können, hier die wichtigsten Tipps der Experten vom Deutschen Weininstitut in Mainz.

Wein schmeckt in geselliger Runde am besten. Für eine Weinprobe unter Freunden sollte man einige Punkte beachten. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Wein schmeckt in geselliger Runde am besten. Für eine Weinprobe unter Freunden sollte man einige Punkte beachten. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Am Anfang steht natürlich die Frage, wie viele und welche Weine für eine Probe zusammengestellt werden. Hier empfiehlt sich eine Auswahl zwischen etwa fünf und zwölf Weinen. Sie können beispielsweise aus einer bestimmten Region stammen oder von der gleichen Rebsorte aus verschiedenen Anbaugebieten sein.

Ebenfalls möglich ist eine Qualitätsstufen- oder eine Jahrgangs-Weinprobe. Doch egal für welche edlen Tropfen man sich entscheidet, wichtig ist die richtige Trinktemperatur. Sie liegt für Weiß- und Roseweine zwischen 9 und 13 Grad, für Rotweine bei 14 bis 18 Grad Celsius. Als Glas sollten tulpenförmige, klare Kelche mit Stiel dienen, so dass das Aroma des Weins zur vollen Entfaltung kommen, die Farbe beurteilt und die Temperatur nicht durch die Wärme der Hand beeinflusst werden kann.

Ist der Wein im Glas, gilt es zunächst, Klarheit und Farbe zu betrachten. Beide geben Aufschluss über den Zustand und die Reife des Weins. Je reifer z.B. ein Weißwein ist, desto goldener schimmert er, bis hin zum dunklen Bernstein. Durch das Schwenken des Glases wird auch der Geruchssinn auf den Genuss vorbereitet. Denn der Wein entfaltet sein Bukett an der Luft.

Die volle Geschmacksentfaltung

Beim Probieren sollte bedacht werden, dass sich der Geschmack eines Weins an unterschiedlichen Stellen im Mund entfaltet. Was den Geschmacksknospen der Zunge hilft, ist Luft. Das erklärt, warum echte Genießer den Wein schlürfen oder ein wenig Luft durch den Wein nachziehen und den guten Tropfen über die Zunge rollen lassen. Nur auf diese Weise lassen sich alle Geschmacks- sowie Aroma-Nuancen wahrnehmen.

Übrigens: Um den Geschmackssinn während einer ausgiebigen Weinprobe nicht zu überfordern, ist es ratsam, immer auch ein hochwertiges Mineralwasser zu reichen, mit dem die Geschmacksknospen zwischen den verschiedenen Proben neutralisiert werden können. Als weitere Maßnahme gegen eine geschmackliche Überfrachtung empfiehlt sich eine langsame Steigerung der Proben: leicht vor schwer, trocken vor lieblich, jung vor alt. Natürlich können auch nur weiße oder nur rote, nur trockene oder nur reifere Weine probiert werden – erlaubt ist, was gefällt und schmeckt.
 
 


Quelle: Supress Online
Weblink: www.supress-online.de