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Ein Zeichen für Qualität - "Cup of Excellence" für Spitzenkaffees

Kaffee wird nicht nur hierzulande in unterschiedlichen Qualitätsabstufungen und Zusammensetzungen angeboten. Bei einem solch großen Angebot, das auch mit entsprechenden preislichen Unterschieden verknüpft ist, die Übersicht zu behalten, fällt nicht immer leicht. Unter der großen Menge an Kaffee, die in Deutschland jährlich in den Handel kommt, befinden sich inzwischen auch Erzeugnisse, die mit "Cup of Excellence" ausgezeichnet sind.

Das Klima in Brasilien bietet beste Voraussetzungen für den Kaffeeanbau. Entsprechend ist das Land auch am Programm
Das Klima in Brasilien bietet beste Voraussetzungen für den Kaffeeanbau. Entsprechend ist das Land auch am Programm "Cup of Excellence" beteiligt.
"Cup of Excellence" ist ein Programm, das eine Brücke vom Kaffeepflanzer bis hin zum Konsumenten schlägt. Die Pflanzer reichen ihre besten Kaffees ein, diese werden von einer internationalen Jury bewertet und anschließend bei Internet-Auktionen weltweit an Importeuere und Röster verkauft. Der Name "Cup of Excellence" steht somit für eine sehr hohe Kaffeequalität.

Aus Sicht der Pflanzer ist es lohnenswert, sich am Programm "Cup of Excellence" zu beteiligen und Qualität statt Quantität anzubieten. Denn die hohe Qualität wird durch entsprechend höhere Preise belohnt. Die von der Jury prämierten Kaffees überzeugen durch einen ausgeprägten Körper, ein angenehmes Aroma sowie eine lebendige Süße wie sie nur in Spitzenqualitäten zu finden ist. Sie haben beispielsweise eine eigene Frucht- oder Schockoladennote, die bei Mischkaffees verloren geht. So kommen Kaffees in den Handel, die für eine Plantage oder eine Region charackteristisch sind.

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Mit "Cup of Excellence" ausgezeichnete Kaffees sind an diesem Logo zu erkennen.
Eine Teilnahme an dem Programm "Cup of Excellence" ist gerade für kleinere Kaffeepflanzer interessant, da es nicht um hohe Mengen geht. Die Pflanzer der eingebundenen Länder können ihre Muster für einen dreistufigen Wettbewerb einreichen, der ein Mal im Jahr stattfindet. In einer ersten Auswahl wird sichergestellt, dass die Kaffees dem Minimumstandard entsprechen. In der zweiten Stufe verkostet eine nationale Jury diese Kaffees blind und wählt die erste Spitzengruppe aus. Die dritte Stufe ist eine dreitägige Blindverkostung, die von einer internationalen Jury durchgeführt wird. Schon eine schlechte Bohne in einer eingereichten Partie kann dazu führen, dass der entsprechende Kaffee nicht ausgezeichnet wird.

Die Mühe lohnt sich jedoch für die Pflanzer, wenn sie nach einer erfolgreichen Teilnahme die Auszeichnung "Cup of Excellence" erhalten und mit ihren erfolgreichen Kaffeesorten bei den anschließenden Auktionen hohe Preise erzielen. Derzeit nehmen Kaffeepflanzer aus Brasilien, Nicaragua, Bolivien, El Salvador, Kolumbien und Guatemala an dem Programm teil. In Deutschland gibt es einen Importeur für diese Kaffees, und eine handvoll Röstereien, die "Cup of Excellence"-Kaffees anbieten.