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Gefahren vermeiden - Tipps für sicheres Grillen

Sommerzeit ist Grillzeit. Viele Menschen nutzen die warme Jahreszeit, um im Garten, auf dem Balkon oder auch in Parkanlagen mit der Familie oder Gästen zu Grillen. Geselligkeit ist dabei Trumpf, jedoch sollte man trotz aller Feierlaune einige Regeln beachten, damit aus dem Grillvergnügen kein Schrecken wird.

Vor allem beim Grillen in freier Wildbahn sollte man vorsichtig sein, um größere Schäden zu vermeiden. (Foto: Supress-Online)
Vor allem beim Grillen in freier Wildbahn sollte man vorsichtig sein, um größere Schäden zu vermeiden. (Foto: Supress-Online)
Fehlendes Wissen, Leichtsinn und ungeeignete Ausrüstungen verursachen alljährlich viele Unfälle und Schäden. Wer jedoch einige Grundregeln beachtet, sollte auf der sicheren Seite sein. Dem Essgenuss im Freien dürfte dann nichts im Wege stehen. Nachfolgend einige wichtige Punkte, die man beim Grillen beachten sollte:

Der Grill sollte einen sicheren Stand auf festem Untergrund haben. Brennbare Materialien in seiner Umgebung sollten nach Möglichkeit entfernt werden.

Wer seine Speisen mit Holzkohle zubereitet, sollte zur Sicherheit einen Eimer Wasser neben dem Grill platzieren. Bei einem Gas- oder Stromgrill hingegen dürfen aufkommende Flammen keinesfalls mit Wasser bekämpft werden.

Da sich zum Beispiel abtropfendes Fett entzünden kann, sollten Schalen aus emailliertem Metall benutzt werden. Brennendes Fett sollte man ebenfalls nicht mit Wasser löschen. Dabei können sich gefährliche Stichflammen bilden. Weitaus ungefährlicher ist es, diese Flammen mit Sand oder einer Löschdecke einzudämmen.

Das Anheizen eines Holzkohlegrills nimmt mindestens eine halbe Stunde in Anspruch. Man sollte sich also Zeit nehmen. Mit Brandbeschleunigern wie zum Beispiel Spiritus zu hantieren, ist hochgefährlich, da es bei diesem leicht brennbaren Material zu Verpuffungen kommen kann. Zur eigenen Sicherheit sollten nur geprüfte Grillanzünder benutzt werden. Diese sind an der Registriernummer 66358 sowie dem Prüfzeichen DIN Certco zu erkennen.

Man sollte nie brennbare Flüssigkeit aus einer Flasche in den Grill spritzen. Denn es kann zu Rückzündungen kommen, so dass plötzlich sogar die Flasche Feuer fängt.

Ebenfalls ist es nicht ratsam, in einem geschlossenen Raum – beispielsweise einer Garage – zu Grillen. Denn durch den Sauerstoffentzug besteht Erstickungs- und Vergiftungsgefahr.

Gerade nach längeren Trockenperioden sollte man darauf achten, dass die Glut nicht vom Wind verweht wird. Denn es besteht höchste Waldbrandgefahr.
Die Grillasche erst entsorgen, wenn die Feuerstelle vollständig erkaltet ist. Diese Asche ist nicht kompostierbar und gehört deshalb in den Restmüll.