Kochen & Wissen > Kochen & Tipps > Know-how
Küche, Keller und Kultur der WM-Nationen - Serie auf Kuechenwelt-Online.de, Teil 2: Gruppe B

Im Sommer kommen die Fußballfans aus 31 Nationen zu den 64 Spielen der Weltmeisterschaft nach Deutschland. Aber womit können wir unseren Gästen eine Freude bereiten? Womit feiern die Fans Siege und betrauern Niederlagen? Welche Spezialitäten lieben Sie, welche Musik hören sie und welche Getränke bevorzugen sie? Wir stellen Ihnen in einer mehrteiligen Serie auf Kuechenwelt-Online.de kulinarische Spezialitäten vor. Sie selbst sollten es ebenfalls nicht versäumen, die fremden Köstlichkeiten zu probieren.

Die englischen Fans zählen sicher zu den trink- und sangesfreudigsten.

Die englischen Fans zählen sicher zu den trink- und sangesfreudigsten.

England


Den echten England-Fans entlocken die alten Vorurteile über das angeblich so schlechte Essen in Großbritannien nur ein müdes Lächeln. Sie wissen, dass es regionale Gerichte von hoher Qualität und sogar trinkbaren englischen Wein gibt.

Mit Jamie Oliver hat England sogar einen sehr populären Star-Koch, der unter dem Spitznamen „Naked Chef“ mit einfachsten Mitteln delikate Gerichte zubereitet. Er hat sicherlich einiges dazu beigetragen, dass die englische Küche einen Teil ihres schlechten Rufs wieder verloren hat. Über Kuechenwelt-Online.de haben Sie sogar die Möglichkeit, das aktuelle Jamie-Oliver-Buch anzufordern.

Ausgezeichnete "Cuisine anglaise"

Schon einmal — im 19. Jahrhundert — hatte die englische Küche einen ausgezeichneten Ruf. In Frankreich beispielsweise verwies man auf die "cuisine anglaise", wenn auf besonders erlesene und exquisite Küche Bezug genommen werden sollte. Durch den einfachen Zugang zu exotischen Gewürzen und Lebensmittel in der Kolonialzeit konnte auf den britischen Inseln im Großbürgertum eine neue Qualität in der Speisenzubereitung erzielt werden.

Der Yorkshire-Pudding zählt zu den unverzichtbaren Bestandteilen der englischen Küche.

Der Yorkshire-Pudding zählt zu den unverzichtbaren Bestandteilen der englischen Küche.

Später stand die traditionelle englische Küche lange in dem Ruf, schwer verdaulich und langweilig zu sein oder ungewohnte Geschmacksrichtungen wie etwa Lammfleisch mit Minzsauce miteinander zu kombinieren.

Als inoffizielles Nationalgericht gelten "Fish and Chips", ein Gericht aus frischem, in Bierteig frittiertem Fischfilet und dicken frittierten Kartoffelstäbchen. Fish & Chips wurden früher in Zeitungspapier gewickelt und direkt daraus gegessen. Sie schmecken aber auch vom Teller sehr gut. Wer dieses Gericht den englischen Fans im Sommer in Deutschland anbietet, kann vielleicht sogar die berüchtigten britischen Hooligans besänftigen.

Pudding und Roastbeef

Der "Yorkshire-Pudding" ist die traditionelle Beilage zu gebratenen Fleischgerichten. Beim beliebten englischen Sonntagsbraten wird Yorkshire-Pudding im selben Ofen wie das Roastbeef gebacken, wobei der Pudding unter dem Roastbeef gart. So tropft der Bratensaft in den Pudding und verleiht ihm zusätzliches Aroma. Einige Engländer gehen sogar soweit und sagen, dass nur ein so zubereiteter Yorkshire-Pudding „echter“ Yorkshire-Pudding wäre. Wer mag, trinkt dazu ein "Ale" oder "Guiness".

Traditionell in der Zeit zwischen vier und fünf Uhr nachmittags, trinken die Engländer Tee. Der "Five-o-clock-tea" heißt übrigens so, weil er bis fünf Uhr beendet sein sollte. In England gießt man zuerst die frische Kuhmilch in die Tasse und erst danach wird mit Tee aufgegossen, dazu werden gerne Gurkensandwiches gereicht.

Wo treffen Sie die Fans:
Die englische Nationalmannschaft wird im noblen Schlosshotel Bühlerhöhe Bühl bei Baden-Baden residieren und im Jahnstadion in Bühl trainieren.

Die Vorrundenspiele von England:
Samstag, 10.6, 15 Uhr in Frankfurt gegen Paraquay
Donnerstag, 15.6., 18 Uhr in Nürnberg gegen Trinidad & Tobago
Dienstag, 20.6., 21 Uhr in Köln gegen Schweden 

Hier haben wir für Sie das Rezept von "Yorkshire-Pudding" für Sie zusammengestellt. Klicken Sie hier, um zu dem Rezept zu gelangen. Viel Vergnügen beim Zubereiten.
 
 weiter 2/4


Quelle: Autor: Hans-Werner Mayer