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Küche, Keller und Kultur der WM-Nationen - Serie auf Kuechenwelt-Online.de, Teil 5: Gruppe E

Im Sommer kommen Fußballfans aus 31 Nationen zu den 64 Spelen der Weltmeisterschaft nach Deutschland. Aber womit können wir unseren Gästen eine Freude bereiten? Womit feiern die Fans Siege und betrauern Niederlagen? Welche Spezialitäten lieben sie, welche Musik hören sie und welche Getränke bevorzugen sie? Wir stellen Ihnen in einer mehrteiligen Serie auf Kuechenwelt-Online.de kulinarische Spezialitäten vor. Sie selbst sollten es ebenfalls nicht versäumen, die fremden Köstlichkeiten zu probieren.

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Italien

Ars vivendi, die Kunst das Leben zu genießen, fängt bei den Italienern beim Essen an. Nichts erfreut ihr Herz mehr als ein reich gedeckter Tisch mit verschiedenen Schlemmergerichten aus ihrer phantasievollen Küche. Außer vielleicht endlich wieder einen WM Titel ihrer "Squadra Azzurra".

Bei Pasta, Trüffeln, Olivenöl, Wein, Grappa und Espresso geht es nicht nur um bloße Nahrungsaufnahme, nein, vielmehr ums Genießen, um italienische Lebenskunst pur. Italien verfügt über Tausende verschiedener Speisen, Hunderte von gastronomischen Spezialitäten, eine Unmenge von wohlschmeckenden typischen Produkten. Unmöglich, sie alle angemessen zu würdigen.

Da viele italienischen Nationalspieler vom Meister Juventus Turin kommen, widmen wir uns hier der Küche aus dem Piemont, der Region in Norditalien, an der Grenze zu Frankreich und der Schweiz. Sie gehört zu den abwechslungsreichsten und feinsten des Landes. Der Name der Provinz-Hauptstadt Turin — die von 1861 für drei Jahre die erste Hauptstadt des Landes war — steht heute für Fiat und Fußball und auch für Geschichte und Genuss. Die Cafes der Stadt locken mit einer besonderen Köstlichkeit, dem "Bicerin". Dieser Kaffee enthält Sahne und Schokolade: auch die Schokolade selbst ist eine Spezialität der Stadt, insbesondere in Form der leckeren "Giandujotti".

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Reisexport nach Japan

Die Speisekarten der piemontesischen Gastronomie sind reich und abwechslungsreich. Das Fleisch "Des Sanato" von wenigen Monate alten, ausschließlich mit Milch ernährten Kälbern findet man nur im Piemont und im Aostatal. Berühmt sind auch die "Grissini Torinesi". Die klassischen schlanken Knabberstangen, auf die angeblich schon Napoleon versessen war. Weitere Besonderheiten der Region sind die Käsevielfalt, die sorgfältige Verwendung von Trüffeln und von Reis. Keine andere europäische Region erzeugt so viel Reis wie dieses Gebiet: häufig greift sogar Japan für die Deckung seines eigenen Bedarfs auf die Ernte aus dem Piemont zurück.

Rund 13 Kilometer südwestlich von Alba liegt der kleine Ort Barolo, der dem berühmten Wein seinen Namen gab. Das Ortsbild wird beherrscht von dem mächtigen Kastell, in dessen Gewölben die wohl kostbarsten Weine des Piemont lagern. Der als "König der Weine" bezeichnete "Barolo" war bereits in der Antike berühmt, und von Julius Cäsar geschätzt, als er ihn aus Gallien kommend kennen lernte und mit nach Rom nahm. Heute wird der Barolo von Kennern als der Beste der piemontesischen Rotweine angesehen oder zumindest als ein Wein in den ersten Reihen der Weinaristokratie.

Wo treffen Sie die Fans:
Die Squadra Azzurra wird im Landhaus Milser in Duisburg wohnen und auf dem Gelände des MSV Duisburg trainieren.

Die Vorrundenspiele von Italien:
Montag, 12.6, 21 Uhr in Hannover gegen Ghana
Samstag, 17.6., 21 Uhr in Kaiserslautern gegen die USA
Donnerstag, 22.6., 16 Uhr in Hamburg gegen Tschechien

Hier haben wir für Sie das Rezept von "Osso Bucco" zusammengestellt. Klicken Sie hier, um zu dem Rezept zu gelangen.
 
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