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Küche, Keller und Kultur der WM-Nationen - Serie auf Kuechenwelt-Online.de, Teil 7: Gruppe G

Im Sommer kommen Fußballfans aus 31 Nationen zu den 64 Spielen der Weltmeisterschaft nach Deutschland. Aber womit können wir unseren Gästen eine Freude bereiten? Womit feiern die Fans Siege und betrauern Niederlagen? Welche Spezialitäten lieben sie, welche Musik hören sie und welche Getränke bevorzugen sie? Wir stellen Ihnen in einer mehrteiligen Serie auf Kuechenwelt-Online.de kulinarische Spezialitäten vor. Sie selbst sollten es ebenfalls nicht versäumen, die fremden Köstlichkeiten zu probieren.

Frankreich

Über die Küche des größten westeuropäischen Landes muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Speisen und Getränke aus Frankreich sind auf der ganzen Welt anerkannt. Internationale Spitzenköche orientieren sich an Maßstäben, die beispielsweise durch die "Haute Cuisine" oder die "Nouvelle Cuisine" gesetzt wurden und werden. Nicht umsonst bestehen in Frankreich sogar Akademien und Hochschulen, die sich mit der hohen Kunst des Kochens auseinandersetzen.

Foto: kn

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Eine hohe Esskultur wurde an Frankreichs Höfen bereits im Mittelalter gepflegt. Schon zu Zeiten der damaligen "Grande Cuisine" gab es französische Kochbücher, und 1780 eröffnete Antoine Beauvilliers in Paris das erste Restaurant im modernen Sinn. Erstmals standen für die Gäste separate Tische zur Verfügung, und sie konnten unterschiedliche Gerichte von einer Karte ordern. Zuvor war es auch in Frankreich üblich, an Gemeinschaftstafeln zu speisen.

Der Genuss steht an erster Stelle

Unterteilt wird die französische Küche heute in vier Klassen: die "Haute Cuisine" als das Beste vom Besten; die "Cuisine Bourgeoise" als ambitionierte häusliche Küche; die "Cuisine Regionale" als Regionalküche und die "Cuisine Impromtue" als improvisierte Küche. In welcher Form auch immer die Franzosen speisen, der Genuss steht dabei stets an erster Stelle. Sehr wichtig sind die gemeinsamen Abend- und Sonntagsessen im Kreise der Familie. Speziell sonntags genießt man mehrgängige Menues, für die man sich durchaus auch mehrere Stunden Zeit lässt. Die Franzosen legen dabei Wert auf gesunde Zutaten wie frisches Obst und Gemüse. So geben die Franzosen einen höheren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel aus als die Deutschen, und sie essen deutlich weniger Tiefkühlkost.

Eine große Vielfalt mit Geheimnissen

Zahlreiche kulinarische Spezialitäten und Begriffe aus Frankreich sind weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Innerhalb Frankreichs wird eine entsprechend große Vielfalt geboten. So dominiert im Süden eine leichte, mediterrane Küche, während man im Elsass einen deftigen Mix mit deutschen und französischen Einflüssen vorfindet. Jede Region hat ihre Spezialitäten und Besonderheiten. Die Palette reicht von der Marseiller Bouillabaisse bis hin zu den kräftigen Käsesorten der Normandie. Ebenso reichhaltig präsentiert sich das Angebot an Weinen.

Aber trotz aller kulinarischen Berühmtheiten hat sich die französische Küche auch noch ihre Geheimnisse bewahrt. So produziert in Frankreich eine Bäckerei eine Spezialität namens "Navettes". Das entsprechende Rezept zu diesem länglichen Gebäck befindet sich seit über 200 Jahren in den Händen der jeweiligen Bäckereibesitzer und wird nur von Generation zu Generation weitergegeben.

Wo treffen Sie die Fans:
Die "Equipe tricolore" residiert im Fünf-Sterne Schlosshotel Münchhausen in Aerzen bei Hameln und wird das Weserbergland-Stadion in Hameln als offizielles Trainingsgelände nutzen.

Die Vorrundenspiele der Franzosen:
Dienstag, 13.6., 18 Uhr in Stuttgart gegen die Schweiz
Sonntag, 18.6., 21 Uhr in Leipzig gegen Südkorea
Freitag, 23.6., 21 Uhr in Köln gegen Togo

Hier haben wir für Sie das Rezept von "Kaninchen in Pineau" zusammengestellt. Klicken Sie hier, um zu dem Rezept zu gelangen.
 
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