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Winzer und Konsumenten - Deutsche Anbaugebiete (13): Württemberg

Das Weinland Württemberg liegt rund um die Flüsse Neckar, Rems, Enz, Kocher, Jagst und Tauber und streift unter anderem die Städte Stuttgart und Heilbronn. Die gesamte Rebfläche umfasst mehr als 11.000 Hektar und untergliedert sich in sechs Bereich sowie 20 Großlagen. Die Württemberger sind allerdings nicht nur Weinbauer, sondern zugleich freudige Weintrinker. Angaben zufolge liegt der Weinkonsum hier im Schnitt doppelt so hoch wie im Rest der Republik. Zu den bekanntesten Liebhabern des Württemberger Weins zählten Friedrich Schiller, Friedrich Hölderlin und Theodor Heuss.


Sechs Bereiche mit 20 Großlagen umfasst das Weinbaugebiet Württemberg. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Sechs Bereiche mit 20 Großlagen umfasst das Weinbaugebiet Württemberg. (Foto: Dt. Weininstitut/Dieth)
Das Weinbaugebiet zwischen Reutlingen und Bad Mergentheim ist unter anderem für seinen Trollinger bekannt. Dieser Wein eignet sich sehr gut für deftige, rustikale Speisen. Je ein Fünftel der gesamten Anbaufläche werden von Trollinger sowie Rieslingtrauben bedeckt. Desweiteren reifen hier beispielsweise Schwarzriesling, Lemberger, Kerner oder Müller-Thurgau heran. Für den passenden Untergrung sorgen verschiedene Keuperformationen und auch Muschelkalkböden. Das Klima ist aufgrund der schützenden Gebirge Schwarzwald und Schwäbische Alb sehr milde und für den Weinbau bestens geeignet.

Burgen und Städte

Ebenso wie die anderen Weinbaugebiete in Deutschland lockt auch das Weinland Württemberg mit zahlreichen touristischen Attraktionen. Neben der Landeshauptstadt Stuttgart, die inzwischen auch durch ihre zahlreichen Musicals bekannt ist, bieten sich das Schiller-National-Museum in Marbach oder Burg Hornburg in Neckarzimmern für einen Ausflug an. Dort können unter anderem Andenken an Götz von Berlichingen bewundert werden. Entlang der Flüsse Neckar, Enz, Kocher, Jagst oder Rems locken zudem zahlreiche Rad- und Wanderwege zu Abstechern in die Natur.